La Sportiva Speedster

Kletterschuhe La Sportiva Speedster im Test

Der grüne Renner

Die Geschichte

Speedster – Vorspannung und Downturn

Als der Speedster raus kam war ich sehr skeptisch. Kein Wunder denn die Konstruktion und Beschaffenheit des Speedsters wichen von dem mir bis dato Bekanntem ab. Ein Testbericht erschien bereits vor der offiziellen Einführung und machte mich noch gespannter, darauf was es sich mit dieser Neuentwicklung auf sich haben sollte.

Doch richtiges Interesse bekam ich als ich ein Artikel auf 8a.nu lies in dem der Autor versuchte das gefühl zu umschreiben, mit dem sich Speedster klettern lässt. Das hörte sich nach einer neuen Stufe dessen was ich bis her kannte.

Für den Kauf war jedoch ein Video ausschlaggebend, das die Konstruktion und Wirkungsweise des Speedsters in Bild und Ton am Modell darstellte. Nach nun knappen acht Monaten ist es nun für mich an der Zeit ein Urteil über diesen einzigartigaußergewöhnlichen Schuh zu fällen.

Optik, Verarbeitung

Die auffällige grüne Farbe und aufgedruckte schwarzen Muster gepaart mit dem gelben Gummiband des Slippers gefielen mir sofort, daran hat sich bis heute nichts geändert. Der Schuh wirkt simpel, hat aber durch die Konstruktion der Spitze und den Downturn das gewisse ansprechende Etwas. Verarbeitung ist wie immer bei La Sportiva sehr gut. Der Sohlenschliff, Verklebungen, Nähte – alles erste Sahne.

Konstruktion

Als Slipper hat dieser Schuh ein besonders auffälliges Merkmal: die abgerundete

Die abgerundete Spitze – keine Ecken und Kanten

Spitze. Alles andere ist nicht wirklich neu: Das P3-System, Lorica und Leder Kombination, Leistenform. Einzig die 3mm dünne und über die Spitze in den Schaft hochgezogene und eine Toe-hook Gummierung bildende Sohle ist eine Innovation. Ein Schuh ohne Ecken und Kanten, DAS traut sich nur La Sportiva. Damit wird scheinbar ein Dogma gebrochen, dass ein High-End-Kletterschuh eine ordentliche Kante haben soll, sonst kann man keine Performance erwarten.

Miura VS und Solution unterschiede in der Konstruktion

Auf den Bildern sieht man deutlich den Unterschied zwischen der herkömmlichen Sohlenkonstruktion und der Halbsohle-„runde Nase“ Konstruktion des Speedsters. Wenn man die glatt geschliffenen Kanten anschaut kommen einem schon mal Zweifel, das dieses dünnes (und am Rand immer dünner werdendes Gummi) lange halten wird. Optischen Wahrnehmung zu Folge weist die Spitze die dickste Gummierung auf.

Die Fersengummierung ist dünn und wurde dahingehend verbessert, dass das von der

Speedster Fersengummierung – wie immer…

Sohle kommende Gummistreifen nicht an der Ferse aufhört sondern unter dem Achillessehnen Gummizug verankert wird. Das sollte der Ablösung des Gummis beim Hooken dienen. Seitlich hört die Gummierung an der Ferse auf und wird nicht unter dem gleichen Gummizug verankert. Das stellt eine Schwachstelle dar.

Ich bin mir nicht sicher ob der Schuh wie Testarossa usw. im Zehenbereich aus Lorica ist und im rest aus Leder besteht, der Speedster komplett aus Lorica besteht oder ob das Leder auf der Innenseite komplett mit Lorica gepolstert ist. Fakt ist dass die Innenseite sich durchgehend wie Lorica anfühlt und ziemlich gemütlich weich ist.

Die Einstiegsöffnung ist gut dimensioniert. Die ausreichend starren und breiten Anziehschlaufen sorgen zusammen mit der gut flexiblen Ferse für einen gut machbaren Einstieg, bei dem man sich nicht die Ringbänder bereits vor dem Klettern zu schrotten vermag.

Passform

Der Leisten erinnert ziemlich an Testarossa ist nur etwas schmaler. Das hat mir anfangs

Speedster sitzt wie eine Socke

etwas sorge bereitet. Dennoch bestellte ich den Speedster in 39,5 anstatt in der gewöhnlichen Standartgröße 40 EU bei La Sportiva. Ich rechnete damit, dass der Schuh sich weiten wird hoffte dadurch langfristig ordentliche Passform zu erzielen.

Das erste Reinschlüpfen überraschte mich total. Ich musste meinen quadratischen Fuß zwar ordentlich reinprügeln aber als ich drin war, gab das dünne Material des Schuhs an den seiten der Zehenbox so gut nach, dass er wie ein sehr enger Handschuh saß. Im folgenden Bouldersessions versuchte ich immer den Speedster zu dehnen, doch ohne Erfolg. Er nahm nur meine Fußform an, ohne sich groß zu weiten. Mein hoher Rist fand dank des nachgiebigen gelben Gummibandes auch gut Platz und sogar die schmale Ferse wurde ohne jegliche Lufträume von Speedsters Hinterteil eingeschlossen. Richtige Schmerzen bereitet Speester nicht. Erst nach ca. 15 Minuten in den Schuhen fingen gesamten Füße an zu schmerzen.

Dafür rutschte mir bis heute die Ferse noch nie aus dem Schuh, dieser wickelte sich aber auch nicht um den

Speedster mit tollen Fersenform

Fuß. Alles in einem ging der Plan von La Sportiva ein Schuh für viele Fußformen zu bauen auf, denn ein ägyptischer Fuß durchaus kleinere Größe verkraften kann als meiner einer und ein breiter wird vom flexiblen Material nicht malträtiert.

Performance – wie klettert sich die Kletterschuhe La Sportiva Speedster

Im Neuzustand ist die dünne Sohle noch etwas fester und bietet mehr Support in weniger steilen Sachen. Je weicher die Sohle mit der Zeit wird, desto unangenehmer werden senkrechtes Gelände und ganz kleine Tritte. Mit dem Speedster zu treten erfordert eine eigene Technik des Aufrollens oder des alles-auf-Reibung-Tretens bei hängender Ferse. Fakt ist, dass konventionelles, frontales Stehen mit diesem Schuh bei mir nicht ohne Schmerzen in Zehengrundgelenk funktioniert. Ansonsten ist die 3mm XSGrip2 ziemlich klebrig (wobei ich keine nennenswerte Verbesserung zu XSGrip fühlen konnte) und leistet sehr gute Dienste beim Treten auf Reibung, das neben dem Greifen

Speedster klebt auf Reibung

mit den Zehen die Stärke des Speedsters ist. Durch die weiche und dünne Sohle kann Speedster jede noch so schlechte Strukturform annehmen und einen Formschluss herstellen, mit ein wenig Druck aus der Hüfte entsteht so eine bombenfeste Trittverbindung die ein angstloses Reibungsklettern bei vollem Feedback (da sehr sensibel) erlaubt.

Das Greifen mit den Zehen (gar mit dem ganzen Vorderfuß) ist wie gesagt ein weiteres

Greifen mit den Zehen

Highlight dieser Slipper. Dabei sollte man den Speedster nicht zu klein nehmen, ansonsten sind die Zehen durch das zusammen gepresst Sein in der Beweglichkeit eingeschränkt. Bei meiner Größenwahl (39,5 EU) ist es grenzwertig, jetzt wo der Schuh sich nicht gedehnt hat denke ich, dass die Gr. 40 im Hinblick auf den Greif- und Saugeffekt besser wäre. Das Greifen und Saugen mit den Zehen ist mir zwar möglich jedoch nicht über den vollen Bewegungsumfang des großen Onkels.

Grundsatz lautet je Steiler es wird und je größer und runder die Tritte werden, desto mehr spürt man die Vorteile des Speedsters der dann Füße zum zweiten Paar Hände werden lässt.

Hooken auf Rebung ist gut

Das Hooken mit der Ferse ist bei dem beschriebenen engen luftleeren Sitz sehr gut. Man fühlt was man da gerade unter der Ferse hat und kann einschätzen ob der Druck und die Kraft reichen, damit der Hook nicht flutscht. Hooken mit dem Speedster ist dabei eine aktive Geschichte, die Ferse irgendwo einzuhacken und drin zu hängen ist nicht drin. Zudem ist die Fersengummierung dünn und schützt den Fuß nur wenig von unangenehmen Felsstrukturen. Die Gummierung ist mir auch bei diesem Schuh an der außen Seite (typisch La Sportiva) ein Stück entgegen gekommen, als ich voller Rohr an einem Reibungshook zog und drückte.

Bis auf die Hook abhängigen Schmerzen und das abgelöste Gummi ist das Hooken mit Speedster eine Prima Sache!

Toe-Hooks dagegen sind ein Gedicht. Wirklich sehr gut gelungene Toe-Hook Konstruktion. Durch das weiche Obermaterial und die solide lang gezogene Gummierung an der Oberseite kann man mit der Rückseite der Zehen alles ohne Probleme Umklammern – das kommt einem wirklich wie ein zweites Paar Hände vor. Das Toe-Hooken mit dem Speedster finde ich sogar besser als mit Solution, den ich als eine sau starke Toe-Hook Waffe sehr schätze. Auch hier erbringt der Speedster wirklich eine tolle und respektable Leistung.

Haltbarkeit

Die einzige Schwachstelle ist die Sohlenfläche unter dem Zeh

So dünn und so (fast) zerbrechlich Speedster anfangs auch wirkt, ist er keines Wegs. Die Haltbarkeit ist überraschend gut! Die Runde und mit dem Gummi überzogene Spitze hat trotz Boulderns an besandeten Wänden keinen Verschleiß außer ein Paar Kratzer. Die Spitze hat nun mal von Beginn an keine Kanten und ist rund. Ich schätze, dass es noch ein Jahr dauern wird bis sich ein Loch bildet (wenn überhaupt). Die Schwachstelle der Sohle ist aus meiner Sicht nicht wie so meist die Spitze sondern die Fläche unter dem großen Zeh. Denn dort spielt sich das Stehen und Treten ab. Durch das dünne Gummi in diesem Bereich kann es bei schartfen Kanten und Warzen schon mal zu einem Cut kommen, der irgendwann in einem Loch unter dem großen Onkel mündet. Aber an runden ergonomischen Plastikoberflächen, dürfte es kein Problem sein.

Die Zehen-Gummierung ist in der Verlängerung zum großen Zeh angebracht und schützt/sorgt für Haftung im Bereich erster und zweiter Zeh. Das beeinträchtigt jedoch nicht im Geringsten die Toe-Hook, Komfort und Haltbarkeitseigenschaften. Ein Verschleiß am Obermaterial über den restlichen Zehen trotz der geringen Stärke des Leders/Loricas beschränkt sich bei mir auf Abrieb der schwarzen Verzierungslinien – sonst nichts.

Eine kleine Make – jedoch ohne Folgen

Das gelbe Gummiband hat zwar in ersten beiden Bouldersessions etwas unter meinem hohen und volumenstarken Rist gelitten, leierte aber bis heute nicht aus und geht auch nicht kaputt.

Etwas enttäuschend ist das P3-System in diesem Schuh, denn nach ein Paar Monaten verabschiedete der leichte Hügel unter dem großen Zeh und ging in die nun sehr weiche Sohle über. Das Klettern im Überhang beeinträchtigt das nicht, je positiver die Wandneigung und kleiner die Tritte desto dramatischer wird es. So ist es halt mit der weichen Sohle.

Ein kleiner schönheitsfehler ist das sich Ablösen, des Größenetikett, was natürlich keine Rolle beim Klettern spielt aber ein Hinweis auf die Qualität der Vernähungen im Inneren des Schuhs gibt.

Alles in einem überraschend haltbarer und langlebiger Slipper, von der Haltbarkeit der Spitz her gesehen vielleicht der haltbarste Schuh überhaupt.

Empfehlung/Einsatzbereich/Klettergebiet

Im Fels braucht man einiges an Kraft – das Gefühl ist jedoch genial

Neben dem Bouldern in der Halle, hab ich den Schuh zum Bouldern in FJ, Harz, Kochel und im Nürnberger Tiergarten benutzt. In der Halle hat man den meisten Spaß mit diesem Schuh, denn kein Tritt oder Hook tut irgendwie weh, die Sohle bleibt heile und man kann im steilem wie im geneigten Gelände (auf Grund der großen Tritte) ordentlich rocken. Auch in der Fränkischen ist der Speedster sehr zu empfehlen, gerade wo es steil und sehr steil wird. Menschen mit ganz viel Zehenpower können den ganz klar überall tragen. Ich muss mit meinen 83kg vor kleinen Leisten in der Senkrechten kapitulieren… Ob Speedster bei mir für mehr Power in den Zehen gesorgt ist schwer zu sagen, deutliche Kraftzuwachse habe ich jedoch nicht merken können.

Fazit

Für das Traning in der Halle allein wegen der Haltbarkeit und des Traningseffekts sind diese Kletterschuhe eine Empfehlung

Speedster ist sehr komfortabler out of the Box Schuh, der durch seine Flexibilität allen Fußtypen passen sollte. Er weist eine erstaunliche und im Bereich Schuhspitze sogar phänomenale Haltbarkeit auf und ist (bis auf P3 System) sehr formbeständig. Bouldern am Plastik und im steilem Felsgelände sind seine liebsten Spielplätze, wo er einem das zweite Paar Hände schenkt. Der Preis ist für ein Slipper kein schlechter, doch wer die Art und Weise mit dem Speedster zu klettern mag wird lange Spaß dran haben, was den Kaufpreis durchaus rechtfertigt. Ein Muss für alle die weiche Schuhe mögen oder neue Aspekte der Tritttechnik lernen möchten!

Update Haltbarkeit La Sportiva Speedster 1/2014:

wenn es so weiter geht ist die Kante hinüber - eine echte Schwachstelle der No Edge Konstruktion

wenn es so weiter geht ist die Kante hinüber – eine echte Schwachstelle der No Edge Konstruktion

Ich weiß nicht ob es an der nachlassenden Qualität der Herstellung in den aktuellen Produktionsreihen liegt, oder an uns und unseren Tritttechnik, aber die Beschwerden über Ablösungen im Bereich der runden „Kanten“ häufen sich.Bei mir selbst ist das Problem an der Außenkante aufgetreten und ist noch nicht so wahnsinnig dramatisch, aber eine Innenkante (Bild links – Danke Fabian!) ist schon deutlich ärgerlicher, vor allem wenn die Kletterschuhe gerade man ein paar Wochen alt sind. Da hilft wohl nur eins bewusster treten und die Kanten wie in Kommentaren beim Futura durch einen Leser beschrieben pflege

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Weitere Informationen:

Größenvergleich der Kletterschuhmodelle

Testbericht La Sportiva Futura

28 Antworten zu La Sportiva Speedster

  1. simon schreibt:

    hallo,

    ein insgesamt guter testbericht, den ich jedoch nicht gelesen habe, um den kauf von speedstern abzuwägen. vielmahr dazu, um ihn gegenzulesen und mit eigenen erfahrungen abzugleichen, um ein bild für die anderen testberichte zu bekommen.

    und nun sehe ich mich genötigt, zu sagen, dass ich mit meinem inzwischen durchgeklettertem paar teilweise exakt dieselben erfahrungen gemacht, teilweise aber auch komplett andere.
    beispiel: „Etwas enttäuschend ist das P3-System in diesem Schuh…“

    bei mir ist es genau umgekehrt: das p3-system erhält die (ziemlich starke) vorspannung super, lediglich die sohle im zehenbereich wird dünner und verlangt damit mehr zehenkraft.

    ich könnte noch mehr besipiele liefern, doch das sagt mir nun, dass (womöhlich auch in anderen testberichten sehr viel pauschalisiert wurde… darum muss ich nun abwägen, wie ich mit den informationen aus den anderen testberichten umgehe.

    aber trotzdem: starke sache, sich so viele kltterschuhe genauer anzuschauen und eine derart umfangreiche seite zu erstellen! danke!

    gruß, simon

    • kletterschuhtest schreibt:

      Hallo Simon

      danke für das Feedback…

      ist immer wieder schwer objektiv zu bleiben, wenn man sachen gut oder schlecht findet. Zum P3 Kommentar kann ich nur sagen:

      P3 ist die Konstruktion im Vorfussbereich /Zehenbereich – quasi downturn. Der ging bei meinem ersten Speedster nach 6 Wochen (ca.) raus. Sprich da war nichts mehr mit Unterstützung im Zehenbereich. Die Vorspannung bleibt bis zum Loch…
      Bei anderen La Sportiva P3 Modellen blieb Downturn sehr viel länger – das wollte ich im Endeffekt sagen 😉

      Wie lang hat dein Speedster gehalten? Ich meine jetzt Loch in der Spitze…

      Viele Grüße

  2. Sven schreibt:

    Hallöchen,
    u.a. Dein Testbericht hat dafür gesorgt, dass ich mir den Speedster bestellt habe. Nun habe ich allerdings in zwei Punkten Bedenken:

    1. Ich trage sonst eine EU42 bei normalen Schuhen und einer eher ägyptischer/germanischer Fußform. Mein aktueller Schuh (der auch mein erster Kletteschuh ist) ist ein La Sportiva Cliff in EU40. Da ich nun schon eine weile (fast ausschließlich Halle) kletter, wollte ich nun einen Schuh mit etwas mehr „Performance“. Den Speedster habe ich nun in den Größen 39, 39.5 und 40 hier rumliegen und ich muss sagen, das selbst die 40 mir schon fast das Wasser in die Augen treibt 😉 Auch das Antreten auf dem aufgestellten großen Onkel ist alles andere als angenehm.
    Nun meine Frage: gibt sich das mit der Zeit bzw. entwickelt man die entsprechende Kraft im/in den Zeh/en ?
    2. Falls es der Speedster überhaupt wird, sollte ich bei der 40 bleiben oder eher die 39.5 nehmen? Unglücklicherweise habe ich nämlich auch noch einen kleineren linken Fuß (R:26,5cm vs L:25,5cm), somit ist der rechte der Tonangebende.

    Was mienst Du?

    PS: Ich boulder so Fb 6a – 6c, Routen in der Halle in UIAA bis einschl. (unterer) 7. Grad

    • kletterschuhtest schreibt:

      Hey,
      Also der Sprung vom Cliff auf den Speedster ist schon krass. Das hast du selber schon festgestellt ;-). Wenn du bei der 40er Schmerzen hast, dann wird sich das nicht ändern (leider). speedster ist bis auf die Ferse komplett aus Lorica und dieses Zeug weitet sich wirklich kaum!!! (zumindest bei mir). Wenn du kein Komfortables Gefühl in deinem Speedster hast. dann solltest du dich weiter auf die Suche machen. Du hast leider nicht geschrieben wie breit deine Füße sind. Sollte der Fuß normal bis breit sein, empfehle ich dir den Vapor S (Leder). Bei einem schmaleren Fuß bist du mit dem Python (Leder) sehr gut bedient. Von der Performance her finde ich den Python mittlerweile sogar etwas vielseitiger als Speedster. Zudem kannst du dank des Leders beide Kletterschuhe so dehnen, dass dein größerer Fuß auch genug Platz hat. Ist zwar mit etwas Aufwand verbunden aber es lohnt sich wie ich immer wieder feststelle. Vom Gefühl und Hookerei nehmen sich Python und Speedster nichts. Schau auf meine Python Seite und lese auch die Kommentare – probier es damit.
      Zum Thema Zehenkraft: es wird besser mit der Zeit. Definitiv! Dauert aber und du solltest deine Zehen nicht in Platten überlasten, da geht es schnell auf das Zehengrundgelenk, welches schnell anfängt zu schmerzen.

      Also schau dich noch um. Gib nicht auf und Mut zu Enge bei Leder Aber nicht übertreiben 😉

      Grüße

  3. Sven schreibt:

    Tach,
    also richtige Schmerzen sind es nicht. Eher ein „beklemmliches“ Gefühl. Ich kann den Schuh schon 20 Minuten anlassen ohne im Dreieck zu springen (was eh mit den Teilen nicht möglich ist 😉 Danach sieht man den Füßen natürlich an, dass sie die letzten Minuten nicht gerade mit Wellness bedacht wurden. Von der Fußbreite her sind es gut 10 cm, dass geht noch. Nur der rechte kleine Zeh „beult“ das Gummi etwas mehr aus. Das zahlt sich dann das Stumpf-Prinzip des Speedsters aus.
    Python und Vapor S hatte ich auch schon auf der Liste, wobei ich nach Deiner Beschreibung eher zum Vapor tendiere. Mal schauen, vielleicht riskiere ich es auch einfach mal mit dem Speedster. Aber nicht kleiner als Gr.40, das ist zumindest sicher 😉

  4. Michi schreibt:

    Ahoi,

    Erstmal dickes lob für deine Seite – echt super, dass du dir die ganze Mühe machst ^^

    Ich klettter seit kanpp einem Jahr und habe bisher einen weichen Anfängerschuh getragen – in Straßenschuhgröße – nach ein paar Sessions mit 2 paar dicken Socken ^^ – räusper =) jaja die Anfänger die beim Kauf keine Ahnung haben =). Der Schuh hatte keinen Downturn, keine Vorspannung und keine asymmetrie. Der war natürlich n Traum für meine Füße und es gefiel mir, dass man jeden Tritt genau fühlen konnte. (dieser: htp://www.simond.com/shop/activities/act-11-Sports-climbing/cat-50-Shoes/prd-353-Vuarde-velcro-climbing-slipper%2C-red/ )

    Meine Fußform ist deiner sehr ähnlich: Straßenschuhgröße 44 und vorne ziemlich breit. Man kann ihn als Römisch – germanisch beschreiben. Länge: 28/27,5 ; Breite vorne: 10,7, Breite Ferse: 7. Großer Zeh und die beiden daneben sind gleichlang.
    Habe den Katana (altes Ledermodell) im Geschäft in 42 probiert und konnte ihn so gut wie schmerzfrei tragen. Ebenso den Kryto (wäre meine 2. Wahl) in 43 oder 43,5 (bin nicht mehr ganz sicher).

    Nun war ich auf der Suche nach einem weichen Schuh, der auch haltbar ist und fürs Bouldern (Fb bloc 6a bis b) und Einseillängenrouten im 7. und hoffentlich bald 8. Grad (uiaa) geeignet ist – hab ein paar Berichte gelesen und bestellte den Speedster. Hab ihn in 41,5 – 42 – 42,5 bestellt und ihn heute in 42,5 zum ersten mal getestet, (41,5 könnte ich nichtmal anziehen). Die ersten Routen im 7. Grad gingen weitgehend schmerzfrei – Stehen und Laufen nur auf der ferse möglich. Die Zehen sind alle aufgestellt und stoßen sehr eng vorne an (Nach ein paar h schon eher geisteskrank eng). Bald hatte ich heftige schmerzen und hab mich kaum noch durchringen können mit der vordersten spitze anzutreten, vor allem auf kleinen Tritten oder sie länger als unbedingt nötig anzulassen. Aber vor allem läuft es mir kalt den Rücken runter wenn ich an Boulderprobleme auf Reibung denke mit niedrigen Griffen – Also sprich den ganzen Vorderfuss stark gegen die Wand zu drücken, kanpp unterhalb der Hände. Ebenso die kurzen Kontakte der Zehenspitze beim Ablassen war sehr schmerzhaft. Also ein Ausweichen der Zehen nach oben kommt Masochismus gleich … Im Überhang ist der Schuh aber einfach genial, worauf ich ungern verzichten würde =)

    Jetzt Frag ich mich: Ist der Unterschied zwischen Katana und Speedster so krass, dass obwohl der Speedster ne halbe Nummer größer ist, ich ihn kaum überziehen kann ohne schmerzen zu haben oder ist mein Fuß einfach zu breit bzw. der Schuh falsch gewählt? 42,5 sollte doch eigentlich nicht zu klein sein. Muss sich mein „Weichei Fuß“ und vor allem die Fußnägel erst noch an die enge/downturn und asymmetrie gewöhnen – meinst du das wird noch besser oder sollte ich ihn wieder los werden und mir einen weniger „krassen“ Schuh holen? Bin grad ziemlich verunsichert und hoffe irgendwie, dass es noch besser wird, weil die weiche Sohle schon sehr geil ist ^^ Boulder aber auch gerne leichte Traversen auf Ausdauer also 1-2 h – irgendwie grad unvorstellbar … Irgendwelche Tipps ?

    Grüße MIchi

    ps: Sorry für den Roman =)

    • kletterschuhtest schreibt:

      Das mit dem Roman ist schon ok. Weiß ich wenigstens wo genau der Schuh drückt 😉
      Also: Katana in 42 passt(e) dir deshalb besser/entspannter als Speedster in 42,5, da er zum einen aus Leder war, zum anderen einfach anders geschnitten ist.
      Speedster stellt die Zehen voll auf – Fakt. Lorica drückt PERMANENT aktiv auf deinen Fuß, deshalb hast du nach einigen Touren solche Schmerzen. Habe die gleiche Erfahrung gemacht… Ich mag Lorica deshalb nicht so gerne 😦
      Fakt ist auch das Speedster bei mir max. 1/4 Größe nachgegeben hat – wenn überhaupt!
      Was ich nicht ganz verstehe: „Also ein Ausweichen der Zehen nach oben kommt Masochismus gleich …“ meinst du damit Zehen streckung Ri. Fußrücken? Sind die Zehen so richtig aufgestellt oder nur leicht? Ich kann mir das nur so erklären, das die Nägel sich durch die nicht ganz aufgestellte Stellung der Zehen beim Anheben der selben ins Randgummi reinbeißen.
      Im Normalfall ist deine Gr. schon richtig gewählt.
      Wenn du im Speedster massive Schmerzen hast, die den Spaß und die Freude an deinem Klettern vermiesen – weg mit denen.
      Wenn dir Krypto gut gepasst hat – hole ihn dir. Guter Schuh, weich, wird noch weicher – spürst alles!
      Alternativ sehr zu empfehlen ist der Five Ten Moccasym – komfortabel (nach kurzem Einklettern) gute Haltbarkeit, sensibel und gleichzeitig Kantenstabil. Nicht zu groß kaufen – dehnt sich!
      Oder La Sportiva Python – dehnt sich auch, aber nicht so leicht wie die beiden oberen. Genau wie Speedster nur ohne Schmerzen 🙂 Ernstahft der ist für deinen Fuß nicht super optimal aber ich habe ihn auch hingekriegt…
      Hoffe das hilft.
      VG
      Schorsch

      • Michi schreibt:

        Hey Schorsch,

        Wenn das so ist kommt hier der nächste Roman =)

        Danke erstmal für die schnelle Antwort. Der Phyton sieht auch verdammt interessant aus und würde sich in der Breite bestimmt besser anpassen. Problem ist nur, dass ich am ersten Tag zu viele Gebrauchsspüren am Speedster hinterlassen habe und der Schuh wohl sowieso gezahlt werden muss ^^ daher werde ich versuchen den Schuh nach meinen Wünschen zu Formen …. Mind over Matter ;D Auserdem hab ich Boulderprobleme locker lösen können, die vor dem Speedster nicht möglich waren … ;DD Wobei wohl jeder Schuh geeignter ist als mein erster – vor allem in seinem Zustand gegen Ende ^^

        Das mit den Zehen ist so ne Sache ^^ ist schwer zu erklären aber ich glaub du hast das richtig verstanden. Die Fußnägel zeigen eher nach unten anstatt nach vorne – weil der Schuh vorne sehr eng ist und die zehen stark aufgestellt sind. Ich spüre das erste Zehengelenk oben gegen „die Decke“ des Schuhes drücken und die beiden vorderen Zehenglieder sind eher gekrümmt und entlang der Oberkante des Schuhes angelegt – statt wie bei aufgestellten Fingern gestreckt. (ist das verständlich ?! oO ) Meine Zehen „liegen“ im Halbkreis und sind perfekt um im Dach zu ziehen/graben …

        Ich hab nach deiner Antwort und weiterem Probetragen auch 2 neue Erkenntisse:

        1.Wenn ich frisch in den Schuh steige ist es kein Problem. Weil ich noch die Kraft habe die Zehen „aufzustellen“ indem ich die Zehenspitzen dem Lorica vorne entgegen drücke – dann kann ich auch laufen weil der Zehennagel nach vorne zeigt. Das meinte ich auch mit den Maschochismus, weil die Zehen beim Reibungsklettern und Laufen nach oben gedrückt werden, also am „Zehengrundgelenk nach oben rotieren/ausweichen“ aber der Fußnagel nach unten zeigen … Daher kamen wohl die Schmerzen.
        2. Habe den Schuh ja noch unbenutzt in einer anderen Größe hier liegen und festgestellt, dass der Schuh schon nach dem ersten Tag um einiges weicher wurde. Daher vermute ich, dass es besser wird wenn ich nur mehr Zehenkraft habe und ein paar weitere mal getragen hab ^^ bzw die Abrolltechnik beim Antreten mehr beachte. Wenn ich diese sehr bewusst Anwende stellen sich die Zehen ja unweigerlich auf … Werde mit dem Schuh wohl noch mindestens 4 weitere Runden in den Ring steigen … Danach wird entschieden ob ich ihn verkaufe. Macht Sinn nicht gleich die Flinte ins Korn zu werfen oder – klingt mein Optimismus logisch (mir fehlen da die Erfahrungswerte ) ? Vor allem wenn man vorher eher Hausschuhe zu Klettern anhatte sind die Schmerzen zu beginn doch normal oder? ;D

        Auserdem noch ne Frage: Hab gelesen, dass es vllt helfen könnte, mit einem Fön den Gummi zu erwärmen, während man den Schuh trägt, um so meinen Zehen ein paar mm mehr Platz zu formen. Bringt das was oder mache ich damit mehr kaputt bzw. klappt das auch bei Lorica oder nur bei Leder? Ebenso ein warmes Fußbad klingt vielversprechend und entspannend, wäre das noch ne Option bei Lorica? … ich schätze mit ner Dehnung um eine halbe Nummer wäre ich schmerzfrei, den die Schmerzen sind eher am 2,3,4 Zeh neben dem großen Onkel … Ich bräuchte wohl nur ein paar mm mehr Platz in der Breite … das sollte doch machbar sein oder?

        wie du siehst ich hab den speedster noch nicht ganz aufgegeben ^^ Werde aber auf jeden Fall den Krypto und Phyton im Auge behalten … Ebenso der Scarpa Instinct war noch in der engeren Auswahl … Welche Große würdest du für den Phyton empfehlen, da ich ihn niergends im Geschäft anprobieren kann ?

        Grüße Michi

      • kletterschuhtest schreibt:

        Grüß dich Michi,
        Wenn du ihn nicht mehr zurückgeben kannst, dann bleibt dir erst mal nichts anderes übrig als um die Passform, zu fighten.
        Ich bin ehrlich: es ist schwer deine Schilderungen bezüglich Position und Bewegung der Zehen und Nägel im Schuh zu verstehen.
        Meine Erfahrung ist: sind die Zehen VOLL aufgestellt, sind die Knöchel der Zehen die Schmerzpunkte. Bei Schuhen mit anderen Geometrie oder anderen Größenwahl (Zehen liegen flacher, weniger gekrümmt im Schuh) hatte ich oft Probleme mit dem Zehnagel der gr. Zeh. Dieser zeigte leicht nach vorn und beim Ziehen(Zeh krümmt sich) verkantete sich dieser im Randgummi, was saumäßig weh tut!
        Deine Hautnerven an den Füßen, stumpfen ab – keine Sorge. Speedster gibt schon 1-2mm nach denke ich. Den Fön würde ich weglassen – mir ist die Gefahr das der Kleber sich beim erhitzten löst zu groß! Warme Wanne hilft solange die Schuhe noch feucht sind, trocknen diese nimmt Lorica wieder ihre Form an (weitestgehend, nicht komplett) – will sagen 2mm sind damit drin eine ganze Gr. größer werden Speedster damit auch nicht. ich mache beim Instinct S zur Zeit folgendes: vor dem Klettern innen die Zehenbox mit warmen Wasser füllen, kurz einwirken lassen, auskippen, mit handtuch grob abtrocknen, vor allem die Sohle, einsteigen, klettern … Im feuchten Zustand werden die viel bequemer, nach dem Trocknen bleibt es leider nicht so…
        Ziehe die Speedster sofort nach jedem Boulder aus und kurz vor dem Einstieg an.
        Zehennägel möglichst kurz schneiden und Kanten abschleifen!
        Du machst es schon 😉
        Gr. Python ist sauschwer zu empfehlen. Ich habe Speedster in 40 und Python in 39,5 (SAU ENG aber nach der Warmwasserbehandlung – Top) – mir passt die Python form nicht wirklich… Also für dich dann 42 oder 41,5.
        VG
        Schorsch

  5. Vince schreibt:

    Hallo Schorsch,
    vielen dank für deine wirkl. sehr informative seite.
    nur eine kurze frage bzgl. des speedsters. welche größe sollte am besten passen? (habe bisher von la sportiva unter anderem python in schuhgröße 38, solution 38,5 getragen )
    Ist der Speedster außerdem auch für eher schmale Füße geeignet? Ich bin v.a. deshalb interessiert, weil ich sehr viel am plastik klettere und den schuhverschleiß durch die runde sohle „einzudämmen“ versuchen will 🙂
    Ist die performance des speedsters außerdem z.B mit der des 5.10 team vergleichbar. Ich trage ihn seit einigen monaten (Größe 42.) und bin an sich sehr zufrieden. (ist halt vgl. mit anderen la sportiva modellen eine ziemliche plackerei:))

    LG vince

    • kletterschuhtest schreibt:

      Grüß dich Vince!
      Ich würde dir die Solution Gr. empfehlen – 38,5 ALSO. Speedster gibt nicht so nach wie Python. Der von mir oben beschriebene Effekt mit dem Verschleiß ist eher psychisch – durch die Rundung siehst du die Sohle nicht dünner werden. Im Prinzip hält Speedster ähnlich lange wie ein anderer Slipper.
      Die Performance des Speedsters würde ich nicht mit dem Team vergleichen wollen. Ich finde No-Edge kannst du nur mit No-Edge richtig vergleichen. Für die Halle ist No-Edge immer noch Top wie ich finde. Wenn du schmale Füße hast würde ich dir fast eher den Futura empfehlen, da Speedster imho doch etwas „breiter“ ist.
      Bei Futura die selbe – 38,5.
      Mich würde ineressieren ob Team´s bei dir länger halten als La Sportivas?
      VG Schorsch

  6. Vince schreibt:

    ich persönlich finde die stealth mystique Sohle auf jeden fall besser als die vibram sohle solution/python. (weniger abrieb und mindestens genauso viel grip.) Aufgrund der geringeren sohlendicke halten die python nicht so lange wie die solution, und die team etwas länger als die solution (trotz subjektiv bestimmt 1mm dünnerer sohle).
    Außerdem ist der team meiner meinung nach beim treten etwas gefühlvoller und direkter als der python, und merklich besser als der solution.
    Hook-Performance: insgesamt bei allen schuhen vergleichbar (team hookt super auf leisten, aber schlechter als die la sportivas auf slopern/ größeren strukturen)
    Toe-Hook: Insgesamt bei allen Schuhen sehr gut. solution und team vllt. einen tick besser als python
    LG vince

  7. Markus schreibt:

    Hallo,
    Du schreibst das der Speedster sehr ähnlich ist mit dem Futura, nur breiter. Wenn ich den Speedster also mal probieren möchte kann ich diesen in der gleichen grösse wie Futura zulegen, richtig ?

    lg

    markus

    • kletterschuhtest schreibt:

      Grüß dich,
      ja richtig. Die fallen Längen technisch in etwa gleich aus.

      Viel Erfolg bin gespannt ob du mir Recht gibst!

      • Markus schreibt:

        Hallo,
        Ich gebe dir 100% recht was die Längen betrifft. Die Breiten sehe ich allerdings genau umgekehrt, im Speedster sind meine Zehen seitlich deutlich stärker zusammengepresst als im Futura – ansonsten finde ich die Schuhe in der Tat identisch !

  8. Markus schreibt:

    Hy, also zu Beginn erstmal dickes LOB für die gesamte Seite. Sehr gut beschrieben alles und nicht so typisch „alles was ich habe ist top, alles andere Sch*****!

    Jetzt habe ich nur eine kleine Frage, die ich mir bei vielen Tests gestellt habe: „Was ist denn ein „kleiner“ Tritt für dich? Beim Speedster z.B. heißt es das er sich wohl vor allem in der Halle wohl fühlt, auf Grund der stats großen Tritte. Da ich fast keine Erfahrung am Stein habe, frage ich mich ob kleine „Spax-Plastiktritte“ am Fels als groß gelten (können).

    Wäre super wenn du das noch einmal ganz kurz näher beschreiben könntest, würde mir helfen deine Empfehlungen/Fazit, etc besser ein zu schätzen.
    Thx, Markus

    • kletterschuhtest schreibt:

      Grüß dich,

      in der Halle sind die selbst die Spax noch wirklich gute Tritte. Weil sie mit Masse „aus der Wand herausstehen“ und so sich viel einfach treten lassen. Natürlich gibt s da kleine und große Spax, flache und positive, einfach und anspruchsvolle.
      Mein Fazit zum Felseinsatz des Speedsters basiert einfach auf meiner Erfahrung mit diesem Kletterschuh am Fels. Die Tritte sind ein Teil der Wand und ich konnte mit dem Speedster (und auch mit dem Futura) nicht das Gewicht drauf bringen wie mit einem Miura. Oft sind die Tritte viel unförmiger und kommen nicht immer als Leisten usw. daher. Mann muss sie anders antreten und belasten als in der Halle. Fakt ist, es gibt zwar am Fels die Tritte wie am Plastik (Größe, Form etc.) am nicht umgekehrt. Du wirst nie eine 1-2mm Leistchen in der Halle finden. Das meine ich damit.
      Wenn man leichter ist, am Fels deutlich überhängend klettert/bouldert oder im Sandstein (Bleu, Elbi oder Pfalz bouldert dann sind die No Edge Teile wiederum top. In Kochel nehme ich Sie tagtäglich nicht her, weil ich damit nicht so klar komme wie mit Miura, Boostic etc. Aber ich liebe Sie am Plastik. Nach wie vor.
      VG

  9. Michi schreibt:

    Hello again,

    Ich bin der Michi aus den Kommentaren vom Jan. dieses Jahres, weiter oben auf dieser Seite. Nachdem du dir soviel Mühe mit mir gemacht hast und mir super weiter geholfen hast, wollte ich dir meine Eindrücke vom Speedster mitteilen:

    Also zuerst einmal zu den Schmerzen die ich HATTE! … Dachte mir damals vorm ersten Tragen: Neuer, enger Schuh … schnell noch die Fußnägel schneiden … allerdings hab ich hinterher nicht gefeilt. Also haben sich die Nägel im Gummi verkeilt. Dank dir Problem erkannt, Problem gebannt. *Applaus*
    Seitdem habe ich fast keine Schmerzen mehr gehabt – außer vllt nach 1h dauertraversieren oder Routen mit Minitritten. Der Schuh hat sich durch 2 malige Warmwasserbehandlung mit anschließendem 10 minütigem Dauerbelasten auf dem Fußboden, gepaart mit mittel-dicken Socken, super um die fehlenden 2 mm in der Breite geweitet. Länge blieb subjektiv unverändert.

    Seitdem hab ich den Schuh (ca. 3 mal pro Woche) sehr intensiv und lange, in der Halle und an Natursteinmauern geknechtet, bis nicht nur der Schuh Überlastungserscheinungen zeigte =)
    Der Schuh hat bei mir nur eine erwähnenswerte Schwachstelle: Auf der Innenseite der Schusohle (Innenrist), unter bzw neben dem großen Zeh (Also am Übergang zwischen „dicker“ Sohle und dem dünnerem Gummi neben dem großen Zeh).

    1. Bouldern direkt ein kleiner Fetzen der am Übergang nach und nach größer wurde. Ein paar Tropfen Sekundenkleber haben nur Zeitweise geholfen, um das unvermeidliche hinauszuzögern. Der Gummi hat sich dann nach und nach verringert und ist nun an dieser Stelle auf dem Niveau des niedrigeren, neben dem großen Zeh, angekommen. Ein Loch hat er noch nicht aber lange wird es vermutlich nicht mehr dauern. Nachdem das ja erst mein 2. Kletterschuh und erster „wirklicher“ ist, kann man das vermutlich meiner Fusstechnik zuschreiben. Bin am Anfang doch noch häufiger abgerutscht.

    Frage an dich: Bei guter Fusstechnik sollte der Schuh doch eher auf der Spitze verschleißen als etwas daneben oder kann es sein, dass ich ihn vllt hätte kleiner nehmen sollen, weil der große Zeh verglichen mit den restlichen mehr Bewegungsfreiheit hat?

    Ferse hält noch super, am gelben Gummizug des Einstiegs ist der oberste schwarze Gummifaden gerissen und sichtbar (jedoch ohne Folgen). Downturn ist noch zur Hälfte vorhanden. P3 war glaub ich nach 4 Monate nicht mehr sichtbar.

    Mein Fazit: Geiler, sensibler, bequemer Schuh !!! Geniales feeling nur leider in meinem Fall sehr kurzlebig.

    Nun steh ich vor der Entscheidung: Speedster wiederbesohlen, neu kaufen weil er so geil ist oder Phyton oder Miura VS probieren?

    • kletterschuhtest schreibt:

      Grüß dich,
      die von dir beschriebene Stelle am Innenrist scheint ein häufiges Problem zu sein, was ich so bei meinen Freunden sehe. Deine Technik trägt sicher auch dazu bei.
      Zu der Frage was nun:
      Wiederbesohlen NoEdge ist super teuer und die Güte des Ergebnisses kenne ich noch nicht. (meine Meinung – Lohnt nicht)
      Sowohl Python als auch Miura VS sind geile Schuhe und werden dir Spaß machen. Je nach dem ob Du Lust auf was Neues hast oder nicht – Einstellungssache.
      Reiß an!

  10. Flo schreibt:

    Ahoi,

    geile Seite. Mittlerweile würd ich keine neuen Schuhe mehr kaufen, ohne zuvor hier rein zu lesen…
    Nun meine Frage: Ich hab mir fürs Plastik nen Speedster in 40 gekauft und der ist so geil, der haut mich fast um! Also ich kann echt jeden beschissenen Spax wegtreten und Stehen und hooken auf Slopern ist auch wie als wenn ich festgeklebt wäre… Jetzt neigt sich allerdings die Plastiksaison dem Ende zu und ich brauch was für draussen. Bin im FJ zu Hause und hab bisher 3 mal Boostic geklettert. Den hab ich in 42 und nach ner halben h Backofen und eintragen passt der wie ne 2. Haut! Jetzt bin ich mir allerdings nicht sicher, ob ich mir den nochmal für teures Geld kaufen soll, oder obs der Speedster auch tut??? Geht der Speedster in FJ Löchern? Auch in den kleinen Löchern?? Ein Kumpel von mir hat gemeint, mit dem Futura hats ihn beim Antreten immer aus den Löchern gehebelt. Wie is deine Erfahrung???
    Viele Grüße,

    Flo

    • kletterschuhtest schreibt:

      Hi Flo!
      Danke für die Blumen 🙂
      Speedster war für mich in FJ nicht der Geiste Schuh. Generell komme ich mit derart weichen Sohle am Fels nicht zurecht. In kleinen Löchern schon gar nicht. Hab immer Reibung irgendwo daneben getreten, wenn es ging…
      Boostic hmm. An die Instincts gedacht? Slipper ist recht günstig, spitz und frontal der Hammer!
      Aber jetzt mal zu meiner Frage an dich: Wie backoffen?
      Kannst du da mal ein Rezept posten, eins wo die Sohle nicht im Backoffen bleibt..
      VG

      • Flo schreibt:

        Also den Instinct S find ich persönlich nicht so prall. Den Soloution hat ich vor kurzem mal an, aber der war mir in 40 so bequem, dass ich sofort losklettern hätte können. In 39,5 allerdings wär ich fast nicht reingekommen und hatte das Gefühl, der wär im Vorfuss zu eng. Gibt sich das? Ist das realistisch, den Speedster in 40 und den Soloution in 39,5? Ich hab sehr lange Zehen, vor allem ist der 2. so lang wie der Große.

        Zum Rezept:

        -1 Paar Kletterschuhe der Saison, möglichst eng
        – Paar Kletterfüße nach Geschmack
        Backofen auf ca. 50°C vorheizen

        Backzeit ca 20 min.

        Den Backofen gut vorheizen, die nagelneuen Kletterschuhe bei Umluft in die Mitte des Ofens auf den Rost legen. Nach ca. 20 min. die Schuhe aus dem Backofen nehmen und sofort anziehen. Jetzt die Zeit totschlagen bis die Kletterschuhe wieder Raumtemperatur haben, gelegentlich ein paar Meter herumlaufen (sauberer Boden, da Sohle sehr weich). Kletterschuhe ausziehen.
        Je nach Geschmack und Größe wiederholen.

        P.S.: Angaben ohne Gewähr! Ich hab mir so schon 3 Paar leckere Boostic gebacken und auch dem Speedster hats nicht geschadet. Macht vor allem den Gummi weich und lässt ihn an die aufgestellten Zehen formen.

        Viele Grüße

    • Jonathan schreibt:

      Servus Flo,

      vielen Dank für deinen Tipp, genial einfach. Habs grad mit Speedster und Futura ausprobiert und hat super funktioniert:-)

      Viele Grüße, Jonathan

  11. Flo schreibt:

    Ich muss noch zum Rezept sagen, dass mein Backofen uralt ist und die kleinste Stufe eben 50°. Ich bin mir nicht sicher, ob er die 50° wirklich erreicht oder obs eher 40° bis 45°C sind. Müsst ihr selber ausprobieren, aber meine Oma hat immer gesagt: „Eine gute Hausfrau kennt ihren Herd…“ 😉

    • kletterschuhtest schreibt:

      Ok. Super. Ich habe ein Statement von Scarpa gelesen, dass so ab 40°C (Kofferraum im Sommer) sich die Sohle beginnt zu lösen.
      Ich werde es dennoch wagen dein Rezept auszuprobieren bei nächsten Knaller. Scheint ja ne echte Alternative zu meiner Warm-wasser-therapie zu sein.
      Ich hoffe du findest was für fränkische Löcher. Der neue Stix oder Booster S (der ist aber weich und auch nicht billig…)?
      VG

  12. Flo schreibt:

    Jo, den Booster S werd ich jetzt mal anprobieren. Ne Sohle hat sich bei mir noch NIE gelöst mit der Methode…

  13. René schreibt:

    Ich versteh nicht wie manche den Schuh in 2-3 Nummer kleiner wie Straßenschuhe tragen können. Ich habe schon den Futura in 39,5, eigentlich trage ich die 39 bei Straßenschuhen.
    Habe mir Aufgrund vieler Kommentare den Speedster nun in der 37 bestellt und er ist hoffnungslos zu klein. Jetzt probiere ich die 39…

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