Scarpa Booster

Kletterschuhe Scarpa Booster im Test

Italienisches Intermezzo IV

Die Geschichte

Booster außen s

nach wie vor stylisch

Zum Booster kam ich wie die Jungfrau zum Kinde. Der erste Eindruck in Arco, zum Zeitpunkt des Kaufes von Stix und Mago, hat mich im Vergleich zu den beiden genannten nicht umgehauen. Deshalb bevorzugte ich die die beiden anderen Scarpa Modelle. Nach den ganzen Misserfolgen auf kleinen, miesen Tritten in Kochel suchte ich nach einem Schuh der mir von der Stabilität her das Stehen „auf Allem“ ermöglichte und trotzdem sensibel genug war.

Booster Logo

Name ist Programm

In diesem Zusammenhang probierte ich beim Sporthaus Schuster den Spectro von Scarpa und war wirklich überrascht von den Stehqualitäten des Italieners. Wie vom Hersteller versprochen bot der Spectro Präzision und Stabilität auf Micros. Den Originalpreis wollte ich für die „Überflussanschaffung“ nicht zahlen, also ab auf die Suche ins Internet. Da der bestellte Spectro nun doch nicht lieferbar war, gab ich mich mit dem Booster für 70 EUR zufrieden. Ich hatte aus meinen Erfahrungen mit Scarpa gelernt und orderte den Booster in 41,5 anstatt in 42,5. Was dann geschah, soll hier nun berichtet werden.

Optik, Verarbeitung

Booster v vornDie Form aller Scarpa Kletterschuhe aus der Steep Line sprach mich ausnahmslos an. Auch Booster war keine Ausnahme. Die braune Farbe hat mir jedoch nicht so ganz gefallen, wie das Grün von Stix aber als hässlich würde ich die Optik nicht einstufen. Modern, aggressiv und leistungsfähig – so wirkte Booster auf mich, alle anderen Ansichten sind Geschmacksache.

Die Verarbeitung ließ keine Zweifel aufkommen. Genauso wie bei den vorherigen Scarpas war alles Tip Top und sah nach gewohnter italienischer Qualität aus. Die Dimension der Stärke der Materialien war zwar kleiner als bei anderen (zBsp Five Ten) aber zerbrechlich und agil wirkten die Booster bei weitem nicht. Ansonsten erwartete ich bereits die Probleme an der bereits bekannten Schwachstelle am Obermaterial über den großen Zeh und hatte von der tadellos geschliffenen XSGrip Sohle gewohnt gute Leistungen erwartet. Mit den XSGrip Prägungen hatte ich bisher immer Glück. Sie fanden sich bei meinen Schuhen zwar schon mal am Rand wieder jedoch nicht im Bereich des großen Zehs, wo die Sohle hauptsächlich verschleißt. So auch beim Booster – damit konnte ich gut leben.

Konstruktion

Diese X-Tension ist nahe zu genial

Diese X-Tension ist nahe zu genial

Booster ist vom Konzept her genau so aufgebaut wie der Stix und Mago, Die 3,5mm Sohle nur im Vorderfussbereich und die Fußgewölbe unterstützenden Gummibänder (X-Tension) boten genügend Flexibilität und Formstabilität des ausgeprägten Downturns. Die Zehenbox ist hoch, geräumig und bildet eine ausgeprägte Spitze (ähnlich wie Stix). Der Schuh ist asymetrisch, doch ergonomisch: große Onkel wird in seiner normalen Achse gelassen und nicht Richtung Hallux Valgus Fehlstellung gepresst (wie das bei mir merklich beim zBsp Anasazi VCS und Katana der Fall ist). Bei allen Vor- und Nachteilen der Scarpa Steep Line ist die Anpassung der Form der Schuhe an die Anatomie des Fußes und seine Arbeitsweise, als DIE besondere Leistung von Scarpa Kletterschuhen hervorzuheben.

Krumm, ist aber auch gut so!

Krumm, ist aber auch gut so!

Die Sohle ist etwas (wirklich nur ein weing) härter als die von Stix, kantenstabil und etwas weicher als von Katana  Das TPS ist auch in der Sohle von Booster zu finden, so dass man die Kraft auf natürliche Weise, ohne die Zehen im Schuh zusammenknüppeln zu müssen (Anasazi) aufbauen kann. Der Rand der Sohle ist dabei härter gestaltet als der von Mago. Der innere Bereich der Sohle ist dabei deutlich weicher als von Mago. Insgesamt verleit die Sohlenkonstruktion dem Booster die vom Hersteller versprochene Kantenstabilität und Präzision. Ganz so feinfühlig wie der Stix ist Booster jedoch nicht.

Booster Ferse

leider  nicht  optimal

Die Ferse ist dünn mit Gummibändern gummiert und hat die gleiche Form und Eigenschaften wie Mago und Stix. Die Einstiegsöffnung ist weit und komfortabel zum einsteigen die Zunge aus Leder ist gut geschnitten, beim Anziehen kann sich aber schon mal ne Falte bilden. Meistens muss man deshalb nachruckeln bis man die beiden Klettverschlüsse zuziehen kann. Diese sind im Neuzustand recht ordentlich und fixieren den Schuh gut am Fuß. Der fordere Velcro ist an der Oberseite gummiert, was eine gute Sache bei großflächigen und/oder zu hoch gesetzten Toe-Hooks ist.

Passform

Booster Zehenbox 1

Hoch und geräumig

Die Zehenbox war gewohnt geräumig und somit perfekt für meinen quadratischen Fuß, der selbst bei deutlich kleinen Größenwahl noch relativ gemütlich aufgestellt wurden und alle ohne krasse Druckstellen Platz fanden. Die Passform ist nicht ganz so sockenähnlich wie beim Mago und erinnert mehr an den Stix. Die Ferse ist genau so voluminös, wobei in meiner (knalleng) Variante 41,5 die Ferse bei weniger Luft hatte und nach hinten hin schmaler gewesen ist, als die Fersen der Scarpa Vorgänger. Dennoch gleicht die Fersenform bei meiner schmalen Ferse einem ovalen Luftballon im Vergleich zum State of the Art von Miura.

Der recht ausgeprägte Downturn brachte selbst anfangs keine Probleme mit sich – keine Krämpfe in Fußgewölbe. Den Booster in 41,5 musste ich erst mal gut 5 Bouldereinheiten lang einklettern bevor ich richtig „greifen“ konnte und die Zehen nicht mehr brannten. Das eintragen war dabei weniger schlimm als beim Miura und dem Mad Rock Loco meinen bis dahin engsten Schuhen.

Performance – wie klettert sich der Scarpa Booster

Booster v oben

einer der besten Leisten und Löcher „Knaller“

Das erste Mal in Kochel an der noch etwas feuchten Schmiedwand war ich wirklich sehr positiv überrascht, wie gut Booster auf den feuchten, speckigen und technischen Tritten doch war. Hinstellen, fühlen, leicht aufstellen, belasten – so muss Treten sich anfühlen. Quasi „Out of the Box“ im fast Neuzustand vermittelte mir Booster ein besseres und sicheres Trittgefühl, als der eingekletterte Miura. Super.

Sicherer Halt auf dem Speck in der „Zwinge“

Zu Beginn seiner Karriere überzeugte mich der Booster in Wänden und Platten. Er war so kantenstabil und unterstützend auf kleinen Tritten, dass ich wirklich begeistert war aber auch spürte, dass er sich noch „verändern“ würde. Ich vermisste zwar einwenig das Gefühl für der Tritt, den ich in Stix hatte aber Booster bewährte sich in Kochel sowie in Frankenjura.

Mit ihm konnte ich dann endlich den Lactat Einstieg klettern, was mir weder mit dem alten guten Miura noch mit mittlerweile ausgelatschten Stix gelang.

Booster Ferse hi

Luftballon mit der Neigung in die falsche Richtung

Mit der Zeit wurde er weicher und die Ultratrittqualität ging etwas verloren, doch dafür wurde er ein ganz klein wenig sensibler. Irgendwann so nach 8 Monaten wurde der Booster schon recht schwammig, das fiel mir auf als ich nach dem Versuch im Sommernachtstraum am Kühloch in FJ den Booster gegen den Miura VS austauschte und plötzlich ganz andere Trittqualität erfuhr. Nichts desto trotz blieb der Booster mein treuer Begleiter bei täglichem Klettern und entwickelte mit weicher werdender Sohle immer bessere „Greiffähigkeit“ im stark überhängendem Gelände.

Beim Bouldern konnte ich mit dem Booster ganz gut antreten, ziehen und stehen.

„Das Greifen“ im Dach ist in Ordnung…

Hooken mit der Ferse ging bei normalen Geschichten ganz gut, ich hatte weder am Plastik noch am Fels Probleme. Lediglich bei einem wirklich schwierigen Hook auf Reibung an einem Überhang in Silvretta stieß Booster beim Hooken an seine Grenzen. Die Gummierung löste sich etwas ab und fand einfach keinen halt mit der Luftgefüllten Ferse auf der flachen Rampe. Zum Glück bekam ich von meinem freundlichen Begleiter den Jet 7 von Five Ten ausgeliehen, der sich nach meinem anfänglichen Misstrauen wahrlich an der Stelle klebte wo Scarpa Booster Minuten zuvor scheiterte.

irgendwann haften die Velcros leider nicht mehr

irgendwann haften die Velcros leider nicht mehr

Die Toe-Hooks waren anfangs so gut wie nicht möglich. Die stark aufgestellten Zehen im engen Schuh und der starke Downturn machten selbst Toe-Hooks an großen Plastik griffen zu einer schmerzhaften Tortur. Später als der Schuh sich dehnte und flexibler wurde, besserten sich auch die Toe-Hook Eigenschaften, wobei der Booster nie an ein Moccasym herankam. Der Grund dafür sind die stark aufgestellten Zehen die das Umklammern der Hookfläche durch das Anheben der Zehen verhindern. Selbst wenn man mit dem Anheben des ganzen Fußes arbeitet, ist die Gummierung im Zehenbereich zu dünn, so dass der Druck auf die Zehengelenke beim Toe-Hooken groß ist und Schmerzen verursacht. Eine bessere Gummierung a la Solution oder Speedster würde hier Abhilfe verschaffen, denke ich.

Haltbarkeit

Leider löst sich die Gummierung ab

Die Haltbarkeit des Scarpa Booster überraschte mich. Ich bin mit dem Schuh nun über ein Kalenderjahr viel geklettert und er hat weder einen Loch im Obermaterial über den großen Zeh bekommen, noch einen Loch in der Sohle (obwohl sie jetzt wirklich runter ist). In seinen letzten Monaten wurde er zunehmend schwammiger so dass selbst das Treten von kleinen Spax nicht mehr so Freude bereitet wie zu Beginn. Aber die Lebensdauer der Sohle im Verhältnis zu Beanspruchung ist phänomenal.

Fast am Ende ihrer Karriere – die robuste Sohle

Ich frage mich ernsthaft was La Sportiva beim Miura und Katana im Punkto Sohlenhaltbarkeit falsch macht, denn das Gummi XSGrip ist bei Scarpa wie bei La Sportiva verbaut. Wenn Miura VS solange ohne Loch an der Spitze auskommen würde, wäre er für mich persönlich noch mal um einiges attraktiver.

Das Obermaterial zeigt zwar nach dem intensivem Gebrauch Spuren der Abnutzung aber einrichtiges durchscheuern wie bei Mago und Stix kann ich nicht feststellen. Ich vermute es lag daran das der Druck beim Booster in 41,5 sich besser auf alle Zehen verteilt hat und deshalb nicht eine einzelne Stelle überbeansprucht wurde. Nach einem Monat löste sich zwar die Randgummierung am großen Zeh vom Obermaterial ab, aber es trat weder eine Verschlechterung der Leistung noch des Komforts ein. Ist also nicht tragisch, muss (darf) aber auch nicht sein.

strapazirt aber noch ganz!

Das einzige große Manko, das am Ende mehr und mehr störte ist die Qualität der Klettverschlüsse, die mit der Zeit immer schlechter hielten. Von Anfang an boten sie keine überragende Haftung wie etwas beim Katana oder Five Ten Anasazi, hielten aber den Schuh gut am Fuß. Später verlor der als erster der vordere Gummierte Velcro an Haftung, bis dann beide vollständig den Geist aufgaben. Es ist wirklich sehr nervig wenn man, den Schuh streichelnd und drückend zu macht, auf den Tritt steigt den Fuß anspannt und der Velcro dabei aufspringt. Für 109 EUR müssen die Klettverschlüsse einfach besser sein und nicht vor der Sohle (!) aufgeben!!!

Empfehlung/Einsatzbereich/Klettergebiet

"steile Karriere" - von Platte zum Dach...

„steile Karriere“ – von Platte zum Dach…

Der Scarpa Booster war bei mir im sehr intensiven Gebrauch. Im Unterschied zum Miura wurde er nicht nur für das Felsklettern benutzt, sonder auch am Plastik „missbraucht“. Er brachte wirklich gute Leistungen in allen Bereichen: von Platte in Kochel, Wand in Silvretta bis zum Fränkischen Überhängen bewährte sich Booster in wirklich schonungslosen Einsätzen. Ich kletterte den Booster sehr gerne (und mache es an seinen alten Tagen immer noch im Training). Die Aussage des Herrstellers bezüglich der Vielseitigkeit dieses Schuhs kann ich voll bestätigen. Ob ich ihn zum Mehrseillängen nehmen würde weiß ich nicht (sehr unwahrscheinlich). In der „getesteten“ 41,5 Variante sicher nicht. Die Stehqualitäten im senkrechten, schwinden mit der Benutung, so dass Booser mit der Zeit immer besser beim graben im Überhang wird. An diese Stelle würde ich den Booster uneingeschränkt als Allzweckwaffe für so ziemlich alles Empfehlen. Wer einen Schuh dieser Art sucht ist mit ihm gut beraten – vorausgesetzt die Passform taugt den eigenen Füßen (Anprobieren!!!). Bei einem Preis von 70 EUR im Internet verkraftet man den Nachteil mit den Velcros schon mal, zu dem die Performance stimmt.

Fazit

Trotz des Alters eine klare Empfehlung

Trotz des Alters eine klare Empfehlung

Scarpa Booster in der Tat ein Allroundtalent. Er bringt seine Leistung von Beginn an und fühlt sich in FJ, Voralpen und Granitgebieten wohl. Sowohl beim Bouldern als auch beim Klettern ist Booster (sehr) gut zu gebrauchen. Die Vorteile wie Trittqualität in allen Neigungen, Hooken auf positiven Strukturen und Haltbarkeit übewiegen in meinen Augen vor schlechten Velcros und mäßigen Toe-Hookeigenschaften. Für den aktuellen Preis von 75-100 EUR auf jeden Fall für „Quadratfüßler“ zu empfehlen.

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Weitere Informationen

Testbericht Scarpa Boostic

Testbericht Scarpa Booster S (Nachfolger)

Testbericht Booster (engl) auf rock+run

Größenvergleich der Kletterschuhe

und ein Video da sieht man deutlich was der Schuh alles kann.

4 Antworten zu Scarpa Booster

  1. Philip schreibt:

    Hi!
    Nachdem ich fast täglich Deinen Blog lese möchte ich einmal Danke sagen, für die große Mühe, die Du Dich machst! Mir ist keine Quelle bekannt, die sich so umfassend mit dem Thema beschäftigt, wie diese. Top!
    Ein Grund für den oftmaligen Besuch der Seite ist auch, dass mein Fuß (Straßenschuhgr. ca.41) dem Deinigen sehr ähnlich ist. Römische Zehenform, eher breit und eine eher schmale Ferse.
    So bin ich mittlerweile ebenfalls bei Scarpa gelandet und der Instinct S (gr.39, bequem) ist bis jetzt meine nr.1 was die Kombination aus Passform, Präzession, Sensibilität und Hookeigenschaften betrifft. Das einzige was ich Vermisse ist ewas mehr Power (Druck die der gr. Zeh aufbaut), wie ichs z.b. beim Solution oder 5.10 Team empfunden habe.
    Also den Scarpa Boostic bestellt, der mir in 39 sehr gut passt. Allerdings bin ich einwenig Skeptisch, was die XS Edge Sohle und die steife Auslegung des Schuhs betrifft. Mit meinen 63kg bevorzuge ich eindeutig weiche Schuhe mit denen man im Überhang gut „greifen“ kann.
    Da ich gehört habe, dass Scarpa Rockette für ein Damenmodell sehr breit sein soll und die Ferse deutlich weniger Volumen hat, als beim Booster, bestellte ich mir auch dieses Modell. Gr. 39 habe ich gleich mal verworfen, da sie im Vorfußbereich zwar super passt, aber im Mittelfußbereich ziemlich locker sitzt und die Ferse einiges an Luft hat. Also den Fuß in 38,5 gequetscht, was aber in die Kategorie „geisteskrank Eng“ fällt. Sehr starker Druck auf die Achillessehne, und die Zehen so starkt komprimiert, dass es beim gr. Zeh von unten auf die Spitze des Zehennagels drückt und der kl. Zeh das Randgummi wirklich extrem Ausbeult. Die Ferse sitzt aber quasi Luftleer 🙂
    Also was tun? Die Rockette behalten und versuchen zu dehnen (warmes Wasser etc.) oder beim Boostic bleiben?
    Wie sind Deine bisherigen Erfahrungen bezüglich Sensibilität und „Greiffähigkeit“ des Boostic?
    Ansonsten habe ich mir noch den 5.10 Blackwing überlegt, obwohl Synthetikschuhe wegen des Geruchs für mich eigentlich ein no go sind. Schnürer fallen weg, da sonst meine Kletterpartner wahnsinnig werden, und ich mich mehr auf den perfekten Zug der Schnürung, als die Crux konzentrieren würde 😉

    • kletterschuhtest schreibt:

      grüß dich!

      Zum thema blackwing: vergiss es der ist sehr weich, da kriegst du noch (deutlich) weniger Druck auf den Punkt wie beim Instinct S (leider).

      Vergiss es Rokete zu dehnen. Vertane Mühe wie ich mittlerweile finde. Lieber einen Schuh der richtig passt!!! Verglichen mit dem Booster ist Boostic „ähnlich“ Steif. Richtig greifen konntet ich mit dem Booster auch nicht. Nur die Halbsohle hat etwas Flexibilität erlaubt. Boostic ist ein ganz anderer Schuh, werde aus ihm noch nicht so recht schlau. Auf alle fälle ist er sensibler als Booster (nach Paar mal klettern, wird die Spitze weicher) und weniger kantenstabil an der Spitze als Stix (leider). Insgesamt finde ich Boostic schon ganz cool. Greife auch gerne mit den Zehen, ist zwar nicht der Solution oder Speedster aber geht schon. So lange habe ich ihn noch nicht. Für den Fels ist er für mich besser als Instinct (Lace und S). Mehr Support und Tick sensibler als Instinct – aber echt schwierig zu vergleichen.

      Was XS-Edge angeht: ich weiß´nicht was alle haben!
      Das Gummi ist echt top. Man muss es halt sauber halten, dann pappt es wie das Alte XS Grip. Da ich 83 kg wiege hebt XS Edge bei mir auf Reibung super. Auch so habe ich mit dem Gummi und dem Schuh (Boostic) keine Probleme. Nur irgendwie finde ich den Stix immer noch besser. Boostic könnte imho den großen Zeh noch stärker nach hinten drängen.

      Empfehlung: Wenn dir Boostic gut passt, quäl dich nicht mit zu kleinen Schuhen rum! Mach dir kein Kopf wegen Gummi. Wie Instinct S wird Boostic jedoch nie/nicht sein. Er ist aber etwas sensibler als Booster, Stix, Feroce und Instinct Lace. Finde ich…

      Echt schwer den Schuh einzuordnen… deshalb warte ich noch mit einem Bericht. Komme aber gut zu recht am plastik und fels.

      Wie viel hat bei dir der Instinct S nachgegeben mit der Zeit so im Vergleich zum 5.10 Team?

      • Philip schreibt:

        Danke für die schnelle und sehr hilfreiche Antwort!
        Rockette ist wieder zurückgeschickt, mal sehen wie sich Boostic so macht.
        Meine Skepsis gegenüber XS Edge kommt von den Erfahrungen mit Katana. Bei dem hatte ich am Anfang wenig Vertrauen was die Hafteigenschaften der Sohle betrifft und Rutschte ein paar mal von Tritten ab. Lag vielleicht aber auch an der nicht optimalen Passform. Die Sohle fand ich einfach zu Steif und nicht sensiebel genug. Auch sind es oft leichtgewichtige Personen, die mit XS Edge unzufrieden sind, während Leute mit ein paar Kilo mehr keine Probleme haben. Aber Deine Erfahrungen mit Boostic klingen vielversprechend 🙂
        Bezüglich Dehnung von Instinct S: Erst als er schon ein Loch in der Spitze hatte und sich das Randgummi im Bereich des Toehookpatch abzulösen begann, ging er ziemlich auseinander. Bis zu diesem Zeitpunkt vielleicht eine 1/4 Nummer.
        Team dehnte sich da stärker (ca. 1/2 Nummer). Was beim Team interessant war: War er vollgeschwitzt passte er ganz gut. Ließ ich ihn jedoch trocknen so kam er mir wieder so eng vor, wie im Neuzustand. Erst durch neuerliche Nässe war die Dehnung spührbar.

      • kletterschuhtest schreibt:

        Danke für die Info mit dem Instinct S. So richtig nachhaltig baut Scarpa leider nicht. Je nach Modell. Eine Wiederbesohlung und der Schaft ist fertig.
        Five Ten hebt deutlich länger. Deine Erfahrung kann ich zu 100% bestätigen. Mein Anasazi kommt mir voll geschwitzt immer etwas größer vor. Dehnt sich aber nicht langfristig, sondern kommt beim Trocknen wieder in ursprüngliche Form. Boostic hebt wirklich ganz gut. Immer noch keine Probleme!
        Gruß

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