Scarpa Mago

Der Magier für Spezailfälle im Test

Kletterschuhe und Kletterkönnen Teil V

Das zweite italienische Intermezzo oder die Kletterschuhe  Scarpa Mago im Test

Nicht von der Bananenform abschrecken lassen!

Nicht von der Bananenform abschrecken lassen!

Parallel zu den Schmerzen und dem unsensiblen Stehen mit Miura kam der Sinneswandel nach dem Motto: „Füße in engen und unpassenden Schuhen zu vergewaltigen bringt nichts“. Ausgelöst wurde es durch den Fall eines Kletterfreundes, der durch das jahrelange Tragen von (zu) engen Kletterschuhen ein Ganglion am Zehgelenk bekam. Diese „rosige“ Aussicht veranlasste mich schließlich in Arco nach Alternativen zum Miura zu suchen. Ich probierte Mythos von La Sportiva aber der als Komfortwunder angepriesener Alpinklassiker passte mir überhaupt nicht bei den Zehen, und zwar unabhängig von der Schuhgröße. Ich probierte La Sportiva Testarossa, der mir zu unbequem erschien und zu dem zu weich beim frontalen Antreten im Geschäft war. Ich probierte Anasazi Verde, der nicht im Ansatz bei den Zehen passte und daher als Anschaffungsvorhaben sofort verworfen wurde. Der Verde hat nichts mit der Passform von dem „Anasazi Pinki“ zu tun, begeistert dennoch eine Masse an Kletterern mit der ägyptischen Fußform.

Ein optischer Leckerbissen

Ein optischer Leckerbissen

Schließlich kam ich darauf neue Scarpa Modelle zu probieren: Booster, der an den Zehen zu drücken schien, Stix, der zwar nicht ganz hauslatschig daher kam, aber ein verdammt gutes Trittgefühl zeigte und Mago den Schnürer, der bis dato der Bequemste und dem Passformoptimum sehr nahe stehendes Modell war, jedoch beim Antreten nicht die gleiche Qualität bot wie der Stix. Hin und her gerissen kaufte ich im Urlaubskaufrausch den Mago (wegen der Passform) und den Stix (wegen der Performance). Bei der Größe wählte ich die 42,5 ein Maß, bei dem ich keine Eintragezeit benötigte und sofort loslegen konnte. Im nach hinein hätte ich diesen Schuh wegen der späteren Dehnung in 41.5/42 kaufen sollen. Beide Schuhe (sowie alle Schuhe der Steep Line von Scarpa) sind typische „out of the box“ Schuhe, d.h. man kann sie nach dem Kauf sofort benutzen ohne sich Gedanken, ums einklettern zu machen. Diese Schuhe bringen sofort ihre volle Leistung (evtl. sogar die beste Leistung ihrer „Karriere“).

Fürstl sein Erbe stellte Mago auf ein Harte Probe

Bequemlichkeit halber kam der Mago als Erster zum Einsatz am Fels. Seine „Feuertaufe“ erhielt er in Sparchen, das für Fußarbeit betonte technische Kletterei bekannt ist. Von Anfang an war ich wirklich total begeistert von diesem Schuh. Er saß an dem Fuß wie eine Socke, genau so wie vom Hersteller angepriesen … Mago ist ein Kombi aus Leder und Lorica – einem synthetischen Material, das weich und anschmiegsam ist und sich nicht dehnen soll. Lorica ist (wie mittlerweile in vielen La Sportiva und Scarpa Modellen der Fall) in der Zehenbox verbaut und sorgt dafür, dass die Aufgestellten Zehen an den Knöchel deutlich weniger Druck und somit Schmerzen erfahren müssen. Es fühlt sich eben wie eine neoprenartige Socke an und sollte die Beständigkeit der Schuhform garantieren.

Die Sohlen Konstruktion und die bullige, weite Ferse

Die Sohlen Konstruktion und die bullige, weite Ferse

Die Zehenbox ist sehr geräumig und passte wirklich perfekt zu meinem breiten Vorderfuß. Die bananenartige, stark asymmetrische Form war erstaunlicherweise superkomfortabel. Der Schnitt des Schuhs ist bis auf die sehr starke Vorspannung nahe zu ergonomisch, ein Ergebnis der Ausrichtung der Designer an der Optimierung der Kraftübertragung unter Berücksichtigung der menschlichen Anatomie. Damit schafft Scarpa aus meiner Sicht als erste Firma den Spagat zwischen dem (Sofortigem!) Komfort und Performance beim Antreten und Kraftübertragen. Die unterschiedlichen Fußvolumen können ohne Probleme mittels der ebenfalls asymmetrischen, alles andere als schnellen, Schnürung im Schuh sicher verstaut werden. Den mittlerweile größer gewordenen Mago trage ich nur deswegen heute noch, weil ich das Ergebnis der recht starken Dehnung (auch in der Zehenbox) mit der Schnürung noch einigermaßen ausgleichen kann.

Die Zunge kann zwar unten verrutschen, an sich aber TOP

Die Zunge kann zwar unten verrutschen, an sich aber TOP

Die Ferse war dagegen viel zu bullig und hatte ganz viel Luft an beiden Seiten und unten an der Spitze der Ferse – keine rosigen Aussichten auf gute Hookeigenschaften. Die Vorspannung der Magos ist wirklich stark und wurde im Laufe der Zeit nur geringfügig weniger. Ein Phänomen, das ich so bei anderen vorgespannten Schuhen bis jetzt nicht beobachten konnte. Die Konstruktion und Form des Schuhs erinnert stark an den Testarossa von La Sportiva, was sicher an dem gleichen Designer der beiden Schuhe liegt. Jedoch besitzt Mago eine breitere Zehenbox sowie Ferse und deutlich sensiblere Sohlenkonstruktion. Die Form ist nahe zu gleich, außer das Mago trotz des Asymmetrie den großen Zeh kaum in Richtung der kleinen drückt, sodass die Form deutlich ergonomischer ist.  Die Sohle ist von der Spitze bis zur Ferse nicht durchgehend wie etwa bei Miura, sondern endet mit dem Mittelfuß. Der Rest des Schuhs ist mit den ca. 3cm breiten Gummizügen überspannt, was den gleichen Effekt haben soll wie das Tapen des Fußes bei Verletzungen: Stabilität, Kraftübertragung und Kontrolle. Diese Konstruktion bringt das Greifen mit Zehen in die neue Dimension, denn dank der „flexiblen“ Umspannung des Gewölbes der Fußsohle kann man den gesamten Vorderfuß nach vorne krümmen.

Auf Griffleisten Super – man fühlt jeden Kristal

Die Sohle im eigentlichen Sinne ist auch innovativ konzipiert und umgesetzt. Die Sohle ist in sich relativ steif und hat eine Wölbung, die in das Innere des Schuhs zeigt. Diese stellt den steifsten Bereich der Sohle dar, befindet sich genau unter dem Zehenmittelgelenk des aufgestellten großen Onkels und sorgt für eine wirklich merkliche und effektive Unterstützung. Hier liegt auch das Problem der Größenwahl: Nehme ich einen Schuh bei dem dieses „Toe Power Support“ optimal passt, ist der Schuh am Anfang vor der Dehnung super, danach aber etwas zu schwammig durch die Weitung des gesamten Schuhs.

Die Vorspannung der Ferse drückt schon gut ein...

Die Vorspannung der Ferse drückt schon gut ein…

Der Rand der Sohle – also die Kante, auf der man steht ist dagegen relativ weich gestaltet, als ob die stabilisierende Mittelsohle nicht bis zum Rand gehen würde. Dadurch spürt man natürlich alles, was man unter dem Schuh hat, leider auf Kosten der Kantenstabilität. Durch diese Konstruktion kann man nicht nur mit dem Fußgewölbe graben, sondern mit dem Zeh die Tritte aufstellen. Die „kraftvollste“ Stelle der Sohle ist nicht die Kante der Spitze, sondern die Fläche unter dem großen Zeh. Da kann man bei genügend Zehpower unterstützt durch das „TPS“ wirklich einmalige Kraftleistungen erreichen. Das kann man sich wie beim Griefen mit den Händen vorstellen: Greift man mit geschlossenen, durchgestreckten Fingern, kann man nur ganz wenig Kraft aufbringen, dies ist meiner Meinung nach mit dem Treten eines Anasazis vergleichbar. Krümmt man die geschlossene Hand zum Bogen kann man deutlich mehr Kraft aufbringen und ziehen (etwa wie der Evolv Predator oder Talon). Stell ich die Finger der Hand auf, so erreiche ich den besten Kraftschluss. So fühlt sich das Treten/Greifen mit dem Mago an – bildlich gesprochen …

Die Ferse ist Schrott - leider

Die Ferse ist Schrott – leider

Aus meiner Sicht ein natürlicher Ablauf, der vom Aufbau des Kletterschuhs nicht künstlich entstellt wird und ein intuitives Klettern ermöglicht.Die farbliche Gestaltung ist bekanntlich Geschmacksache, die nicht nur personenbezogen variiert, sondern auch einem zeitlichen Wandel unterliegt. Anfangs fand Unauffälliges grün super, nun mag ich buntere Farben an den Füßen … Die Performance des Magos nach dem Schema „Frontal, Außenkante, Innenkante zu beurteilen ist schwierig und wird dem Schuh (wir im Prinzip jedem Schuh) nicht gerecht. Die erste Tour in Sparchen, brachte sowohl Vorzüge als auch Nachteile an das Tageslicht. Durch die äußerst sensible 3,5mm XSGrip Sohle konnte man wirklich gut auch schwierige, abschüssige, abgespeckte Tritte erfühlen, Kraftschluss herstellen und belasten. Stehen auf kleinen Leisten etc. in der Senkrechten und Platten hat sich dagegen deutlich schlechter angefühlt und brachte ein Gefühl der Unsicherheit, was für eine kleine Enttäuschung sorgte.

Die Vorspannung ist genau richtig

Die Vorspannung ist genau richtig

Die mächtige Vorspannung der „grünen Banane“ sorgte bereits nach der ersten Tour im Fußgewölbe für leichte Krampfanzeichen. Die Vorspannung gab nach ein Paar Klettertagen jedoch nach, sodass längere Klettereien kein Thema wurden. Insgesamt kam ich an diesem Tag in Sparchen alles bis 7+ hoch und hatte meinem Kletterpartner nach jeder Tour aufs Neue erzählt wie geil sich dieser Schuh doch anfühlt. Eine herbe Enttäuschung erfuhr ich jedoch in Kochel, entweder wurde die Sohle noch weicher oder die Eigenart der Kocheltritte passte dem Mago einfach nicht, aber im Einstieg von „Muffin Man“ hatte ich einfach keine Chance mit diesem Schuh. Das es nicht an eigenem Können lag zeigte der nächste Versuch mit dem Miura, bei dem plötzlich alles ging. Die Siebener in Kochel bekam der Mago zwar auf die Reihe alles darüber hinaus war für mich nicht möglich.

Perfekt abgestimmter Schuh

Perfekt abgestimmter Schuh

In Frankenjura musste ich dann nicht um die Tritt Performance trauern – in der Fränkischen fühlte sich der Zauberer super wohl. Es liegt daran, dass die Fränkische oft kleine aber positive Tritte sowie große „unförmige“ Tritte mit rausstehenden Strukturen bietet. Und das die Wände meist mindestens senkrecht sind. Als Erstes wusste ich Magos Leistungen am populären Weißenstein zu würdigen. Trotz der abgespeckten Tritte hatte ich ein supersicheres Gefühl beim Belasten der speckigen Tritte und rutschte nirgends ab. In meinem Projekt „Dampfhammer“ gelangen mir Fortschritte und selbst im „Akku“ mit der schlechteren Trittauswahl, bei der ich früher mit Miura Probleme hatte, konnte ich unerwartete Weise auf allen Tritten einen optimalen Form- und Kraftschluss (eben durch das Aufstellen des Tritts) herstellen.

gar nicht asymmetrisch wie man von oben immer denkt

gar nicht asymmetrisch wie man von oben immer denkt

Dadurch fiel mir der „Akku“ deutlich einfacher als je zuvor. „Wow“ dachte „endlich habe ich gefunden, was du kannst – Mago!“. Der Dampfhammer wurde nach ein Paar Anläufen bewältigt und Mago wurde zum Kletterschuh Nr. 1 in dieser Zeit. Selbst im Kaiser nahm ich ihn für die Baseclimbs her und profitierte von seinen Eigenschaften und wirklich bis dato einmaligen Komfort. Was Mago gar nicht konnte war das Hooken, die Ferse war mir nicht nur etwas zu groß, sondern ging einfach gar nicht für anspruchsvolle Hooks. Für die meisten Routen hat zwar bei den Hooks gereicht mehr aber auch nicht.

Das Obermaterial nutzt sich schneller ab als die Sohle!

Ein weiterer Wermutstropfen war die Haltbarkeit. Nicht Sohle war hier der Schwachpunkt, denn diese bewährte sich im Unterschied zu den Vorgängern sehr gut. Der Mago wird nach einem Kletterjahr immer noch von mir verwendet, was das doppelte an Lebensdauer eines gleichwertig mit XSGrip ausgestatteten Miuras ist. Bei Mago schwächelte das Obermaterial und zwar an den Punkten wo die Knöchel der Zehen hervorkamen. An diesen Stellen rieb sich das Material stark ab. So stark, dass ich den Schuh schonen musste, damit der große Onkel nicht irgendwann aus dem Loch guckt. So einen „atmenden Onkel“ habe ich bei einem Kletterer im Fall Booster gesehen. Ein Loch im Obermaterial macht eine Wiederbesohlung sinnlos, weil der Schuh, zwangsläufig die Form verliert und dadurch Eigenschaft Kraftübertragung einbüßt.

Präzise und gefühlvoll - geile Zehenbox, geile Spitze

Präzise und gefühlvoll – geile Zehenbox, geile Spitze

Mein persönliches Problem mit der Konstruktion war zudem, dass die Hühneraugen an den Gelenken der großen Zehen sehr schnell größer wurden, durch die aufgestellte Stellung der Zehen in der Box. Nichtsdestotrotz ist Mago für überhängende Kletterrouten einsame Spitze, was in Deutschland noch nicht so viele erkannt haben. Ich sah bis jetzt so gut wie keinen mit Mago am Felsen, was ich aufgrund seiner Leistungen in der Fränkischen nur mit schlechten/keinen Vermarktung erklären kann. Der Verschleiß der Sohle ist wirklich gering und ermöglicht viele Klettermeter. Die Dehnung sollte einkalkuliert werden, beim nächsten Mal würde ich den Schuh wahrscheinlich in 42 oder 41,5 kaufen.

Trotz der Schnürung ganz nach vorne, wurde an Toe-Hooks gedacht

Trotz der Schnürung ganz nach vorne, wurde an Toe-Hooks gedacht

Die Schnürung funktioniert zwar nicht schnell aber zuverlässig – keine gerissenen Schnürsenkel oder Ösen, und ermöglicht super Anpassung an den Fuß. Was für eine fette Ferse man haben muss, um das Hinterteil des Magos auszufüllen weiß ich nicht, da hat der Heinz im Vergleich zu seiner Arbeit bei La Sportiva deutlich nicht ins Schwarze getroffen. Die Performance ergibt sich aus den anatomisch funktionellen Gegebenheiten des Fußes und lässt ein „Aufstellen“ der positiven Tritte (egal wie klein) zu. Eine gehörige Portion Power bekommt man mit der Zeit auch. Wenn man diese bereits mitbringt, werden die Platten auch nicht so dramatisch sein, eine tick bessere Kantenstabilität würde ich mir jedoch persönlich wünschen.

Fazit

Einer der besten ever ever - ohne Mist

Einer der besten ever ever – ohne Mist

Scarpa Mago bittet eine perfekte Passform für breite Füße mit allen möglichen Zehformen. Unvergleichbarer Komfort (eine Socke!). Mago ist nichts fürs Bouldern da dies absolut nicht sein Ding ist. Die Sohle hält aber sehr lange (das habe ich in diversen Gesteinssorten testen können). Super ist deren Funktion: Zeh auf den Tritt, aufstellen und weiterziehen – Top! Ein Schuh für fränkischen Überhänge und Urlaube auf Malle und in Süd Frankreich. Hookerei ist nicht sein Gebiet. Er ist eine etwas sensiblere und spezialisiertere Alternative zum Testarossa.

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Weitere Informationen:

Testbericht Scarpa Stix

Testbericht La Sportiva Testarossa

Review von Dave McCleod auf rock+run


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22 Antworten zu Scarpa Mago

  1. Kampinho schreibt:

    Hallo, ist deiner Meinung nach der Mago steifer als Stix? Auf der Scarpa-US-Seite wird er so beschrieben- in Deutschland nicht… Die Sohle ist gleich dick (3,5 mm).

    Vielen Dank für deine Hilfe!
    Gruß
    Roland

    Achso, wenn du die Wahl hättest hinsichtlich Overall Performance: Mago oder Stix?

    • kletterschuhtest schreibt:

      Hallo,
      Bezüglich Steifigkeit kann man so nichts sagen. Weil:
      Mago, ist steifer direkt unter dem Zeh (da wo dieser TPS Toe Power Support Hügel ist). Dafür ist er an der Spitze und Kante deutlich weicher. Hat den Vorteil, das man mehr Gefühl hat und an Tritten mit ausgeprägten Kante (Fränkische) super „pinchen“ kann. Kleine abschüssige Dellen und Leisten sind dagegen echt mies denn man bekommt in diesen weichen Bereich am Sohlenrand keine Unterstützung. Toe Hooks sich schlechter als beim Stix. Hooks genau so sch… wie Stix.
      Stix ist etwas weicher unter dem Zeh (aber immer noch steif für einen Slipper – in etwa wie Booster), hat dafür aber eine wirklich harte Spitze und Kante. Hat etwas weniger Gefühl (minimal) kann dafür ALLES stehen. Ist wirklich Hammer! Nachteil – Passform. Du kannst ihn nicht mit Schnürung enger machen. Und der gibt definitiv MIN. 1/2 Größe nach!
      Problem bei beiden. Die gibt es nicht mehr wirklich in DEU zu kaufen.
      Einfache Antwort bzgl. Overall Performance: STIX. Wenn er dir passt (hat viel Volumen ist aber schmaler als Booster) und du noch einen findest schnapp ihn dir 😉
      Wenn du keinen findest, oder er passt nicht. Dann versuch mal den Boostic. Er ist schmaler als alle Scarpas (Booster, Stix, Mago, Instinct) die Performance ist bis jetzt super! Irgendwie nicht zu vergleichen mit Stix aber der kann auch alles stehen + hooken + toe hooken. Kriegst an jeder Ecke, kostet aber ne Stange Geld 😦
      Hoffe es hilft!
      Gruß

  2. Kampinho schreibt:

    Vielen, vielen Dank für deine Antwort. Mit Boostic habe ich auch schon geliebäugelt – nachdem schon so viel Positives Feedback gekommen ist! Werde aber doch jetzt wohl versuchen mir noch einen Stix zu angeln.

    Gruß

  3. chris schreibt:

    hallo, ich habe mir auch den Mago besorgt und möchte ihn direkt mit dem Testarossa vergleichen. Ich kann gar nicht glauben, dass dir der Testarossa unbequemer war als der Mago. Mir geht es genau anders herum. Der Testarossa war wie eine Socke, der Mago schmerzte nach einer (längeren) Route. Aber nicht so schlimm, wie damals Katanas und Co.
    Klettertechnisch finde ich den Mago unsensibler und härter als den Testarossa. Ich rutsche mit dem Mago teilweise ohne Vorwarnung ab. Mit dem Testarossa hatte ich das Problem noch nie und fühle mich deutlich sicherer im La Sportiva.
    Der Vorteil vom Mago ist die längere Haltbarkeit. Auch nach Monaten hatte der Mago noch eine scharfe Kante, während der Testarossa runder wurde (dafür sensibler).
    Ich werde mir wieder den Testarossa kaufen. Gefällt mir mitlerweile sogar besser als der Solution (der bisher mein Fav war).

    • kletterschuhtest schreibt:

      Grüß dich,
      Sag mal bitte wie deine Größenwahl bei beiden ist. Mein Mago (lange her) war ziemlich groß, war vielleicht deshalb bequemer als ein MINIMAL großer Testarossa. Wie auch immer. Interessant ist das der Mago bei dir auch langsamer verschleißt. Hat der aktuelle Mago eine XSGrip2 Sohle? Abgerutscht bin ich mit dem Mago auf ganz kleinen abschüßigen Tritten (Fels) immer. Auf kleinen positiven Leisten war der SUPER. Egal. Hauptsache du hast etwas gefunden was gut funktioniert.
      Viele Grüße

  4. chris schreibt:

    meine Größenwahl war/ist:
    Testarossa (bequem): 40
    Solution (ziemlich eng): 40,5
    Mago: 42
    normale Schuhgröße: 42,5
    Die Sohle vom Testarossa weiß ich nicht, stand glaub ich nix d’rauf und jetzt bin ich aber nicht daheim, um nachzuschauen..
    Ich hab meinem Kumpel die Magos gegeben (vorher La Sportiva Miura 40,5) gegeben und der ist recht glücklich mit den Teilen.

    • thrashhard schreibt:

      Also nach deiner Größenwahl wird die schlechte Performace des Mago daran liegen, dass er schlicht zu groß ist. Den Mago/Rockette und all seine anderen Erscheinungen hab ich immer in 40,5 bei gleicher Schuhgröße wie du und dann rutsch man nie von Tritten ab sondern steht auf Tritten das man seinen Augen nicht traut
      Diese Schuhe mit Halbsohle sind alle Butterweich (außer dem Solution) und bei solchen Schuhen ist es dann umso schlimmer wenn man sie zu groß kauft da sie dann keine gute Performance abliefern. Dieses X Tension System ist auf Spannung aufgebaut und die Schuhe haben keine Zwischensohle im Gegensatz zu vielen anderen Modellen. Wenn der Schuh dann nicht unter Spannung steht weil du ihn zu groß kaufst dann geht da garnichts.
      Wenn du einen Schuh wie den Mago nicht ertragen kannst in so einer engen Größe dann ist er einfach nicht passend für dich.

      • kletterschuhtest schreibt:

        Lieber trashhard, ich liebe deine Kommentare … BAM!
        ich glaub ich muss was klarstellen:
        1. Die Performance des Mago fand ich NIE schlecht. Er ist halt kein Allrounder. Dennoch einer der besten Schuhe die ich hatte.
        2. Mago hat definitiv eine Zwischensohle (taste doch einfach mal) nur ist er an der Spitze und am Rand der Sohle weicher als Booster/Stix usw. WEIL die Zwischensohle nicht überall gleich dick (oder überhaupt da) ist. Solution ist 100%ig weicher als Booster und Mago. Kannst du biegen, tasten, drücken – in jede Richtung das gleiche Ergebnis.
        3. Mach doch einen Vergleichstest: Ziehe li. Mago in 40,5 an und re. Booster und stellt dich mit beiden auf einen ähnlich schlechten Tritt, dann wirst du merken was ich mit der „schwächeren“ Kantenstabilität des Mago meine.
        4. Ich bin VOLL bei dir, dass du mit einem maximal kleinen Schuh (egal wie weich der ist) alles stehen kannst.

        Wo ich jedoch nicht bei dir bin (und da würde ich gerne wissen wie das Zustande kommt) ist die Größe. Ich kriege meinen Fuß in kein Booster/Stix/Mago in der Gr. 40,5 rein. NEVER. Bei der Gr. 41,5 ist definitiv Schluss. Das geht anatomisch einfach nicht.
        Aber vielleicht hat Scarpa seit 2006-2008 auch an den Größen was verändert, seit dem hatte ich nämlich keinen Booster oder Mago mehr. Probier ich bei Gelegenheit mal an.

  5. thrashhard schreibt:

    Ganz abgesehen davon dass ich auf Chris Kommentar geantwortet habe:

    Ich habe mein erstes paar Magos mal beim trocknen auf den Kamin gelegt und dabei dummerweise auf sie vergessen über Nacht.
    Nunja am nächsten Morgen hatten sie keine Sohle mehr oben da sich durch die Hitze der Kleber gelöst hatte. Ich habe also in den Mago schon hineingeschaut und kann dir versichern, dass da keine Zwischensohle ist. Da ist nur noch mehr Randgummi vom X Tension System das mit der eigentlichen Sohle verklebt ist.
    Es steht auch auf der Scarpa HP bei jedem der Modelle als Zwischensohle X-Tension System angeschrieben während bei Schuhen wie dem Instinct usw. zusätzlich eine Zwischensohle wie Flexan dabei steht und nicht Bi-Tension System.
    Der Solution ist auf keinen Fall weicher als der Mago und ich rede jetzt nicht vom Sohlenrand sondern vom gesamten Schuh. Der besteht zu 90% aus Gummi und hat irgendeine Plastikkappe im Fersengummi versteckt und laut La Sportiva die selbe Zwischensohle wie der Miura VS.
    Ich hab übrigens gerade eine Rockette der sowieso demnächst zum Wiederbesohlen rausgeht. Ich hab jetzt mit dem Fön mal die Sohle bis zur hälfte abgezogen und Fotos gemacht. Auf denen kann man deutlich sehen dass da ausser noch einer dünnen Lage Gummi nichts mehr ist.
    http://www.flickr.com/photos/93171968@N02/8469648021/in/photostream/

    • kletterschuhtest schreibt:

      Ok. Alles klar. schreib doch bei nächsten mal einfach @ …: dann halt ich mich da raus 😉
      Ich glaube wir verstehen unter der Zwischensohle nicht das selbe. Für mich ist diese dünne Gummischicht (quasi der Ausläufer X-Tension) definitiv eine Zwischensohle da sie zwischen der Außensohle und dem Schuh ist.
      Leider findet man weder bei den Italienern noch auf Scarpa DEU gute Informationen. Bei der Amis werden die einzelnen Specs schon etwas besser beschrieben.
      Leider ist Zwischensohle nicht gleich Zwischensohle, denn es wird viel mit Ausschnitten usw. in dieser Schicht gearbeitet um die Sensibilität zu erhöhen. Weißt wie ich meine? La Sportiva Python hat auch eine Zwischensohle Laspoflex, dennoch ist die Sohle unterschiedlich hart in ihrem Verlauf. Meine Erkenntnisse basieren aber rein auf palpieren, vergleichen, beim treten vergleichen etc. ich habe noch nicht so viele Schuhe aufgemacht.
      Meine Vermutung bei Rockette/Stix/Mago/Booster ist, dass nach dieser Gummischicht noch etwas kommt, was das konkave, harte in der Sohle ausmacht.
      Du kennst doch den Feroce. Dort wird auch nicht von Flexan oder Tenoflex gesprochen und der Schuh ist trotzdem ziemlich hart wie ich finde. Wenn die Sohle ab ist sieht er ähnlich aus wie dein Rockette.
      Ich wette mit dir das dieses dünne Gummi unter der Sohle beim Mago nicht bis zum Rand ging, was den Mago sicher so sensibel an der Spitze macht. Leider habe ich keinen Mago gerade zur Hand. Muss ich mir mal besorgen.
      Findest du das Miura VS mit dem Solution von der Härte ähnlich ist? Ich habe gerade beide verglichen und finde das es nicht so ist. Es kann sein das Laspoflex im Solution benutzt wird, diese aber definitiv nicht durchgehend ist.
      Deine Bilder sind sehr aufschlussreich, vielen Dank dafür. Insgesamt bringst du hier wertvolle Informationen rein, finde ich Klasse!

      • thrashhard schreibt:

        Unter Zwischensohle verstehe ich hald etwas anderes als nur Gummi. Ich hab mal einen alten Instinct den ich nicht mehr brauchen konnte komplett auseiander genommen und der sieht unter der Sohle so aus, dass das Bi Tension System bis zum Randgummi geht und darüber ist nochmal eine Zwischensohle verklebt. Die sieht aus wie eine Glasfaser-Gewebematte. Die ist auch überhaupt nicht fest wenn sie vom Kleber gelöst ist die wird erst hart durch das verkleben (eben wie GfK der wird auch erst durch den Kleber hart). Beim Mago der mir damals ganz auseinanderging war auch unter der zweiten Gummischicht nichts mehr. Nur Leder. Man merkt das auch jetzt an dem Rockette sofort. Wenn die Sohle abgelöst ist hat er keine Form mehr und ist komplett spannungs und widerstandslos als ob es nur noch eine Socke wäre.

        Zum Solution. Ich finde nicht dass der Solution ein brettharter Schuh ist wie der Miura VS aber ich finde dass er, entgegen der landläufigen Meinung, kein sensibler und superweicher Schuh ist. Der Miura Lace Up ist z.B. sensibler finde ich weil er dieses P3 nicht hat.
        Für einen Schuh der nur eine Halbsohle hat und der zum Bouldern gedacht ist finde ich den Solution sehr hart. Härter als ich es erwarten würde wenn ich mir Python, Rockette und Testarossa zum Vergleich ansehe.
        Natürlich ist er nichts im verlgeich zu einem Anasazi Lace up. Aber der Katana z.B. ist wie ich finde viel sensibler.

      • kletterschuhtest schreibt:

        OK. Du hast mich im Sachen Z-Sohle absolut überzeugt. Schon echt Wahnsinn was Kleinigkeiten im Aufbau (wie weit das Randgummi drunter geht, wie dich das ist etc.) ausmachen. Ich fange jetzt auch an Schuh aufzumachen 🙂
        Danke für den interessanten Austausch. VG

  6. Nathan schreibt:

    Hi!
    Did you find out if Scarpa changed Mago’s sizing recently?
    You have almost exactly the same footsize as me (only my second smallest toe is longer then yours (hope theres space for it bytheway)) and i would like to know if i should order 42,5/42 or smaller.
    „Trashhard“ states that it should be a smaller size, or something.

    • Nathan schreibt:

      Maybe Stix is also an option for my foot? I only boulder (indoor).
      The ClimbingWorks shop in UK sells Stix and advices 2 EU sizes smaller for snug fit and 1.5 smaller for comfortable fit.
      Maybe this also counts for Mago now?

      Thanks a lot!

      Nathan

      • kletterschuhtest schreibt:

        Hi, man. if you love bouldering is booster S maybe a good idea for you! I did climb with them in 42 EU – it was nice, snug fit but 41,5 EU should be better for the long period of time, because lorica material is very thin and do adapt quickly!
        Mago Sizing: the XsGrip2 Modell runs a half size smaller then the XSGrip Version. I don´t know why… So 41,5 should be the absolut Minimum for you. I prefer 42 in XSGrip2 version.
        Stix V2 Sizing: If you take the 41 EU you are on the MINIMUM. 41,5 EU works well for me. Stix V2 is a bit longer then the older stix but narrower.
        For you pinky toe is Mago the better choice (i think!).
        good luck

  7. Nathan schreibt:

    Thanks a lot!
    Ok, so you have tried the Mago since ’06/’08.
    It was a bit weird, because Trashhard said he wears 40.5 with same streetshoesize as us.
    Ok, i will order 42 then (in Germany). Thank you!

    I hope Booster S will be good for my long small toe! We will see. Nobody stocks it yet, except banana fingers, as long as i can find. (Im from Netherlands btw)

    All the best,

    Nathan

  8. pfurfl schreibt:

    servas
    so jetzt hab ich mich endlich entschieden mal den MAgo zu holen, aber zuerst noch eine wichtige frage:
    wie ist der schnitt, bzw. die Größeneinordnung im vergleich zu den anderen Modellen?
    Ich klettere von scarpa den Vapor v in 41, den stix v2 in 41,5 und den Instinct Vs ebenfalls in 41,5?
    Bei mago bin ich noch unentschlossen welche größenwahl ich treffen soll, vl kannst mir da ja a bissl helfn 😉
    LG

  9. TT schreibt:

    Hi,
    Ich hab derzeit den Vapor V in Größe 43. Leider bereitet der Schuh meinem großen Zeh im Endgelenk ziemliche Schmerzen. Ich bin daher auf der Suche nach einem entspannterem Schuh, indem es meinen großer Zeh weniger bis kaum aufstellt. Grundsätzlich könnte ich den Vapor V größer nehmen, allerdings ist dieser dann in der Ferse zu breit. Mein Fuß ist römisch/germanisch, vorne breit mit einer schmalen Ferse.

    Ich bin also auf der Suche nach einem Schuh wie dem Mythos, der aber zu meiner Fußform passt. Darum hab ich auch den La Sportiva TC Pro ins Auge gefasst. Aber wie macht sich der TC Pro im Sportklettern bzw. alpinen Sportklettern bis zum 8. Grad?

    Aufgrund meiner Fußform bin ich auch auf den Testarossa und den Mago aufmerksam geworden. Kannst du mir beantworten, wie die beiden Schuhe performen, wenn man sie im Zehenbereich bequem trägt (also mit nur ganz leicht aufgestellten Zehen)?

    Ich brauch den Schuh fürs Sportklettern bis zum 7./8. Grad und ab heuer auch für alpine MSL.
    Bin für jeden Tip dankbar!

    besten Gruß

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