Scarpa Vapor S

Kletterschuhe  Scarpa Vapor S im Dauertest

„Kobra“ für breitere Füße

Die Vorgeschichte

Schlicht und einfach grün!

Die beiden Slipper (Vapor S und Instinct S) aus der 2010 erschienen Modellpalette von Scarpa waren die einzigen Schuhe, die mich optisch sofort angesprochen haben. Als ich Vapor V ausprobierte, fühlte ich mich in meiner Annahme bestätigt, dass die Slipper Variante etwas für mich wäre.

Monate später stand ich in einem gut sortierten Kletterschuhladen und hielt Vapor S in der Hand. Was soll ich sagen, Scarpa hat es mal wieder geschafft mich zu beeindrucken.

Optik, Verarbeitung

Die zwar recht simple Optik begeisterte mich sofort, ich mochte diesen Slipper bereits von Bildern aus dem Internet. Und meine Erwartung wurde nicht enttäuscht, als ich diesen Scarpa Slipper in den Händen hielt. Das helle Grün mit Orangen Nähten wirkt wirklich ausgeglichen und lässt den Schuh „gemütlich“ aussehen, ohne langweilig rüberzukommen. Ansonsten sieht Scarpa Vapor S ziemlich traditionell aus: keine wilden Gummierungen, keine krasse Bananenform, kein starker Downturn. Für mich ist dieser Kletterschuh der Beweis, dass weniger oft mehr ist.

So sieht ein unauffälliger Sieger aus… weniger ist mehr! man beachte die durchgehende Schlaufe..!

Die Verarbeitung ist tadellos. Es ist erfreulich, dass Scarpa den hohen Qualitätsstandard hält und weiterhin verlässliche Kletterschuhe rausbringt. Da weiß man, was man hat, wenn man irgendwo online auf den Button „Bestellen“ drückt. Die Detail Bilder sprechen dabei für sich denke ich, sodass ich auf die gewohnten Lobeshymnen über Verklebungen, Nähte und Kantenschliff verzichten kann.

Die Verarbeitung ist das Beste was man zur Zeit bekommt (imho)

Konstruktion

Wie bereits angedeutet wurde, bietet Vapor S äußerlich nichts, was es bis dato nicht gab. Die Konstruktion ist weitgehend traditionell: Leder als Obermaterial (!), leichte Asymmetrie, durchgehende Sohle, mit klassischen Fersengummierung und fehlendem Toe-Hook-Patch.

Das Einzige was den Vapor S von einem klassischen Slipper a´ la Kobra unterscheidet ist ein ganz leichter Downturn, der aus einer Wölbung unter den Zehen resultiert. Gekonnt verbindet Scarpa hier das bereits Bewährte (durchgehende Sohle) mit den Features der Steep-Line (TPS: Toe Power Support).

Der Leisten wirkt auf den ersten Blick identisch zum Vapor V, aber es täuscht.

Sieht bananiger aus, als er ist. Passform ist formbar.

Dieser Slipper ist der Kobra für breitere Füße, mit allen Konsequenzen für mich. So gut Kobra auch ist, so sehr ist der schmale und stark an der ägyptischen Zehenform orientierter Leisten ein Feind meiner breiten, quadratischen Füße. Anders als bei Kobra bietet Vapor S mehr „Raum“ aber er fällt trotzdem sehr steil vom großen zum kleinsten Zeh ab und verlangt in meinem Fall eine kurze Einkletterzeit. Das weiche und extrem geschmeidige Obermaterial aus Leder macht diese Anpassung erst möglich. Obwohl Scarpa die Zehenbox ihrer Kletterschuhe ganz gerne aus dehnungsresistentem Lorica, finde ich Leder immer noch besser, da es abriebfester und einfach angenehmer für die Füße ist.

Die Sohle aus XS Grip2 von Vibram ist anfangs recht steif aber deutlich weicher als beim großen Bruder, dem Vapor V. Die Sohlendicke von ca. 3,5-4mm finde ich vernünftig, denn sie bietet einen guten Kompromiss zwischen Haltbarkeit und Sensibilität. Alles in einem ist die Mischung aus Alt und Neu in diesem modernen Slipper gut gelungen.

Passform und Größe

Am Fuß passt sich Vapor S um Welten schneller an als der Python

Das Entscheidende an der Passform des Vapor S ist die Möglichkeit, diese mit etwas Schweiß, Druck (und evtl. Tränen) verändern zu können. Der wichtigste Aspekt ist hierbei das Obermaterial aus Leder. Das Leder gibt nach und ermöglicht somit vielen Fußformen die besten  Passformergebnisse zu erzielen. Natürlich hat diese „Dehnbarkeit“ auch Grenzen und diese hängen von der gewählten Größe ab. Wie ich bereits schrieb, halte ich die Grundpassform von Vapor S für eine breitere Variante des La Sportiva Kobra. Ich habe beim Vapor S nämlich genau das gleiche Problem wie beim Kobra: Die kleinen Zehen werden stark abgequetscht. Der große Onkel wird aber etwas stärker „zurückgedrängt“ als beim La Sportiva Klassiker, was bei meinem nicht ganz so langem Zeh ein echter Vorteil ist.

Bereits nach kurzer Zeit sind die Zehenkammern drin und sorgen für perfekte Passsform

Im Laden habe ich die 41 anprobiert und fand sie zwar unangenehm an den kleinen Zehen und etwas zu luftig in der Ferse aber für mich nicht ganz so schlimm wie den Kobra. Die Größe 40,5 war unmöglich – sie verursachte zu extreme Druckschmerzen. Da ich einen gemütlichen Slipper für das Training am Plastik suchte, entschied ich mich dann doch für 41,5 EU. Obwohl ich die Dehnung des Leders beachtete, glaubte ich mit dieser Größe dennoch Spaß zu haben und den Schuh später als Alpintreter zu benutzen.

Ein Mensch mit einem breiteren ägyptischen Fuß und etwas kürzeren kleinen Zehen werden bei diesem Slipper wirklich glücklich und können ihn sicher eine halbe Größe kleiner tragen, als ich. Die schmalfüßigen Kletterer werden mit der etwas breiten Passform etwas Probleme haben, da der Schuh schon etwas Fußvolumen fordert.

Das ist die einzige Stelle, welche sich sehr rasch „unangenehm“ geweitet hat.

Das Eintragen hat in meinem Fall eine Bouldersession gedauert. Bereits nach den ersten Bouldern bildeten sich Ausbuchtungen im Leder, wo die kleinen Zehen perfekt Platz fanden. Das ungefütterte Leder gab schnell nach und hält bis jetzt ganz gut die Form. Natürlich sitzt Vapor S in dieser 0,5 EU über meine Minimum-Variante nicht ganz so straff, aber für das Training reicht es mir alle mal. Da freue ich mich mehr über den tollen Komfort, als über mich über Performance Einbußen zu ärgern. Bei kleineren Größenwahl könnte es natürlich etwas länger dauern, bis man das Material verformt hat.

Performance – wie klettert sich der Scarpa Vapor S

Von Beginn an fühlte sich Vapor S ähnlich wie Vapor V. Die Sohle ist im Bereich der Zehengrundgelenke weicher, die Spitze ist jedoch steif genug um auch auf kleinem Zeug in der Senkrechten mühelos guten Halt zu finden. Nach drei Wochen wurde die Sohle noch weicher, blieb jedoch härter als die von Speedster oder Python. Die oft durch die steifere Sohle leidende Sensibilität ist bei diesem Kletterschuh von Beginn an gut ausgeprägt und erfreut den Nutzer bereits beim ersten Wandkontakt. Ebenso gut ist die Präzision beim Treffen der kleinen Tritte. Der leichte

Im Bereich des Knicks ist er eher weicher und lässt sich so super auf Reibung pressen

Downturn, erleichtert von Beginn an das Ziehen und Saugen an den Tritten, was ich persönlich super finde. Die nicht zu knappe Vorspannung der Ferse leistet seinen üblichen Beitrag zum Kraftaufbau von hinten nach vorne und die Druckübertragung auf den Punkt. Die TPS-Wölbung unter den Zehen finde ich seit ihrer Einführung bei Scarpa schlicht und einfach genial – mittlerweile ist sie für mich unverzichtbar geworden auch wenn sie, wie hier bei Vapor S nur minimal ausgeprägt ist. Das SlingShot System ist ebenfalls genial. Kurz um: Seit Stix hatte ich keinen Kletterschuh der so gut frontal mit der Spitze wirkte wie die ganze Vapor Familie. Seitdem ich den Slipper habe, nehme ich ihn für alles! Egal ob ein Plattenboulder mit Mini Tritten oder eine speckige senkrechte Kocheltour, Vapor S brachte mich immer sicher und komfortabel zum Top. Eine Schwäche haben die Vapor Familie und die Sling-Shot Sache leider. Sowohl auf der Innenkante als auch auf der Außenkante steht sich nicht so gut wie auf der Super-Spitze. Sobald man auf etwas Anspruchsvolleres mit den besagten Bereichen steigt, wird mir etwas unwohl und so suche ich unbewusst wieder die Spitze. Beim Piazen geht das halt schlecht, also muss man mit dem etwas weniger bombenfesten Gefühl leben/klettern. Alles in einem ist Treten anfangs allroundtauglich und wird dann „überhang-stärker“ und plattenschwächer, aber dass ist ja immer ne Frage der Zehenkraft …

Sowohl beim Toe-Hooken als auch beim Hooken ist Vapor S durchschnittlich und für einen Boulderschuh enttäuschend…

Hooken ist hängt bei diesem Slipper sehr stark von der Größenwahl ab. Wählt man ihn sehr eng, dann ist die Hookerei ganz ok. In meinem Fall von 41,5 EU ist das Hooken nicht überzeugend. Am Anfang zog ich mir regelmäßig die Ferse von der Haake. Nun achte ich stärker drauf den Druck zu halten und entscheide mich immer öfter mit den Zehen zu ziehen, statt wie üblich zu hooken. Ich denke es liegt an der nicht ganz so engen Größe. Trotzdem finde ich die Ferse und Einstiegsbereich nicht optimal gelöst. Ein einzelner Velcro ist nach wie vor mein persönlicher Favorit bei Slippern. Die Gefahr der Gummiablösung an der Ferse besteht beim Vapor S wie bei allen Schuhen mit dieser Fersenkonstruktion. Bis jetzt habe ich jedoch keine Ablösung zu vermelden, was sicher an weniger Hooken liegt…

Die ToeHooks sind ok. Da die Zehen je nach Größe ordentlich aufgestellt sind fällt es anfangs etwas schwer irgendwelche Hooks zu umklammern, das ganze wird mit der Zeit und der Dehnung des Leders besser, aber an die Leistungen eines Speedsters oder Solution kommt Vapor S mangels eines vernünftigen Toe-Hook Patches nicht ran. Die gut gemeinte Gummierung über den großen Zeh kann da leider auch keine Abhilfe verschaffen. Man kriegt den Toe-Hook in eingeklettertem Zustand zwar gut gelegt und gehalten, aber sowohl richtig Belastung drauf kommt, ist Leder in Sachen Reibung nicht optimal.

Haltbarkeit

Ein Ausleiern kann ich zwar nicht feststellen aber ein Weiten muss eingerechnet werden!

Dieser Punkt spricht deutlich für den Vapor S als einen Trainingsschuh, denn dieser Lederschuh ist Dank Leder richtig langlebig. Das Obermaterial verschleißt weniger als Lorica. Ich habe jedenfalls keine Löcher über den Zehengelenken zu verzeichnen. Die XS-Grip2 Sohle ist ganz in Ordnung. Die Spitze wird eben schnell dünner und das obwohl ich an einer unbesandeten Wand trainiere. Das ganz natürlich daran liegen, dass ich die Spitze dank ihrer hervorragenden Eigenschaften einfach öfter und intensiver nutze als bei anderen Kletterschuhen. Die Gummibänder am Rist leiern nicht aus und bieten langfristig einen festen, straffen Sitz des Schuhs am Fuß. Einzig der Leder Rand zwischen Ferse und Spann dehnt sich so ungünstig, das ein Ausziehen immer einfacher wird. Wie schon geschrieben: ein Velcro würde das Problem insgesamt beheben. Alles in einem habe ich in dieser Kategorie nichts zu meckern. Die Haltbarkeit ist der spitzenmäßigen Qualität der Verarbeitung entsprechend – sehr in Ordnung.

Empfehlung/Einsatzbereich/Klettergebiet

Diese Spitze ist schlicht und einfach der Hammer – überall!

Dieser Kletterschuh eignet sich natürlich für alles – wie es auch jeder anderer Kletterschuh tut, weil das persönliche Können letztendlich entscheidend ist. Anfangs habe ich in diesem Kletterschuh nur ein bequemen Trainingsbegleiter gesehen, doch nach dem ich am Fels einige OnSight´s am persönlichen Limit mit diesem Slipper meistern konnte, habe ich ihn so richtig lieb gewonnen. Nach dem Eintragen ist er so bequem, dass ich ihn stundenlang anlassen kann. Selbst die Ferse, welche bei Vapor´s ziemlich auf die Achillessehne drückt, ist bei meiner 41,5 EU nicht so schlimm. Insgesamt ist dieser Kletterschuh soweit, um in die alpine Routen überführt zu werden. Nach meinen gemachten Erfahrungen kann ich diesen Slipper abschliessend durchaus als Allrounder bezeichnen

Fazit

Mehr Leistung für den Preis geht kaum!

Scarpa Vapor S hat all das, was ein ordentlicher Trainingsschuh haben soll. Er ist bequem und lässt sich dank Leder an eigenen Fuß anpassen (Einklettern!), er kann befriedigend Hooken und steht im Überhang alles sauber weg. Er hat die beste Spitze unter den Kletterschuhen seiner Preisklasse. Reibungswerte der Sohle sind top und machen ihn auch in Platten unschlagbar. Und das Wichtigste neben der guten Haltbarkeit ist der recht niedrige Preis im Internet von ca. 80 €.

Was will man mehr, um im Winter am Plastik ordentlich Gas zu geben? Scarpa Vapor S schliesst die Lücke für alle Kletterer, die den Kobra als zu schmal empfanden, in dem er breiteren Leisten und leichten Downturn mit den „klassischen Tugenden“ eines Leder Schuhs vervollständigt. Einzig die Hookeigenschaften sind ein Wermutstropfen bei diesem sonst super gelungenen und empfehlenswerten Kletterschuh.

Update 08_2012:

Ein Loch im Leder – noch nie gehabt

Vapor S hat leider nicht so lange gehalten, wie ich dachte. XSGrip 2 verschleißt irgendwie ein ganzes Stück schneller als das alte XSGrip. Ich weiß nicht, ob es an der ultrastarken Spitze liegt – man neigt mehr mit der Spitze zu stehen als mit andere teilen der Sohle.

Kein Gummi mehr da. Spätestens jetzt zum Besohlen

Jedenfalls haben die Vapor S kein ganzes Jahr gehalten. Schade. Auch das Obermaterial hat über Nacht im Rucksack ein Loch bekommen. War wohl eine Expresse? Ist mir mit anderen Lederschuhen noch nie passiert. Schade! Würde trotzdem zum Trainieren wieder kaufen.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Weitere Informationen:

Größenvergleich der Kletterschuhmodelle

Testbericht Five Ten Moccasym

Testbericht La Sportiva Speedster

6 Antworten zu Scarpa Vapor S

  1. Andreas schreibt:

    Hi. Momentan klettere ich den Vapor V in Größe 44,5 bei Straßenschuhgröße 46. Die Zehen werden dabei sehr stark aufgestellt (speziell der Große) dadurch hab ich so eine art Druckstelle am vorderen Gelenk der großen Zehen bekommen. Trittgefühl ist aber top, nur muss ich den Schuh nach jeder Route ausziehen. Möchte jetzt auf den Vapor S umsteigen und ihn in Größe 45 nehmen um vll. die besagten Druckstellen loszuwerden und ihn auch in Mehrseillängen-Routen und zum training in der Halle tragen zu können. Was meinst du? Wird Größe 45 passen oder würdest du eher bei 44,5 bleiben?
    In dem Video erwähnst du auch noch das man den Schuh um ca. 80€ kaufen kann, hättest du einen Link von einem Onlinehändler? Die meisten bieten ihn für 96€ an.

    mfg Andreas

    • kletterschuhtest schreibt:

      hey!
      Als erstes zum Preis: ohne Werbung machen zu wollen… 80€ ist eine etwas optimistische Angabe gewesen… bei meinem Partner begrzeit.de gibt es denn für 85 € (musst dich zwar anmelden, aber das musst du sowie so um bestellen zu können). Mit mehr kann ich momentan nicht dienen.

      Zur Größe: Wenn du nicht vor hast viel und schwer zu hooken, dann ist die 45 die Richtige Größe für dich. Bei 45 wird der Schuh nach der ersten Dehnung schon ziemlich locker sitzen. In meinem Fall (ne halbe Nr. größer als beim Vapor V) kann ich mit ihm locker MSL im Siebten Grad klettern obwohl er nicht mehr so wirklich präzise sitzt. In langen Platten ist der Druck auf die Achillessehne dennoch enorm…aber man kommt dank der sehr flutschigen Ferse sehr einfach und schnell am Stand raus.
      Solltest du mehr Druck brauchen, dann nimm 44,5. bedenke das Vapor S schmaler ist und dann entsprechend „geformt“ werden muss, um dann schmerzfrei zu passen. Wahrscheinlich drückt der 44,5 noch mehr auf die A-Sehne als der 45, kann aber nichts versprechen.

      Also: ich habe mich aus deiner Sicht für die Variante 45 entschieden und habe es bis jetzt nicht bereut. Für die Zwecke Training und MSL aber auch Sportklettern immer noch top. Einzig die serh lockere Ferse nervt mich beim hooken ungemein. Deshalb echt nur bedingt zum Bouldern geeignet. Definitiv angenehmer zu tragen, als 44,5 Vapor (in deinem Fall gesehen), kann ihn länger anlassen und öfters anziehen ohne leiden. Wen du viel schwitzt, dann könnte die 45 aber auch zu weit werden.

      Fazit: Bestell die beiden Größen und schicke eine zurück. Eine wird definitiv passen. Bedenke die Dehnung und bleib vernünftig. Meist braucht man im Training und moderten Routen nicht die Minimalgröße (bei mir 41 bei Vapor V bei Str.Gr. 43). Die Hühneraugen danken es einem…

      Berichte mal von deiner Entscheidung und deinen Erfahrungen. Wie lang hat Vapor V gehalten. Habe das Gefühl, dass die Sohle bei V S u. V gleich schnell schwindet…

      Grüße

  2. Andreas schreibt:

    Danke für deine ausführliche Antwort! Hab mich entschlossen den Schuh in 44,5 zu bestellen. Da ich doch relativ viel schwitze im Vapor denke/hoffe ich dass sich der Schuh noch gut dehnt und da du ja geschrieben hast dass sich der S im Vergleich zum V weiter dehnt wird das dann schon passen :-D.
    Thema Abnutzung:
    Klettere nun schon den zweiten Vapor V, der erste hat ca. ein Jahr gehalten bei 2-3 klettern pro Woche, guter Wert wie ich finde. Negativ: Der Gummi über dem großen Zeh löst sich sehr leicht vom Leder ab wenn man öfters Toe-Hooks macht.
    Den zweiten trage ich nun seit Anfang des Jahres und hab noch keine Löcher, Beschädigungen etc. am Schuh, passen tut er komischerweise auch besser wie der erste. Liegt vielleicht daran dass ich ihn öfters zum DWS genommen hab?!
    Naja bin mal gespannt wie mir der Vapor S gefällt werde dir wieder schreiben sobald ich ein „Testurteil“ abgeben kann.

    mfg

  3. Basti schreibt:

    Hey!
    Danke erstmal für die vielen Reviews zu den Schuhen, du gibst dir wirklich Mühe und das spiegelt sich in der Qualität deiner Berichte. Daumen hoch, big time.
    Ich würde mir gern den Vapor S bestellen da er einer der wenigen Schuhe ist die wohl etwas „sportlicher“ sind und in meiner Größe verfügbar sind. Da kommts zum Problem. Ich hab in Straßenschuhgröße ~46,6-47. 29,5cm lang und an breitester Stelle 11,3cm breit. Hatte als ersten Schuh den Mythos in 47, das waren richtige Patschen. Nach anderthalb Jahren Kletterei ging der Schuh dann ein (Loch beim großen Onkel, praktisch kein Gummi mehr vorhanden) und ich hab mir die Miura VS in 46 besorgt. Die Dinger sind pure Pein. Ich hab leider sehr lange Zehen die sich in jedem Schuh sehr stark aufstellen und eigentlich immer unter starkem Druck stehen. In den Miura VS kann ich kaum auf Tritten/Leisten stehen ohne größte Schmerzen. Nach mehreren Warmwassertherapien kann ich sie zumindest im sitzen schon längere Zeit (40 Minuten~) anlassen. Aber wieder: Beim Steigen drückt die Zehenbox sehr stark.

    Wäre der Vapor S eine Alternative? Im Laden gibt sie bei mir nirgendwo, also müsste ich auf gut Glück bestellen.

    Lg aus Wien

    • kletterschuhtest schreibt:

      Hallo Basti,
      Ich nehme an du gehörst nicht zu der „Hardmove“ Abteilung. Eigentlich ist ein 46er MiuraVS bei 47 Strassenschuhgröße kein Thema. Du könntest zusätzlich zu der Warmwasser Behandlung einen abgemessenen Stock (ohne scharfe kanten) welcher den Miura am großen Zeh etwas länger machen soll, reinstecken. Ich kann kein meiner Kletterschuhe 40min anbehalten :-/ auch im Sitzen nicht. Der Druck verschwindet nur wenn du mit den Teilen kletterst – nur Mut! Zieh sie nach dem Klettern sofort aus!
      Vapor S passt sich sehr schnell an. Aber stellt den großen Zeh noch stärker auf, als sehr beim Miura VS der Fall ist.
      Hier eine Liste mit Kletterschuhen „für lange Zehen“:
      Boreal Kintaro
      Boreal Lynx
      Five Ten Arrowhead
      Five Ten Moccasym
      Rock Pillars Ozone QC (wenn er nicht zu schmal ist)
      Lowa Red Eagle Lacing
      Gib den Miura nicht auf. Warmwassertherapie beinhaltet das Klettern mit dem angefeuchtetem Kletterschuh. Und erwarte nicht den gleichen Komfort wie beim Mythos, das geht nicht.
      Viel Erfolg
      u. VG

      • Basti schreibt:

        Danke für deine Antwort!
        Nein, Hardmove Abteilung bin ich bestimmt nicht, kletter erst im 7. Grad!
        Ich werd morgen mal direkt eine Bouldersession einlegen und die Schuhe vorher etwas befeuchten und durchbeißen! 😉
        Danke auch für die Liste, evtl komm ich ja noch darauf zurück aber vorerst hast du mir Mut gemacht den Miura zu behalten.

        Lg!

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