Scarpa Vapor

Kletterschuhe Scarpa Vapor im Test

Der Allrounder ganz nah

Kletterschuhe für breite Füße zu finden ist nicht so einfach. Noch schwieriger ist es einen breiten Kletterschuh zu finden welcher persönliche Anforderungen ab 7er aufwärts erfüllt. Nach dem ich recht begeisterter Fan von Scarpa Kletterschuhen bin, war es nur eine Frage der Zeit, wann ich auch noch den Vapor (Lace) mir gönnen und unter die Lupe nehmen würde. Eigentlich ist Vapor der Ursprung in dieser Serie von Scarpa. Von seinem Grundaufbau und dem Leisten stammen Vapor V und Vapor S ab. Vapor bedeutet eine Art „Zwischending„. Gemeint ist sicher der Kompromiss aus Performance und Komfort. Mit dieser Palette wollte Scarpa die Lücke für ambitionierte Einsteiger, nicht ganz so extreme Fortgeschrittene und bequeme Patschen liebende Profis schliessen. Wie ich bereits beim Scarpa Vapor V feststellen konnte ist dieses Vorhaben super gelungen. Dennoch fehlten mir beim Vapor V ein Paar Kleinigkeiten und so hoffte ich auf die Schnürrervariante.

 Optik, Verarbeitung

Orange, wenig Vorspannung und Downturn – einfach und gut

Dieser Kletterschuh ist konsequent in einer Farbe gehalten – orange! Was soll man da groß sagen? Entweder man mag es oder nicht. Ich finde es nicht schlecht und sogar ein Tick besser als die optische Aufmachung von Vapor V. Neben orange besitzt dieser Kletterschuh noch einige schwarze Design-Details. Zum einen ist die Schnürung aus schwarzem Material (welches stark an Kunstleder erinnert) zum anderen ist das am Schaft schwach repräsentierte Gummi ebenfalls schwarz und somit ein Teil der Gesamtkomposition. Die Optik ist ganzheitlich schlicht. Insgesamt gefällt er mir optisch nicht so gut wie der alte Stix aber immer noch sehr akzeptabel. Die Form des Schuhs ist eher gemäßigt und fällt kaum ins Gewicht bei erstem optischen Eindruck. Scarpa Vapor wirkt zuverlässig, stabil und „kernig“ was sicher auch der entsprechenden Verarbeitung geschuldet ist. Die Auswahl der Materialien und deren Zusammensetzung ist bei Scarpa standartgemäß erste Sahne. Ich meine was kann man zu diesem Thema schreiben, wenn vergeblich nach irgendwelchen Fehlern sucht wird. Fakt ist: seit dem La Sportiva die Produktion umgestellt hat ist Scarpa mein persönlicher Nr. 1 in Europa was die perfekte Verarbeitung angeht.

 Konstruktion

Durchgehende feste Sohle ganz wie damals…

Zu diesem Punkt kann man nur sagen, dass in dieser Produktserie der Trend ganz klar wieder hin zum durchgehenden Sohlenaufbau gegangen ist. Das ist das was diesen Schuh neben der flachen und breiten Zehenbox auszeichnet. Eine stabile, feste Sohle mit einem kantensteifen Gummi. Das XSGrip Edge ist ja schliesslich für solche Schuh auch geschaffen worden. Oft wird in diesem Zusammenhang auch von einem Leistenkiller gesprochen. Diesem Namen wird Vapor definitiv gerecht. Die Sohle wird vor allem durch die aktive Zwischensohlezu einem echten Brett. Dieser wird umso steifer je mehr man sich mit den Zehen in den Griff krallt. Das ganze funktioniert mittels Gummistreifen die von der Ferse in Richtung Schuhspitze unter die Sohle verschwinden

Wie man sieht sind nur die kleinen Zehen aufgestellt, der große im Vergleich kaum

und so die Kraft aktiv nach vorne bringen. Die recht steife Sohle setzt der Aktiven-Rand-Geschichte die Krönung auf  und schafft den eben beschriebenen Bretteffekt. Der Leisten ist vorbildlich an die natürliche Fußform angelehnt. Der große Onkel wird nicht unnötig in Richtung Fußmitte gedrückt. Die Zehenbox ist recht flach, so dass die Zehen bei richtigen Größe nicht voll Gas aufgestellt werden. Die Form ist nicht bananenförmig sondern folgt der physiologischen Fußkrümmung. Der gesamte Schaft mit Ausnahme der Zehenbox ist aus Leder. Der vordere Teil ist aus Lorica, was ja bei Scarpa mittlerweile Standart geworden ist. Dadurch bleibt die Form und das Volumen länger beständig. Die Ferse ist klassisch gummiert: Die Sohle geht hinten in die Fersengummierung über. Die Vorspannung der Ferse ist enorm was sich an der Achillessehne auswirkt. Die restliche Vorspannung ist alles andere als extrem und hat einen rein funktionellen Charakter. Die Schnürrungist eine Mischung aus reinem Speedlacing und altertümlich Stanzloch Schnürrung. Diese Mischung funktioniert prima. Man zieht zwei mal und der Schuh sitzt bombenfest am Fuss – ohne sich zu lockern oder aufzugehen. Einzige

Der Schnürung fehlt noch ein zusätzliches Loch in Richtung Sprunggelenk

Verbesserungsvorschläge wäre ein zusätzliches Loch weiter Richtung Sprunggelenk und eine Umsäumung des Lederrandes im Knöchelbereich wie es beim Vapor V der Falle ist. Dadurch verspreche ich mir mehr Struktur im Schuh und weniger Dehnung in diesem Bereich. Die Zunge ist gut gestaltet und sinnvoll angebracht, was insgesamt den Komfort weiterhin steigert.

 Passform und Größe

Deutlich breiter und weniger ägyptisch geschnitten

Wie Eingangs bereits erwähnt ist Vapor ein Segen für Menschen mit breiten Füßen. Ist eine gewisse Breite des Vorderfusses (ab 10 cm) gegeben, dann werden Menschen mit jeglichen Zehenformen für sich glücklich. Im schlimmsten Fall hat der ägyptischer Zehentyp an einer Stelle einen etwas weniger aufgestellten zweiten Zeh, was jedoch keine Probleme bereiten sollte. Dafür müssen die griechischen Fusstypen ihre überlangen Zehen nicht drei mal falten, um in den Schuh zu kommen, sondern finden direkt Platz. Ist der große Onkel recht lang, dann darf man bei der Größenwahl nicht zu stark „downsizen“, denn Vapor drängt an dieser Stelle den Zeh recht stark nach hinten. Bei kurzen Zehen ist dies jedoch wiederum ein Glücksgriff, denn dadurch ist der Kontaktpunkt des Zehs wirklich ganz weit vorne in der Spitze – da wo er hin gehört! Daraus resultiert in ganz klarer Vorteil, man hat nicht zuviel Luft und „leblosen“ Gummi zwischen der Wand und dem vorderen Zehrand. Die

deutlich flacher als der aggressive Stix

Zehenbox ist im Vergleich mit dem Booster und dem Instinct sehr flach. Das heißt die Zehen werden nicht maximal aufgestellt (hängt natürlich von der Größenwahl ab), sonder physiologisch nach hinten gedrängt, um gut Kraft entfalten zu können. Das Lorica Material sorgt natürlich für guten Komfort in der ohne hin gemütlich geschnittenen Zehenbox von Anfang an. Der restliche Lederschaft ist auch sehr komfortabel. Selbst die recht stark vorgespannte Ferse drückt weniger aggressiv auf die Achillessehne als die vom Vapor V. Die Passform der Ferse ist die glieche wie beim Vapor V und ähnelt stark der guten alten Miura Ferse. Diese passt selbst meiner eher schmalen Ferse gut, obwohl ich im Fersenboden etwas Luft habe. Alles in einem passt der Vapor von vorn bis hinten raus aus dem Karton schon fast perfekt. Die restlichen Modelierungsarbeiten des Fußes laufen ohne große Schmerzen ab und sind sehr bald (1 Woche) abgeschlossen. Dieser Kletterschuh gibt definitiv nach, wie groß der Dehnungseffekt ist, hängt ganz stark von der Größenwahl und von eigener Fußschweiß Produktion ab. Da ich persönlich recht wenig schwitze weiten sich meine Kletterschuhe kaum aus.

Die Vorspannung ist schon enorm… druck auch

Da ich den Vapor V in der 41 EU als Minimalgröße empfunden hatte und ihn durch die Nutzung kaum größer bekommen habe, entschloss ich mich beim Vapor für 41,5 EU. Am Anfang passt der Schnürrer wie angegossen. Nach nun fast 3 Monaten empfinde ich ihn schon fast als zu groß für Projekte und schwere Boulder. Denke dennoch, dass 41 EU für den alltäglichen Gebrauch zu eng wäre. Da ich den steifen Vapor im Voraus als Alpin Kletterschuh vorgesehen habe, bin ich mit der Größenwahl dennoch voll zufrieden.

Performance – wie klettert sich der Scarpa Vapor

Frontal mit der Spitze steht am besten!

Das Tretenmit dem Vapor geht Hand in Hand mit seinem out of the box Komfort. So bequem er von der ersten Minute an ist, so präzise und sauber lässt es sich mit im Spitz antreten. Für einen Kletterschuh der nicht als High-Performance Waffe entwickelt wurde, ist er wirklich sehr präzise und dabei natürlich. Sprich man muss nicht lernen mit ihm die Tritte zu treffen. Durch die steife und inflexible Sohle hält sich die Rückmeldung vom Tritt sehr in Grenzen. Man merkt schon deutlich, ob man da einen Zacken oder eine scharfe Kante vom Tritt unter dem Zeh hat, mehr ist aber auch nicht drin. Ich finde es ausreichend, denn man hat einfach ein sicheres und gutes Gefühl wenn man in einer Platte sein ganzes Gewicht auf einen miesen Tritt schiebt. Dabei merkt man auch ganz deutlich wie die Arme plötzlich Entlastung bekommen, weil

Selbst mit ganzem Gewicht kriegt man die Sohle am Anfang noch nicht durchgebogen

man sich im Kopf richtig traut das Gewicht von diesen zu nehmen. So soll es sein – gut gemacht Heinz! Die Paradedisziplin des Vapor ist ganz klar das frontale Antreten in Platten und bei Wandklettereien. Sobald man mit dem Fuß ziehen muss ist die Leistung zwar noch völlig ausreichend aber bei weitem nicht so glanzvoll. Auch das Treten und Steigen mit dem Außen- und Innenrist ist weniger „geil“, als die Spitze. Es hat sicher mit dem Bi-Tension zu tun, welches die Kraft optimal in die Spitze bringt und alle anderen Bereiche eben weniger optimal anfüllen lässt. Es ist nicht so, dass man mit der Außen- und Innenkante nicht treten kann. Man kann es wohl, aber dieses unglaublich bombensicheres Gefühl, wie es die Spitze vermittelt ist leider nicht da. Durch die harte Sohle und kantensteife XS-Edge Gummimischung fällt es nach meinem Gefühl weniger ins Gewicht als beim weicherem Vapor V. Man merkt es auch nur am Fels in problematischen Trittsituationen am Plastik kann ich auf diesem hohen Niveau nicht meckern. Die Reibungseigenschaften des Gummis sind ok. Ich bilde mir ein, dass das alte XSGrip besser war. Die Kantenstabilität ist zwar wirklich enorm, es bringt aber auf imaginären Felstritten wenig Punkte.

geht nicht nur auf riesigen Hooks wie hier, gut!

Das Hooken ist sehr fein und funktioniert prima. Die Mischung zwischen stabilen, unterstützenden Ferse und etwas Gefühl ist gut gelungen. Das Legen, Belasten und Fühlen ist in großen und ganzen ähnlich wie bei der Miura Ferse und somit spitzenmäßig. Ist halt eine klassische Ferse ohne viel Schnick-Schnack mit guten alten Qualitäten und Werten. Kann man echt nicht meckern, zumal man durch die Schnürung beim Hooken 100% Kraft auf die Fläche bringen kann, ohne sich Gedanken um das sich Ausziehen des Schuh´s zu machen. Klar ist auch das sehr harte und difizite Hooks beim Bouldern mit „Spezialisten“ (Boulderschuhen) besser möglich sind, bis jetzt hatte ich jedoch draußen sowohl mit dem Vapor, als auch mit seinem Velcro Bruder keine Probleme.

Das Toe-Hookenist dagegen nicht der Rede wert. Zwar ermöglicht die flache Zehenbox

keine Zehenboxgummierung keine gescheide Toe-Hooks

ein gutes Anheben der Zehen, da Lorica aber bei weder so abriebfest noch so „reibungsstark“ ist wie das Leder (Leder ist ja auch kein Gummi…) ist die Performance in diesem Bereich nicht überragend. Da die flache Zehenbox deutlich besser beim versenken in Risse ist, habe ich das auch getestet. Es geht gut und die stabile Konstruktion bietet den Zehen ganz guten Schutz kommt aber an ein Mythos oder ein TC Pro von La Sportiva im Bereich Fußklemmer nicht ran.

Alles in einem ist Performance gut bis sehr gut. Die präzise und kraftvolle Spitze verleitet förmlich dazu nur sie zu nutzen, so dass ich selbst mein geliebtes Hooken beim Klettern mit dem Vapor unbewusst reduziert habe. Man hat es an manchen Stellen einfach nicht nötig, da man manche Tritte automatisch durch das „Wegstehen“ löst. Komisch ist aber so.

Haltbarkeit

Das leidige Thema mit Haltbarkeit… Alle von mir benutzten Vapor Modelle neigen dazu das Gummi an der Spitze schnellzu verlieren.

Der Allrounder ganz nah und noch fast neu…

Ich schreibe es dem häufigeren Gebrauch dieser zu, da ich zumindest seltener auf die Innenkante bei diesen Schuhen ausweiche, sondern immer auf die Spitze steige. Da ändert beim Vapor auch XS-Edge nichts an dieser Tatsache. Heißt bei guter Technik hält der Vapor so 8 Monate, wenn man ihn nicht allzu oft am Plastik quält. Wiederbesohlung ist kein Thema, da die Konstruktion sehr solide ist. Einzig kleine Ablösungen am Randgummi im Bereich der großen Zehe sind möglich. Da die Zehenbox nicht so abriebfest ist, wie der Rest des Schaftes könnte das für Elbsandstein Freunde und leidenschaftliche Toe-Hooker zum Problem werden. Klettert man „normal“ am Kalk dürfte Vapor auch die erste Wiederbesohlung unproblematisch überstehen. Die Ferse hat sich bei mir bis jetzt nicht abgelöst. Ich weiß nicht ob es an dem verringerten Hooken oder einem guten Kleber liegt. Sicher kriegt man auch diese Ferse, wie auch die Miura Ferse kaputt, die die Konstruktion hat nur mal die Schwachstelle. Aber bei mir bis jetzt wie gesagt nicht eine Spur davon, obwohl ich schon einiges weggezogen habe mit dem Schuh. Alles in einem ist Haltbarkeit sehr in Ordnung. Vapor ist zwar nicht unkapputbar aber langlebig.

 Empfehlung/Einsatzbereich/Klettergebiet

Dieser Kletterschuh ist Allrounder– Fakt. Wer Miura Lace mochte aber Probleme mit seiner engen Passform hatte, sollte den hier

Senkrecht oder leicht überhängend auf kleinen Leisten – da geht er voll ab!

probieren. Ich nutze ihn zu allen Anlässen: Bouldern, Routen, MSL und das am Plastik wie am Fels. Für Sandstein ist die Gummimischung für Reibungssachen am Limit etwas zu hart. Alles andere geht mit dem Vapor Super gut. Ganz kleine Löcher sind mit der Runden Spitze zwar auch möglich, Leisten gehen aber merklich besser. Problematische, imaginäre Tritte sind auch ok, wären mit weicherem Gummi aber auch besser zu stehen. Für MSL muss man wissen, dass die Ferse auf Dauer echt drückt und an jedem Stand vom Fuss muss. Ansonsten ist es ein super Mehrseillängen Schuh, da er die Füsse langfristig unterstützt und auch schwierige Passagen locker meistert. Als einen reinen Boulderschuh oder einen Kletterschuh für ausschliesslich überhängende Sachen, würde ich Vapor nicht einsetzen, da gibt es geeignetere Modelle. Als einen Schuh für alles und vor allem für den Fels dagegen auf jeden Fall.

 Fazit

Hat man breite Füße, schwere Knochen und ist in Harz und

Gemütlich, stark und nicht überteuert!

Alpenvorland unterwegs kommt man an diesem Kletterschuhmodell nicht vorbei. Für den Preis ist Vapor genau so wie seine Geschwister eine absolute Empfehlung. Die Kombination aus Performance und Komfort die man mit diesem Kletterschuh bekommt ist so gut, dass man als Anfänger in seiner Kletterentwicklung bis zum 9- nur ein Paar Schuh braucht. Leider nicht von Haltbarkeit aber vom Potential allemal. Mit einigen Veränderungen wie dem zusätzlichen Abschlussloch der Schnürung, Bi-Tension im Innen- und Außenkantenbereich  oder der weniger aggressiveren Fersenvorspannung wäre Vapor noch ausgereifter und wirklich unschlagbar.

Weitere Informationen:

Testbericht Vapor engl.

[vimeo 43116492]

16 Antworten zu Scarpa Vapor

  1. arwed schreibt:

    danke für die ausführliche schilderung…ich kann fast alles nachvollziehen da ich den schuh auch bouldere…allerdings mit schmalen füßen…ich hab jetzt mein zweites paar eine halbe nummer kleiner und werde das fersenband ein wenig tunen…entweder perforieren oder runterschleifen…die vorspannung ist mir wie dir zu aggresiv…da ist zu viel luft in der ferse und es drückt auf dauer den fuß zu sehr nach vorne in den schuh…das treten mit innen- und außenrist ist auch sehr komfortabel mit diesem schuh…ich bin nicht so der frontalantreter…auf (reibungs-)platten ist die performance allerdings nicht besonders…da ist er einfach zu steif…

    • kletterschuhtest schreibt:

      Hallo, Danke für deine Erfahrungswerte! Wie passt dir denn der Vapor bei deinem schmalen Fuß? Hast du nichts passenderes gefunden oder woran liegt es, dass du dich wiederholt für den (imho echt breiten) Vapor entschieden hast?
      Und…
      Wie lange hat der alte gehalten – wegen XSEdge usw. Ich höre nur negatives über das Gummi von vielen Seiten.
      Vapor ist auf Innenkante zwar besser als Vapor V aber ich bleib dabei, so gut wie die Spitze ist die Innenkante bei der Vapor Serie nicht.
      VG

      • Carlo schreibt:

        ich habe mir auch den Vapor gekauft und bin absolut zufrieden! Habe mir zuvor auch dieses SUPER Review durchgelesen! Vielen Dank an dieser Stelle nochmal! Was mich allerdings an dem Schuh ein bisschen stört ist das auch oben genannte Problem mit dem Fersenband! Das drückt schon sehr stark auf meine Achillessehne. Allerdings rechts mehr als links. Hat da mittlerweile schon jemand versucht den Druck durch Perforieren zu mindern? Und kann mir evtl. jemand Tipps geben, wie ich das Band idealerweise bearbeite, ohne den Schuh zu „zerstören“? Ich traue mich da noch nicht so richtig dran! Vielen Dank schon einmal

      • kletterschuhtest schreibt:

        frohes neues carlo !
        🙂
        also ich habe mal am Scarpa Boostic rum geschnitten. Habe es wie folgt gemacht: scharfe, dünne Klinge (Teppichmesser z.Bsp) genommen und mit der Spitze Streifen reingeschnitten. Ging bei mir nicht so leicht wie ein warmes Messer durch die Butter also schneid dich nicht und schneid nicht zu tief rein. Ich würde nicht bis zum bzw. über den Rand schneiden. Viel kaputt kannst du nicht machen das Gummi ist recht dick und gut verklebt – fällt also nicht gleich auseinander dein Vapor.
        Hab mich nur gefragt wofür ich soviel Geld ausgebe, um es dann durch Schneiden bequemer zu machen. @ Heinz Mariacher: ich bin sicher nicht der einzige der das so sieht.
        Viel Erfolg!

  2. Murray schreibt:

    Hello, very thanks for you reviews. I have a wide foot (105mm) and is 245mm long, I think it’s a roman type. I have tried the Vapor V, 40 and 40,5 (i normally wear 41 for normal shoes).
    I fell them very well unless for the big toe that is way too back and I feel pain on the top, slightly before the contact with the upper rubber, at the articulation.
    Do you know if other models from Scarpa with the same overall fit, could be less aggressive with the big toe? I mean slightly more flat, or long, in the „toe box“.
    Really thanks

    • kletterschuhtest schreibt:

      hey,
      i´m little bit confuse about the sizing: 41 Street and 40/40,5 in Vapors. Me: 43 Street and 41/41,5 maybe 42 for really comfortable fit.
      May be Scarpa did change his sizing in the production.
      May be you are comfort orientated climber – i don´t know 🙂

      Possibility 1: Scarpa Vapor S is a bit smaler as Vapor V but they are build on Leather, so you can create you own fit really quickly (1st session).

      Possibility 2: If you are performance orientated you can try the Boostic, they have a bit longer toe box in the big toe area. Actually they are narrower (not like Cobra and stuff but narrower) may be it will be a trouble with the sizing. Me: 41,5 EU is a MINIMAL size.

      Possibility 3: May be you try Testarossa or Miura VS

      Possibility 4: If you are on the comfy side, may be the Scarpa Force (Force X – release 2013) is a possibility. They are more flat in the toe box and have no Downturn. They are less asymmetrical as Vapor series.

      Good Luck

      PS: also important is the fact how asymmetric you foot shape is.

  3. Murray schreibt:

    Very thanks for your complete answer 🙂
    For the size I could probably fit the 39.5, the problem is that the bone of the big toe is so painful even with the 40 that I couldn’t try the smaller version. It was just too much in „hammer position“, too
    much retracted. I feel the same pain with the 40.5 version but only when I make pressure with the toe, not always.
    I already tried the testarossa and the miura but they are too asymmetrical for me.
    I tried the scarpa veloce, if I don’t remember wrong they are the old model of the force but my second and third fingers are compressed a lot even if the toe can’t make adequate pressure on the front, it stays completely flat.(I don’t have a greek foot but the toe and the second finger are same length)
    For now my foot felt better in the katana velcro 38 but I would prefer something more rigid and durable. (I love the fitting of the vapor unless for that toe problem)
    Thank you again for the precious help, I’ll try the vapor S or the boostic if I can find one.
    I can order a booster under offer, it is similar to the boostic for the shoe size? Thank you again for your time

    • kletterschuhtest schreibt:

      no problem man,
      booster is completely different from boostic. Booster is much wider and have more volume. Boostic is more flat in the toe box as booster. I have 41,5 EU in both as a Minimumsize. Try booster in 40 or in 39,5. But they will flex you toes maximally.
      May be 5.10 Galileo is for you?
      cheers

  4. Markus schreibt:

    Meine Erfahrung mit dem Vapor V in puncto Achillessehnendruck, war am Anfang ebenfalls wie oben beschrieben. Ich hab dann angefangen die Stelle, die den Druck ausübt nach außen zu dehen (einfach mit den Fingern nach außen/schräg unten „rollen“ oder ziehen). Nachdem ich das bei jedem Mal klettern für (etwa 30 Sekunden lang) ca. 5-7 Klettertermine lang gemacht habe, verschwand dieses Problem komplett.

    • kletterschuhtest schreibt:

      Hi Markus,
      DANKE für deine quasi nicht invasive Methode – sehr interessant! Der Vapor wird irgendwann ähnlich wie der Stix neu aufgelegt, dann wird das Gummi an der Ferse dünner gemacht, so dass es nicht mehr ganz so aggressiv ist – hat zumindest der Hans Mariacher gesagt 🙂

      VG

  5. Joachim schreibt:

    Hallo Schorsch,
    erstmal ein riesen Dankeschön für diese Seite! Mit Abstand die beste deutschsprachige Seite für Kletterschuhtests im Netz!
    Bin auf der Suche nach meinem nächsten Paar Kletterschuhe. Da ich sonst nicht weiß wohin damit, poste ich es mal hier hin.
    Meine Fußform ist ziehmlich identisch mit deiner. Links 25,9cm lang x 9,8cm breit, rechts 26,0cm lang und 10,0cm breit.
    Bis jetzt hatte ich in kurzer Folge Nago in 41 (viel zu groß und unpassende Form), Katana in 40 (zu groß und unbequem), Miura Lace in 39,5 (endlich vorn dran mit dem großen Zeh, dafür starben meine kleinen Zehen halb – ich war immer noch blutiger Anfänger …) sowie Scarpa Feroce in 40,5 (endlich Platz für die kleinen Zehen bei passender Größe, dafür killte er mir rechts das erste Gelenk vorn am großen Zeh).
    Seit Juni 2012 kletter ich 2x die Woche mit dem Shaman in 42,5 (bequeme Größe) an besandeten Kunstwänden – abzüglich 3 Monaten Urlaub und krankheitsbedingter Pause. Die Sohle ist inzwischen fast alle, aber noch vorher wird sich wohl mein rechter großer Zeh endgültig vorn durch den Randgummi gearbeitet haben. Für mich ein super Schuh für die Halle dank dem klebrigen Trax Rubber – mit unerwartet langer Haltbarkeit. Für den Felsen in der Senkrechten bietet er mir aber einfach zu wenig Support. Da tun mir die Zehen schon nach 30 Klettermetern auf kleinen Leisten weh.

    Für den Felsen hatte ich dann parallel den Vapor Lace erst in 41 (zuviel Luft an der Ferse, dafür an der Ferse aber auch erträglich), später in der 40,5 (deutlich performanter bei deutlich erhöhten Schmerzen an der Achillessehne). Die Spitze und die Form der Zehenbox sind ein Traum, XS Edge in der Reibung eher das Gegenteil sobald er auch nur leicht schmutzig ist – was er am Fels nunmal oft wird. Gibt es schon einen Termin für den überarbeiteten Vapor? Mit einem weniger aggressiven Heck hätte er das Zeug zum Klassiker für Leute mit breiten/römischen Füßen. Für mich klar der bessere Miura. Im Moment ist er mir für längere Sachen aber einfach zu schmerzhaft am Heck.

    Den Shaman mag ich von der Form her auch bis auf die etwas voluminöse Ferse. Die Zehenbox könnte evtl einen Tick breiter sein, aber das gleicht der weiche Randgummi super aus. Die Zehenbox ist beim Vapor deutlich bequemer durch die weniger dick auftragenden Nähte innen. Das Leder im Vapor ist mir auch sympathischer als das Futter im Shaman.
    Hast du eine Idee was drinnen wie draußen bei mir funktionieren könnte? Ein Hallux Valgus freundlicher Schnitt ist mir wichtig. Der Testarossa passt mir super bis auf die weite Ferse, ist mir für draußen aber auch zu weich.
    Warten auf den neuen Stix? Instinct Lace? Oder ist die Zehenbox die gleiche wie beim Feroce? Oder doch Shaman eine halbe Nummer kleiner als jetzt für mehr Support?
    Slipper schrecken mich eher ab, 3 Velcros oder Schnürung find ich super um den Schuh ordentlich am Fuß zu fixieren.

    Viele Grüße Joachim

    • kletterschuhtest schreibt:

      Grüß dich,
      du hast ja echt schon einiges durch.
      Folgende Vorschläge hätte ich:
      Instinct VS – einer der breitesten am kleinem Zeh, kein echter Spaß am großem Zeh… – bin sehr zufrieden am Fels und Halle sowieso
      Instinct Lace – hmm ich weiß nicht… Mir passten die am dritten Zeh nicht (der ist fast so lang wie der zwote)
      Miura VS – ist nach wie vor mein Allround Favorit! Am kleinem Zeh mittlerweile etwas schmäler aber der ist aus Leder und lässt sich formen.
      Mago – etwas unterstützender als Testarossa – die ferse ist da eher schlechter…
      Rock Pillars Diamond von der Steifigkeit her fast wie Miura Lace (fast 🙂 aber die gleiche geile Form wie Testarossa mit besseren Ferse. Leider etwas unbequem.
      Seit Sommer bin mit dem Katana Laces sehr zufrieden am Fels unterwegs (voralpenkalk, arco…) die aktuellen Charges sind von der Form her leider nicht wie die von 2009, echt schade für den kleinen Zeh.
      Auf den neuen Stix bin ich auch sehr gespannt.
      Viel Erfolg

      • Joachim schreibt:

        Mit kein echter Spaß am großen Zeh beim Instinct VS meinst du die valgus-lastige pointierte Spitze? Im Laden hatte ich ihn in 40,5 auch schonmal kurz an – schien die optimale Größe für mich zu sein. Zeit um andere Größen zu testen hatte ich leider nicht und hab ihn seitdem auch in keinem Laden in meiner Nähe mehr gefunden. Auf kleinen miesen abschüssigen Spax stand der bombig! Merklich weicher als Vapor, aber Bi-Tension leistet auch hier ganze Arbeit. An der großen Zehe empfand ich ihn dabei aber auch als etwas schmerzhaft. Keine Ahnung ob sich das später gibt und inwieweit er noch größer wird.
        Miura VS hat mich im Laden immer abgeschreckt, da der Leisten der gleiche wie beim Lace zu sein scheint. Den hatte ich versucht mit Wasser zu dehnen, aber viel gebracht hat es nicht. Vielleicht war ich damals aber auch nur zu ungeduldig/schmerzempfindlich.
        Danke!

      • kletterschuhtest schreibt:

        mit kein Spaß meine ich eher den Druck auf das Zehengelenk, bzw. Reibung an diesem durch das Lorica Obermaterial.
        Meiner Erfahrung nach wird es mit dem Instinct nicht viel Besser als es zu Beginn ist. Es wird erträglicher keine Frage, aber so richtig kuschelig sind meine nicht geworden.
        Zum Miura. Den VS zu dehnen finde ich einfacher als den Lace. Liegt auch etwas am Leder (finde ich weicher) und am Innenfutter.
        Den letzten VS habe ich aber 40,5 statt 40 (wie früher) geholt. Der tut es aber genau so..!
        VG

  6. tralala schreibt:

    Hi, erstens: geiler website!
    Zweitens: Hast du schon die neue gelbe Vapor Lace probiert? Die alte lace ist meinen lieblingsshuh. Hatte noch nie zo ein gute passform. Ich habe die neue velcro anprobiert, aber ich habe es gefuhl die Form hat sich etwas geändert. Wie ist das beim Lace?

    • kletterschuhtest schreibt:

      Servus
      1) danke
      2) Ich meine Vapor Lace 2.0 ist von der form der alte spectro. Ist also anders als Vapor L. 1.0. An deiner Stelle würde ich das einfach ausprobieren!
      2.0 müssste noch präziser als 1.0 sein…
      Bin gespannt was du meinst!
      VG

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