Five Ten Blackwing

Kletterschuhe  Five Ten Blackwing im Test

Träume werden wahr oder die neuen Five Ten Modelle in der Hand (Eine Zeitraffer-Dokumentation)

Die Vorgeschichte

v.l.n.r.: Hornet 9 UK – Quantum 8,5 UK – Dragon 8,5 UK – Blackwing 8 UK // Unterschied in der Größe ist zum Teil der Perspektive geschuldet

Wie ich schon in einem Artikel berichtet habe, bringt Five Ten im nächsten Jahr diverse neue Modelle, die mich brennend interessieren und Träger meiner Hoffnungen sind, raus. Neulich ist es mir gelungen, die Masse der noch nicht erschienen Five Ten Kletterschuhe „physikalisch“ kennenzulernen und sogar anzuprobieren. Es war ein totaler Glücksfall, dass ausgerechnet in dem Laden, wo ich ein Paar Dragons anprobieren wollte eine ganze Kiste mit den neuen Modellen rumstand und ich diese bestaunen, anfassen und vergleichen konnte. Nun zum Five Ten Blackwing, der als Nachfolger und/oder Ergänzung zum Five Ten Klassiker Dragon erscheinen soll.

Optik, Verarbeitung

Optik ist echt schick

Die Optik des Kletterschuhs Blackwing faszinierte mich bereits, als ich ihn zum ersten Mal auf den Bildern gesehen habe. Die asymmetrische Form, klauenartiger Downturn gepaart mit den schwarz-rot gestreiften (Gummi) Oberfläche des Obermaterials, der weiß umrandeten Einstiegsöffnung, sowie den weiß-schwarzen Klettverschlüssen, ergeben für mich eine sehr ansprechende, dynamische Optik und machen so richtig Appetit. Die Verarbeitung des Mustermodells, das ich in die Hand bekam, war Five Ten typisch: gute solide, vertrauenserweckende Qualität die jedoch ähnlich wie beim Team etwas feiner, als beim Anasazi ausfällt.

Von der Sohle bis zur Zunge alles gut verarbeitet

Insgesamt ergab sich bei mir ein sehr guter Eindruck: Die Nähte sind sauber abgeschlossen, nirgendwo waren loser Fäden zu sehen, die Umlenkösen der Klettverschlüsse sind (ähnlich wie bei Galileo und anderen Velcro Modellen) gut dimensioniert und bieten ordentlich Platz für die Velcrobänder zum Gleiten. Die Kanten der Sohle waren scharf geschliffen und die Verklebungen des Randgummis waren trotz der vielen „Löcher“ tadellos. Alles in einem – Top. Was man aber auch für den Preis von 125 EUR erwarten kann.

Konstruktion

Vorspannung und Downturn identisch

Der Leisten ist im Prinzip der gleiche wie beim Dragon Lace, so dass sich eine ganz ähnliche Passform ergibt. Blackwing ist lediglich etwas schmäler. Der Downturn ist stark und fällt am meisten auf, wenn man den Kletterschuh von der Innenseite betrachtet. Die Zehen werden richtig nach unten gebogen und können dank der eher weichen Sohle ordentlich greifen. Five Ten arbeitet im Gegensatz zu La Sportiva und Scarpa immer noch mit durchgehenden Sohlen, was auch beim Blackwing für eine Spannung im Fußgewölbe sorgt und den Fuß auf „klassische“ Weise unterstützt. Die Sohle besteht hier aus 3,5mm-3,8mm starkem Stealth Mystique Rubber, der sich bereits bei neueren Modellen (Projekt, Team) bewährt hat. Die Löcher, im relativ weit hochgezogenem Randgummi, fallen deutlich größer aus, als beim Dragon und lassen auf einwenig mehr Komfort hoffen. Die Einstiegsschlaufen sind dick und starr genug, so dass die Finger beim Einstieg nicht unnötigerweise leiden müssen – hier hat Five Ten endlich die Mängel aus der Produktion von neuen Modellen (Anasazi Blanco und Jet 7) erkannt und abgestellt. Gut so!

Ferse ist etwas anders gestaltet

Die Ferse ist ähnlich wie beim Team nur auf der Innenseite gummiert, was ich sehr begrüße, denn an dieser Stelle hooke ich persönlich nie. Weniger Gummi – weniger Gewicht ist keine schlechte Formel in der Leichtigkeit fixierten Kletterwelt. Ansonsten ist die Ferse hinten eine Mischung aus den Fersenformen von Dragon, Team und Jet 7. Die Vorspannung der Ferse mit dem Sling-Shot-Rand ist dabei durchaus mit den genanten Modellen vergleichbar und macht gehörig Dampf nach vorne.

Die Form ist fast identisch. Dragon auf Höhe 2-3 Loch etwas breiter

Die Beschichtung des Obermaterials im Bereich der Zehen ist auch ein eigenes Kapitel für sich. Bei meiner kurzen Analyse konnte ich feststellen, dass beim Blackwing dünne, rote Gummistreifen sehr dicht auf das schwarze Obermaterial geklebt, vulkanisiert, oder was auch immer, sind. Das ergibt ein griffiges Gummigefühl, wenn man mit dem Finger drüber geht, und nimmt dem Obermaterial nicht die Flexibilität, wie es die Toe-Hook Patches meistens machen. Dadurch gibt es weniger Druckstellen auf den Knöcheln der Zehen und der Komfort nimmt bedeutend zu. Wie sich diese feine „Gummierung“ bei den Toe-Hooks bemerkbar macht, kann ich bis jetzt nicht sagen. Die Technologie ist jedoch wirklich interessant und auf den ersten Blick vielversprechend.

Passform und Größe

Blackwing ist noch schmäler

Der Kletterschuh Blackwing lag in der Größe EU 42 vor, was ein reiner Glückstreffer für mich war. In dieser Größe wirkte Blackwing ziemlich klein, als ich ihn an meinen Fuß legte, um durch den Längenvergleich die Größe besser einschätzen zu können. Doch als mein Fuß (im Vergleich zum Team und Jet 7) nahezu mühelos in den Blackwing flutschte war ich überrascht wie „groß“ dieses Five Ten Modell doch war. Spontan beschloss ich, dass eine halbe Nummer kleiner,  also EU 41,5 (UK 7,5), die richtige Variante für mich wäre, und stellte fest, dass Blackwing größentechnisch nichts mit dem Dragon und Team gemeinsam hatte. Ob die Größe/Passform dieses Mustermodells den Verkaufsmodellen 2011 entsprechen wird, kann ich nicht sagen, aber erste Hausnummer habe ich erhalten. Persönlich finde ich es suboptimal, dass die Downturn Serie (Jet7, Dragon, Team usw.) größenmäßig nicht gleich ausfällt. Es wäre auch zu schön, wenn man einfach nur seine Dragon Größe bei allen anderen Modellen „anwenden“ könnte und sich so das Hoffen und Bangen beim Online-Kauf erspart.

Ich finde, dass Blackwing etwas weniger asymmetrisch ist

Die Passform ist ganz abgesehen von der Größenproblematik wirklich sehr gut. Da die Passform ganz klar mit der eigenen Fußform zusammenhängt, muss das jeder für sich selbst entscheiden. Fakt ist: Die Dragon Fans werden hier eine ähnliche Passform im Zehenbereich finden. Ansonsten werden meiner Ansicht nach, alle Fußtypen (ägyptische, römische und evtl. sogar griechische) mit diesem Modell glücklich werden. Denn Blackwing ist deutlich angenehmer im Neuzustand als Dragon und Jet 7 und ist wirklich „out of the box“ komfortabel.

Da ich kein großer Fan von Schmerzen und dem leidvollen Eintragen bin, freue ich mich tierisch darüber, dass Five Ten nun langsam mit europäischen Herstellern im Bereich der „Bequemlichkeit von Beginn an“ gleich zieht und endlich Kletterschuhe macht, mit denen man sofort loslegen kann, ohne sie tagelang beim Fernsehen Gucken weiten zu müssen.

Aus dieser Perspektive sieht Blackwing kurviger aus. Es täuscht

Der Grund für die so erstaunlich bequeme Passform ist die Beschaffenheit des Obermaterials. Ich fand das Material bei allen neuen Modellen, etwas dünner, weicher und nachgiebiger, als es noch bei älteren Serien (Anasazi, Dragon etc.) der Fall war, ist. Das und eine weichere Polsterung (da habe ich leider nicht so genau nachgeschaut …) machen Komfort selbst bei aggressiven Formen wie dem Blackwing möglich. Eine wirklich Prima Sache, denn die schmerzvolle Einkletterzeit gehört bei Five Ten wohl nun der Vergangenheit an.

Die Ferse fällt definitiv anders aus, als beim Team und Dragon, ob man Sie mit der des Jet 7 vergleichen kann/soll weiß ich nicht. Tendenziell läuft sie hinten nicht so schmal zusammen, wie es bei genannten Modellen ist. Fakt ist auch, dass ich in der Größe UK 8 deutlich mehr Luft unten an den Seiten und in der Spitze der Kappe hatte als beim Team und Dragon. Das kann bei der Größe UK 7,5 aber wieder anders aussehen, deshalb möchte ich hier noch kein Urteil fällen.

Performance – wie klettert sich der Five Ten Blackwing

gleicher Downturn, eine noch weichere Sohle – noch mehr „Grip“ im Überhang

Da kann ich leider, leider keine einzige Angabe/Aussage machen, denn ich bin kein mm mit dem Blackwing geklettert. Beim Antreten auf dem Boden fühlte sich Blackwing ähnlich an wie Dragon und zeigte flexible, nicht so steife und gefühlvolle Eigenschaften.

Besonders auf die Toe-Hook Performance bin ich gespannt, denn die tastbar griffige „Beschichtung“ und das flexible Obermaterial geben den Zehen (HOFFENTLICH) die Möglichkeit ordentlich angehoben und in Richtung Spann/Hook-Fläche gedrückt zu werden. Mal sehen … sobald ich Blackwing habe und ausgiebig getestet habe, werde ich hier entsprechend berichten!

Haltbarkeit

Ähnlich wie der Performance kann ich hier nur mutmaßen, aber bei der Verarbeitung und der Auswahl der Materialien kann die Haltbarkeit des Blackwing nicht schlechter ausfallen, als es bei den aktuellen Modellen (Verwandten) der Fall ist.

Empfehlung/Einsatzbereich/Klettergebiet

Dragon ist etwas tiefer geschnitten u. stärker an der Ferse vorgespannt

Ich persönlich sehe für mich die Stärken des Blackwing (ganz klar!) im Überhang. Das heißt in der Fränkischen, beim Bouldern in etwas steilerem Gelände sowie am Plastik (wobei viel zu schade) ist Blackwing sicher 1A. Des Weiteren erhoffe ich mir durch die mittelsteife Sohle und gute Sensibilität auch in technisch anspruchsvollem und nicht so steilem Kochel gute Ergebnisse. Aber: Versuch macht klug!

Fazit

Schmal, weich, griffig

Nach meinem kurzen Probier-Test im Laden freue ich mich noch mehr darauf Blackwing bald (2011) anzuschaffen und auf Herz und Nieren zu testen. Die mir gut passende Dragon Passform mit nun um Welten besseren Komfort, sowie die Hoffnung auf geile Performance haben mich dazu gebracht, jetzt schon für den Kauf zu sparen. Endlich der perfekte Kletterschuh???

Ich werde berichten ………..

UPDATE: 03.05.2011

Habe heute das Blackwing Serienmodell ausgecheckt – Ergebnis:

Jet 7 (zwar nicht mehr in Original Form) ist deutlich breiter

ganz anders als der Prototyp. In derselben Größe 8 UK hat der Schuh meinen Fuß gekillt … Five Ten hat wohl bei allen neuen Schuhen die Schraubzwinge verwendet und sie ALLE (Quantum, Arrowhead, Blackwing, Hornet) schmal gemacht. Auch ist Blackwing nicht so weich, wie ich oben geschrieben hatte. Insgesamt in etwa so steif (oder eher so weich) wie Dragon. Die 8 UK passt mir ähnlich wie Jet 7 in 7 UK … Auch die Passform erinnert mich sehr an Jet 7. Ich denke ich gebe mir demnächst lieber die 8,5 UK bei Blackwing – die Füße werden es mir danken!

Ganz so breit wie Jet 7 Ferse ist die BW Ferse nun auch nicht

Die Ferse hat mehr Luft als die von Dragon und erinnert mich ebenfalls an Jet 7. Alles in einem evtl. ein Tick härter als Jet 7 ansonsten gleich. Leider ist die Toe-Hook Performance nicht so gut wie beim Jet7 da die Gummistreifen nicht so griffig sind.

Also alle Schmalfüßler aufgepasst: Die neuen Five Ten sind was für Euch, der Rest muss etwas leiden …

Testbericht kommt demnächst!

UPDATE 07.06.2011

Wer die Kommentare unten gelesen hat, weiß um die weich-hart Diskussion.

Nun habe ich endlich den Blackwing in „Gemütlicheren“ 8,5 UK ausgiebig testen können und habe folgende Infos zusammengetragen:

Wenig Gummi – Mehr Gefühl

Dieser Kletterschuh ist wie der Christoph absolut richtig meinte DEUTLICH weicher als Dragon und auch weicher als Jet 7. Mein falscher Eindruck (siehe oben) entstand durch die Spannung der Minimalgröße (8 UK). In der normal/optimal Variante merkt man die softe Konstruktion der Sohle ganz deutlich, scheinbar ist die Zwischensohle noch dünner oder wurde beim Blackwing einfach weggelassen.

Sehr leicht zu verformen und anzupassen – die weiche Sohle

Die Performance in der Senkrechten leidet für mich (82+ kg) persönlich unter der weichen Ausführung. Schade, Schade aber für Routen in Kochel ist dieser „Lappen“ für mich zu weich und bietet nicht genügend Stabilität. Dafür kann er richtig gut unmöglichste Trittstrukturen umfassen und an allem Möglichen im Überhang ziehen. All das benötigt dennoch einiges an Zehenkraft und das dauerhaft!

Das Gummi klebt wie die Hölle und verschleißt relativ wenig. Die Passform wird alle Schmalfüßler sehr erfreuen, denn diese sockenartige Schöpfung ist (für mich) extrem schmal. Ich komme zwar rein und habe auch nach 2-mal klettern keine Schmerzen, aber die schmale Sohle nimmt mir (gefühlt) Potenzial zur Kraftentwicklung des Fußes. Ich brauche einfach breitere Leisten …

Geht in recht langen 8,5 UK gut. Es fehlt aber eine richtige Gummierung

Hooks und Toe-Hooks gehen richtig, richtig gut. Einziger Wermutstropfen sind die Plastikstreifen auf dem Obermaterial, die bei Weitem nicht so eine Reibung an den Tag legen wie die Jet 7 Gummierung. Außer für das Bouldern (drinnen und draußen -speziell in der Fränkischen) würde ich diesen Kletterschuh nicht empfehlen. Fußstarke Felsartisten werden jedoch den mangelnden Support in Kauf nehmen und von der superguten Sensibilität profitieren. Ein Kletterschuh für alle Fälle und alle Füße ist Blackwing nicht, in seiner Nische (dem Bouldern am Plastik und Fels) ist er jedoch seht gut dabei!

Obwohl ich von der weichen Sohle im Alltag enttäuscht bin. Mag ich den Blackwing sehr und bewahre ihn für spezielle Hook Einsätze und Dachprobleme!

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Weitere Informationen:

Passform und Fußform

Größenvergleich der Kletterschuhmodelle

Eigener Fuß – ein Anhalt

Review Blackwing women (engl.)

Review Blackwing (engl.)

in diesem VIDEO bekommt man Blackwing in Aktion zu sehen

12 Antworten zu Five Ten Blackwing

  1. christoph schreibt:

    hi!

    also deinen kommentar vom 03.05 kann ich nicht ganz nachvollziehen, habe heute selbst meinen ersten blackwing bekommen und er ist definitiv weich. sehr weich sogar, was mich aber glücklich stimmt da ich schon dachte sie hätten den jetzt härter gemacht als ich erwartet habe. mit weich meine ich subjektiv viel viel weicher gleich beim ersten anziehen als ein etwa gleich großer dragon (auch wenn ich die etwas enger trage was da in die gefühlte härte vielleicht hineinspielt) und auch sicher weicher als ich meine jet7 so frisch aus der schachtel in erinnerung habe. zur größe muss ich sagen ich trage die jet7 in UK 6.5, die dragons in UK 7.0 und die team welche sehr eng ausfallen in UK 8.0. den blackwing habe ich auf empfehlung in UK 7.5 bestellt was auf anhieb gepasst hat und von der schuhlänge her ziemlich genau dem team in 8.0 entspricht. warum auch immer die das nicht wenigstens innerhalb einer bauart von schuhen halbwegs gleich machen können, aber bitte… das nur zur hilfe.

    lg,

    christoph.

    • kletterschuhtest schreibt:

      Hi,
      danke für die Info Christoph! Mein Kommentar basiert auf meinem subjektiven Empfinden. Ich hatte den Dragon in 8,5 UK (kleiner geht´s nicht) auf einem Fuß und den Blackwing in 8 UK (auch Minimalgröße) auf dem anderen und auf den Spax im 15° Überhang konnte ich keinen großen Unterschied feststellen (zumindest im Zehenbereich) nur im Bereich des Grundgelenks liess sich der Blackwing etwas leichter durchbiegen. Vielleicht habe ich mich auch getäuscht, warte immer noch auf meinen 8,5 UK Dragon, mal sehen wie das Teil sich dann anfühlt.
      Finde übrigens super, dass du deine Erfahrungen einbringst! Hilft sicher einigen „nach Infos Suchenden“ weiter!!!

      Viele Grüße

  2. christoph schreibt:

    hallo nochmal!

    ja, vielleicht haben wir eine etwas andere vorstellung davon was einen schuh „weicher“ macht als einen anderen. für mich ist es eben das, natürlich subjektive und von der größe abhängige, gesamtgefühl. beim ansteigen eines einzelnen trittes in einer nicht allzu steilen neigung kann es natürlich sein dass sich das nicht anders anfühlt, die sohlen werden ja auch in etwa gleich dick sein denke ich.

    ich habe den schuh die ersten tage hauptsächlich draußen in steilen schweren kalkbouldern getestet und war sofort begeistert. also für mich ist der schuh insgesamt viel weicher als mein dragon (den ich aber wie gesagt leider etwas enger habe und der daher nur bedingt vergleichbar ist) aber auch als mein ziemlich genau gleich großer team 5.10 und ermöglicht somit eigentlich ab dem ersten anziehen ein richtiges greifen und ziehen und schmieren mit dem ganzen fuß. ich spüre sozusagen richtig die tritte durch und kann damit sehr präzise steigen und druck aufbauen. sicher auch viel mehr als bei meinen jet7 wie sie neu waren, nur die trage ich schon seit einem jahr nicht mehr und habe das daher nur so ungefähr in erinnerung. ich finde der schuh ist, wenn man ihn in der hand hält und versucht die sohle im bereich des ballens zu biegen, wesentlich leichter roll/biegbar als es bei meinen dragons und teams der fall ist, das unterstützt meine praktische erfahrung am fels ein wenig denke ich…

    also meinerseits ein unbedingter tipp für leute die gerne weiche schuhe haben, aber nicht so ganz extrem weiche schlapfen mit gar keiner sohle/zwischensohle wie es beim project modell der fall war! erstaunlicherweise fühlt er sich subjektiv jedenfalls wesentlich softer als der team an was die klassische reihe von weichem schlüpfer über mittelharte velcros bis zu meistens eher harten schnürschuhen etwas durcheinanderbringt. langzeiterfahrung habe ich damit allerdings natürlich noch keine, bin nur vom ersten tag weg extrem beeindruckt von dem schuh…

    lg,

    christoph.

  3. christoph schreibt:

    ps: ich trage eigentlich nur modelle mit vorspannung, aber nie so knalleng dass ich total in eine extreme biegung reingequetscht bin weil ich so subjektiv viel mehr steiggefühl habe und besser selbst aktiv was mit dem fuß machen kann, zb bei toehooks… wenn man die gleichen schuhe enger kauft und vielleicht anfangs sogar nur mit dem klassischen plasiksackerltrick reinkommt, dann fühlt sich das alles natürlich nochmal anders an.

    • kletterschuhtest schreibt:

      hi,

      super konstruktive Kommentare Christoph!!!
      Auch bei der Größenwahl gebe ich dir vollkommen Recht! Mein Minimal-Dragon (8,5 UK) ist im nach hinein 0,5 UK zu klein. Durch die Hohe Spannung der kleinen Größe rutsche ich ab und an vom Tritt, da man nicht so gut mit den Zehen aktiv werden kann. Er wird aber auch nicht mal ne 0,25 Größe größer – kein Millimeter… War mir ne Lehre, daher nehme ich den Blackwing auch ne 0,5 Größer als er Minimal möglich wäre. Mein Problem mit den Dragon, Jet 7 Schnitt ist: wenn ich diese Schuhe größer wähle, dann bin ich mit dem großen Zeh vorne nicht ganz dran.

      Deine Erfahrungen mit den Steifigkeiten von Five Ten „Downturnern“ kann ich genau so bestätigen! Team kam mir auch härter vor als Jet und Blackwing. Ich denke es liegt an der ziemlich harten Spitze und den Kanten.

      Zu besseren Einschätzungen meiner Angaben zu Steifigkeit: Neben den von dir beschriebenen Roll/Biege Test, „taste“ ich mit dem Daumen die Sohle mit ordentlich Druck ab. Da merkst du dann sofort, wo die Zwischen ist (verstärkt, wo ausgeschnitten usw.) und wo sie aufhört.

      Bin auch ganz deiner Meinung was Kalk und Five Ten angeht. Habe nur gute Erfahrungen in Bezug auf Sensibilität und die typisch unförmigen Tritte gemacht.

      Wenn du den Blackwing fertig hast, schreib mal wie lange der gehalten hat, mal sehen wie große da die Unterschiede bei uns sind.

      Viele Grüße!!!

  4. Joona schreibt:

    Hello!

    The snow has (almost completely) melted here in Finland. I have had now owned Blackwings for about three months and had some outdoor bouldering experience with them too, so here’s my opinion about the shoes:

    Blackwing seem like a shoe that works well with different foot types. Of the dozens of shoes I tried on, Blackwing was the best fit for my feet. I’ve got slight morton’s toe, high arch and wide ball of the foot. Blackwings still fit much like they did in the store. Strecth is minimal, maybe 1/4 euro size. I got mine in size 42. My walking shoe size varies from 41 to 42. This might sound odd, but Blacking feels very much like Miura VS. The difference is less asymmetric toebox and more downturn on Blackwing.

    Blackwing is a shoe for hard sports climbing and bouldering. From face walls to overhung. Shoe is very supple but the top of the shoe gives the sole surprisingly good support, making Blackwing a notch better than slippers on small holds. The downturn has lessened in the three months of use, but I was personally hoping for that too. Less downturn makes the shoe more versatile. It hasn’t lost it’s performance on steep though. Supple shoe let’s you bend your toes up and down to „grab“ on holds. Grabbing toe hooks still isn’t perfect. There’s only rand rubber material on the top of the shoe. Many manufacturers now use soft high friction rubber on the top of the shoe. However, sole’s Stealth HF makes heel hooks stick like mad!

    Talking of the HF sole rubber: It’s sticky. Especially on cold spring time outdoor rock it grabs the stone impressively well. On the downside, the rubber is prone to wear quicly. This fact has kept my Blackwings as a sending shoe for those trickier problems.

    It may sound like I’m overly positive about these shoes but I find very little to complain. Fit is near perfect even for my weird feet and they do their job sending problems. Only question remains, how will they behave after a year of use and a resole. I haven’s seen any resoler stock Stealth HF soles, so a resole will definately change the performance of the shoes.

    • kletterschuhtest schreibt:

      nice review joona!
      did they also perform great in finish slabs?
      hope the blackwings still do a great job for you! 🙂

      cheers

      • Joona schreibt:

        Thanks!

        Slabs work well, both on micro edges and on pure friction. However, my feet get tired fast on slabs, most likely because of the tight downturned fit.

        I’m also bit afraid of slipping and destroying the rubber, so my slab work with Blackwings will be limited on short bouldering problems. I’m sure Blackwing will deliver when your problem includes moving on slab, but it certainly isn’t „the shoe“ for slab.

        BR,
        – Joona

  5. Joona schreibt:

    Hi!

    I’m back to report how the shoes are now after 10 months of use and a resole.

    During the summer some granite bouldering problems made me blame my shoes. The Blackwings didn’t seem to stay on those little sharp edges of granite. The shoes had started to soften up a fair bit, edges of the sole had rounded and my toes had pushed the rand material over the sole. Plus the warmer weather made the rubber softer.

    I got my self a new pair of La Sportiva Miura laces, in performance size 38,5. I knew could trust tight Miuras on granite. Now the Miuras are my dedicated shoes for granite. Blackwings are still my choice for sandstone and cold autumn and spring sends.

    After the summer I got the Blackwings to resole. Now there’s Vibram XS Grip under my toes. I feel certainly relieved now that I don’t have to worry so much about my shoe soles wearing down. Stealth HF was simply too soft for my weight.

    After the resole I have used Blackwings extensively indoors where they excell especially in bouldering. The fit is so comfortable for a performance shoe that I have lost my intress in slippers!

    If there’s something I would like to improve upon Blackwings it’s the rand material. The material seems to give in a bit too much, letting my toes push the rand over the sole. I wouldn’t mind if the insole was a bit sturdier too. Overall, I’m still very happy of my choice.

    • kletterschuhtest schreibt:

      Hey Joona really nice review!
      Thank you very much! i think it helps people a lot.
      i would love a stiffer midsole on blackwings to, but mass of climbers prefer this softness of this shoe.
      cheers

  6. Anderl schreibt:

    Hi,
    weist du ob der neue blaue Blackwing unterschiede im Vergleich zum rot-schwarzen hat?
    Danke schon mal im Vorraus

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s