Kletterschuhe La Sortiva Kataki – Test

Kletterschuhe, Samurai und Waffen

Die neue Generation der „Samurai Kletterschuhe“

Seit dem Tag an dem La Sportiva  das Modell Katana – das nicht weg zu denkende Allroundtalent, an den Start brachte, blieb es der „Samurai Linie“ treu. Seit dem kamen Katana Laces und Otaki dazu. Alle Modelle sind relativ hart, präzise und wirkungsvoll. Nun ist zeit für ein neues Modell geworden – den Kataki. Kataki bedeutet übersetzt die „Rache“ und wirft die Frage auf: „Wie genau grenzen sich diese Kletterschuhe von den anderen Samurai Modellen?“. Diese Frage soll dieser Testbericht beantworten.

Konstruktion und Passform – Kataki Kleterschuhe

Blau Weiß und etwas Gelb – Kataki ist eher moderat im Design

Kataki ist ähnlich aufgebaut wie Katana Laces( KL). Ein Paar neue Features sind dazu gekommen. P3 war zwar bei KL schon an der Tagesordnung, aber die Ausprägung der Vorspannung und des Downturns sind deutlich stärker. Soll heißen: meiner Meinung nach hat Kataki die stärkste Vorspannung und den deutlichsten Downturn aller „Samurai Modelle“. Die Sohle ist nicht durchgängig, das XS Grip Edge bedeckt die untere Seite lediglich zu 3/4.

Die Sohle ist nicht mehr durchgehend

Die Stärke der Zwischensohle beträgt 1,1 mm doch die „gefühlte“ Steifheit ist hoch. So kommt mir dieses Modell deutlich steifer als KL vor. Neben der etwas veränderten Sohlenkonstruktion kommen diese Kletterschuhe mit der neuen S-Heel Ferse daher. Diese ist besonders torsionsfest und macht ein Verdrehen der Ferse am Fuß nahezu unmöglich. Alles andere entspricht im Großen und Ganzen dem Aufbau des KL – die Aufzählung wäre eine reine Wiederholung.

Kataki ist schmaler und spitzer

Die Passform des Kataki lehnt sich stark an dem klassischen Katana Leisten an ist jedoch etwas anders. Während ich KL immer für eine etwas weitere Version hielt, kommt mir Kataki schmaler vor. In meinem Fall (relativ breiter Fuß) hat der kleine Zeh zu wenig Platz. Ein ausreichendes Weiten des Microfaseraterials der Zehenbox halte ich nach den gemachten Erfahrungen mit KL für aussichtslos und kann den Kataki für mich als unpassend und zu schmal abhacken.

S-Heel ist Top

Da hilft auch die Schnürung nichts, denn diese geht nicht weit genug bis zu den Zehen, bzw. lässt an meinem Hot Spot nichts verändern. Das Volumen für den Rist ist dafür dank der Schnürung gänzlich ausreichend. Wie auf den Bildern zu sehen ist, bleibt sogar noch platz über. Kataki kommt mir zudem etwas spitzer und einwenig Valgus lastiger vom Schnitt des Leistens vor der KL, mit dem er sich nun mal messen muss. Die Ferse sitzt dafür wirklich wie angegossen. Die S-Heel ist somit den funktionalen Aspekten eben auch bei Passform ganz vorne mit dabei. Insgesamt behält der Kataki die Tradition des Katana bei. Ein Leisten der recht neutral ist und vielen Fußtypen passt. Meiner Ansicht nach haben die ägyptischen Zehentypen etwas bessere Passformergebnisse aber für den Rest geht es natürlich auch. Die Größe fällt exakt genau so aus wie alle aktuellen La Sportiva Modelle. Ich tendiere derzeit zu 40,5 EU, dies sichert mir den Kompromiss zwischen Komfort und Performance.

Performance der Kataki Kletterschuhe

Der Downturn ist sehr prominent

In der kurzen Zeit haben ich das Hauptaugenmerk auf den Vergleich mit der „Konkurrenz“ gelegt. So musste Kataki gegen KL, Miura XX, und Miura VS antreten. Dieser Vergleich ist nie absolut objektiv, denn meine KL sowie Miura VS haben schon einige Routen im Fels hinter sich. Miura XX war dagegen neu. Nach meiner persönlicher Bewertung ist Miura XX der präziseste Kletterschuh von La Sportiva. Er bietet die optimalste Mischung zwischen Härte, Gefühl, Präzision und Unterstützung.

Etwas schief aber performativ

Kataki folgt diesem Modell dicht dahinter, Miura VS und KL halten sich für mich die Waage. Ich muss jedoch dazu sagen, dass dieser Vergleich stark pauschalisiert ist und in kleinster Weise den feinen Differenzen  zwischen den genannten Kletterschuhen Rechnung trägt. Durch den stärkeren Downturn und der sehr feinen, starken Spitze klettert sich Kataki in Überhängen sehr gut und findet leicht Platz in kleinen Löchern. Das Gefühl für den Tritt ist nicht wirklich vorhanden, was aber bei allen genannten Modellen die am schwächsten ausgeprägteste Eigenschaft ist. In Platten und senkrechten Wänden ist Kataki ebenfalls absolut zuhause und entlastet spürbar die Füße. Die Hooks mit der neuen S-Heel sind anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, den man spührt sehr wenig von der Hookfläche, doch nach einer Weile wächst das Vertrauen in das Gummi und man kann ganz einfach und sauber das Körpergewicht „loswerden“.

präzise und stark im Vergleich ähnlich

Die Toe-Hook Eigenschaften sind nicht wirklich bewertbar, denn dank der Steifheit und des Downturns ist ein Anheben der Zehen utopisch. Dafür sind diese Kletterschuhe aber auch nicht gedacht, denn sonst wäre eine Menge Gummi auf der Oberseite der Zehenbox zu finden. Insgesamt klettert sich Kataki wie ein sehr steife Kletterschuh mit einem starken Downturn, mit allen Vor- und Nachteilen.

Fazit: La Sportiva Kataki Kletterschuhe

Die Qual der Wahl. Ich bleibe bei Katana Laces

Genaue Abgrenzung des Kataki zu Katana Laces (KL) ist für mich selbst nach ausgiebigen Testphase kaum möglich. Kataki stellt sich für mich als Pendant zum Otaki dar. Mehr Downturn mehr Vorspannung, leicht modifizierte Passform – das sind kurz zusammengefasst die Unterschiede. Für mich kommt Kataki nicht in Frage: er passt mir schlechter als KL und verformt dafür nicht wirklich besser. Diejenigen die etwas Neues suchen, sollten Kataki dennoch ausprobieren, wer weiß, vielleicht ist das die Lösung für die fränkischen Löcher… Weiterhin empfehlen sich diese Kletterschuhe für alle Kletterer die Probleme mit den Fersen der restlichen „Samurai Reihe haben“.

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3 Antworten zu Kletterschuhe La Sortiva Kataki – Test

  1. Philipp schreibt:

    Hi!

    Zuerst einmal vielen herzlichen Dank für die Seite, die ganzen Tests, Artikel, Meinungen etc etc etc. Was sich alleine durch die Kommentare schon für „Wissen“ hier angesammelt hat – unglaublich!
    Eine Kleinigkeit: Du schreibst Standard oft mit hartem „t“ am Schluss 😉

    Ich habe viel auf deiner Seite gelesen, und nun kann ich endlich etwas zurückgeben:

    Ich habe Straßenschuhgröße 45. Geox, Camel, Asics Laufschuhe… eigentlich alle Schuhe die ich besitze sind Größe 45 (oder UK 10.5?). Nur 1 Paar Tanzschuhe sind 44er und ich glaub meine Schischuhe sind auch irgendwie etwas anderes als 45 straight.
    Nach deinem Artikeln nach, würde ich sagen ich habe germanische Füße und ägyptische Zehen, was ja die Mehrheit an Menschen haben soll.
    Zusätzlich habe ich offenbar einen schmalen Rist = niedriger Fußrücken? und auch eine kleine Ferse.
    Hallux hab ich nicht und will ich auch nicht! 😉

    Ich klettere seit gut 1,5 Jahren. Mein erster Schuh war ein La Sportiva Mythos Lila in Gr. 43. Es war zwischen Mythos und Tarantula, angefangen v Größe 44, runter auf 43,5, runter auf 43. Der Mythos ist vorne schei..e schmal, aber das Leder dehnt sich ja. Tarantulace war da viel besser, weil breiter. Dank des Komforts und des besseren Gummis wurde es der Mythos.

    Nach einem halben Jahr und dem Abschmieren an einem abgeschmierten, negativen Spax in der Halle, wollte ich mir ein Paar aggressivere Schuhe kaufen. Verzweifelt hab ich alles mögliche im Laden probiert, bis endlich die Erlösung in Form des Katana Laces kam. Gr 43 passte perfekt, dank Schnürung konnte ich den Schuh super an den Fuß runterschnallen. Endlich war auch die Ferse nicht mehr zu groß. Das war ja bei allen anderen Schuhen, egal wie geisteskrank eng, eine Katastrophe! Ferse immer VIEL zu groß! Auch online liest man immer nur, dass die fersen zu groß seien, noch NIE hat sich jemand über einen zu kleine oder schmale Ferse beschwert –> haben die ganzen Kletterschuhdesigner alle Gichthaxn??? So wie La Sportiva mit ihren Ballonfersen, Solution Ferse und jetzt S-Heel? Oder bin ich da so sehr in der Minderheit? Fragen über Fragen.

    Jedenfalls war der Katana Laces anfangs sehr sehr arg im Einsatz, etliche Warmwasser Therapien im örtlichen Mini-Boulderkammerl vom Alpenverein, aber die Schmerzen stumpfen ab und der Schuh gibt trotz Lorica immerhin gefühlt einen halben mm nach an den Zehengelenken, die oben gegen den Schuh drücken.

    Der dritte Schuh im Sommer wollte ich DIE Waffe, die ich nur selten raushole, die ALLES stehen kann. Dank Superangebot wurden es Pythons in 41,5. Verdammt waren die eng! Viel zuhause getragen, mit Warmwasser im örtlichen Boulderkammerl gequält, nie länger als 2min am Stück damit geklettert. Immer wieder zuhause an – ich glaube mittlerweile (nach einem Jahr!) habe ich ihn soweit, dass ich beim Anziehen nicht mehr denke, OMG, weg damit.
    Da meine übliche La Sportiva Größe von 43 auf 42,5 gesunken ist (also von -2.0 auf -2.5) und der Python, Cobra, Speedster und glaub auch Katana noch eine halbe Nr. kleiner gehören (um äquivalent klein bzw. groß zu sein), wäre von Anfang an die 42, also -3.0 besser gewesen.
    Aber keine Sorge, auch bei -3.5 ist die Ferse riesig. Geht aber, keine Angst, dass der Schuh vom Fuß rutscht oder die Ferse im Schuh hochrutscht. Velcro halt runterknallen, dann bewegt sich da nix 🙂
    Hatte ihn bisher nur 2x kurz im Einsatz in der Boulderhalle, und da hat er sich bewährt. Wieder ein negativer, stark abgeschmierter Microspax – Kollege und ich konnten den nicht stehen. Ich Python geholt – gestanden. Boulder zwar trotzdem nicht geschafft, da zu schwer, aber immerhin 😉 Wird halt für den Kampfeinsatz gespart 🙂

    Scarpa Boostics waren meine Trainingsschuhe nach Wahl für die Hallensaison im Winter. 44.5 und 45 bestellt (hatte 44 früher mal im Laden an und war zu wild).
    Eigentlich beide fast gleich, habe aber den 45er genommen, da ich als Trainingsschuh ein bisschen was gemütlicheres haben wollte. Zudem war ich von der Edging performance beeindruckt: Wenn auch nur 1 Pixel aus der (Kunst)wand hervorstand: Fuß draufstellen (Innenrist/Spitze), Gewicht verlagern, Schuh steht 🙂
    Leider habe ich mir im Dezember bei einem drop knee (Ägypter) im Überhang das linke Außenband eingerissen –> über 3 Monate Pause. Anfangs hatschen, dann 6 Monate Orthese (nur zum Duschen runter), danach steifes Knie, steifes Sprunggelenk, Gleichgewicht total im A und der halbe Oberschenkel fehlt. Physio halt, mittlerweile fühle ich keine Einschränkungen mehr, laufen kann ich auch schon wieder (ich meine wirklich laufen, nicht gehen), das linke Bein ist halt noch dünner und das Geichgewicht im Vergleich zum rechten Bein lässt auch noch deutlich zu wünschen übrig.

    Im Frühjahr heuer, noch mit Orthese, kurz bevor ichs wieder probierte und kurz danach, hab ich mir viele gebrauchte Kletterschuhe auf willhaben und auch ebaykleinanzeigen gekauft. Schuhe, die ich im Laufe der Suche nach den ersten Aggressiven oder später schon mal an hatte.
    Auch was flaches wie z.B. ein fast neuer La Sportiva Nago war da dabei, da ich glaubte, mit Orthese und die ersten Monate sicher mit flachen Schuhen, de groß genug waren, klettern zu müssen. Auch einen Mythos in 42,5 habe ich besorgt. Einen quasi neuen Testarossa in 42,5 für 60,- zum auf die Seite legen, bis ich gut und stark genug bin, mindestens steile 7er draußen zu klettern.

    Na jedenfalls habe ich auch 2 Miura VS geschnappt, einen 42,5, wo die Vorspannung schon ziemlich raus war und den bei Restday mit C4 besohlen lassen, einen 42,5 wo die Vorspannung und alles noch ganz genau so ist, aber die Sohle an der Spitze schon recht dünn war.
    Mittlerweile auch einen 42er, der ist aber am rechten Fuß zu klein (rechter Fuß ist ein paar mm länger als der linke), verkaufe ich also wieder.
    Einen nagelneuen in 42,5 habe ich für 99,90 geschossen, der steht gerade bei mir zuhause rum.

    Um endlich auf den Punkt zu kommen:
    Passform- und Größenvergleich von folgenden Schuhen, die derzeit bei mir zuhause am Teppich im Wohnzimmer stehen (habe ich angezogen und Vergleichsfotos gemacht).
    Alle La Sportiva Schuhe sind Größe 42,5, falls nicht anders angegeben. Nur der Katana Laces, mein zweiter Kletterschuh überhaupt, ist Gr. 43, wurde knapp 40x meistens indoor geklettert und mit dünner Sohle vorne in Tirol mit Vibram XS Grip wiederbesohlt.

    Also:
    – LaSpo Katana (gelb) 42,5 [leicht gebraucht gekauft, Kante fast neu]
    – LaSpo Katana Laces 43 [mit XS Grip wiederbesohlt, zuvor knapp 40x, nun 2x indoor getragen]
    – LaSpo Miura VS 42,5 [nagelneu]
    – LaSpo Otaki 42,5 [nagelneu]
    – LaSpo Kataki 42,5 [nagelneu]
    – Scarpa Boostic 45 [gut 20x geklettert, Sohle vorne löst sich ab, Dicke weniger als die Hälfte]

    –> Katana in 43 (fast nagelneu), Otaki in 42 und 43, Kataki in 43, Testarossa leicht gebraucht in 42,5, HiAngle (2016, grey/aqua) nagelneu, Solution neu in 42,5 quasi neu, hätte ich auch noch hier.

    Fazit:
    1.) Ist der Miura VS schmäler geworden? Ansonsten taugt mir der Miura VS in 42,5 mehr als der Katana Laces in 43. Anscheinend wegen dem Mehr an Platz in der Zehenbox, oder weil der Miura VS doch etwas mehr nachgibt an den Druckstellen durch das Futter – keine Ahnung.

    2.) Otaki: vorne etwas breiter als Katana Laces, also eigentlich super, nur Ferse etwas groß. Fühlt sich im ersten Moment auch nicht so „bequem“ oder „kuschelig“ an. Miura VS in 42,5 ist immer besser, Zehenbox oben fühlt sich weicher an.

    3.) Kataki 43: schmäler als Katana Laces 43, Obermaterial weicher/angenehmer, aber recht bald drückt es an den kleinen Zehen oben zu viel.
    Kataki 42,5: enger, unbequemer, drückt gleich, zu klein/schmal einfach.
    Bei beiden: Hallo, die Ballonferse ist ja gefühlt weiter als der ganze Schuh! Also wie soll jemand, der einen so schmalen Fuß hat, dieser Ferse ausfüllen! Gefühlt ist der Schuh deutlich schmäler als Solution in 42,5 (praktisch wahrscheinlich auch), die Ferse ist aber größer/tiefer/hat mehr Volumen als die eh schon zu große Ballonferse vom Solution. Schade um den ansonsten für schmalere Füße und zum in Löcher steigen tollen Schuh!

    4.) Otaki in 42 hat endlich eine annehmbar anliegende Ferse, analog zum Miura VS, wo die Ferse auch erst bei Gr. 42 anliegt. Heel hooken geht zwar trotzdem, aber man möchte die Ferse schon umschlossen fühlen. Nicht Druck in den Zehen wie in einer Schraubzwinge und in der Ferse hätte gleichmäßig verteilt noch ein halber Kubikmeter Erde platz…

    5.) Boostic würde eine halbe Nr. kleiner auch noch gehen, also 44,5. Habe ich soeben bestellt, gab erst bei EpicTV shop -15% auf Schuhe, der Boostic kostet gerade auch „nur“ 109. Anbzüglich Guthaben auf Konto wegen 5% Cashback einer früheren Bestellung habe ich nun ~85€ gezahlt. Finde ich ok für einen ansonsten UVP 140€ Schuh :p

    6.) Der Boostic: große Zehe geht ja gerade nach vorne, also keine Hallux Problematik (bzw. soll dieser ja nicht entstehen). Dafür hat er mir mindestens 2x den Zehennagel vom zweiten Zeh kaputt gemacht. Wurde blau(er) und irgendwann ist der untere, neue Nagel durch und nach dem Duschen kannst den oberen runterspalten, wenn e nicht durch Zehennägel schneiden von selbst passiert.

    7.) Der normale Katana VCS in 42,5 fühlt sich nicht schmäler an, als der Katana Laces in 43. Dabei sollte der Laces ja die minimal breitere Katana Version sein, oder?

    8.) Otaki in 43 ist zwar vorne gemütlich (ein gemütlicher Schuh, zum einfach so mal bissl kraxln gehen im Winter in die Halle), ist dann aber leider in der Ferse und um die Knöchel und unten rum so groß, dass ich das Gefühl habe, ich schwimme im Schuh + furze was das Zeug hält. Leichte Furze, nichtmal genügend Druck kommt zu Stande lol.

    Wie gesagt, ich habe alle mögliche Schuh Konstellationen angezogen (re & li) und fotografiert. kann ich dir schicken/wo hochladen wenn du willst.

    Mein Plan, stand jetzt:
    Miura VS in 42,5 behalten (ist echt eng an den kleinen Zehen, aber es ist ein Miura VS! und immer noch gemütlicher als ein Katana Laces. Und ab 2min im Schuh merkt man es eh nicht mehr –> wird durch die Wärme angenehmer und gibt an den richtigen Stellen durch das Futter etwas nach.
    Boostic in 44,5 am Weg zu mir, werde ich behalten.
    2x Kataki (/42,5 & 43) werde ich zurückschicken, viel zu schmal und VIEL zu große Ferse!
    Otaki in 42 und in 43 werde ich auch zurückschicken.

    Otaki in 42,5 könnte ich behalten (wollen). Velcros ordentlich zu geknallt, passt das schon. Bisschen nachgeben in den Zehen, dann gehts. Es ist bei immer so: Wenn der linke Schuh perfekt passt oder noch „gemütlich“ ist, ist es rechts ein Kampf. Sieht man auch an der Hornhaut am großen Zeh vorne an der Spitze. Am rechten viel viel mehr vorhanden als am linken. Überhaupt: linke Füße bzw. Zehen schauen noch normal(er) aus, rechts viel mehr in Mitleidenschaft gezogen.
    Hallux habe ich nicht und will ich nicht, darum habe ich auch kein Problem, verschiede Schuhe abwechselnd zu tragen.
    Nur: An beiden großen Zehen am Endgelenk habe ich ziemlich Höcker bekommen. Da so gut wie alle Schuhe dort „ballern“, werden die wohl nicht besser oder? Ich mein, wenn ich Schuhe nehme, die an den Zehen vorne gefühlt sau gemütlich sind, kann ich in die Fersen noch ganze Tankschiffe voll Wasser füllen. Und furze meinen Weg hoch in die Berge…

    Schuhe wo die Zehen flach liegen: La Sportiva Mythos, FiveTen Stonelands VCS (der ist steif, hat C4 Gummi und eine kleine Ferse! Habe ich in 44,5 / UK 10 leicht gebraucht um 20,- geschossen, leider war der Schuh zu kurz! Links ein bisschen, rechts hat es meine Zehengelenke sehr schmerzhaft zusammengestaucht)… Was gibt es da noch? Aber ich will ja beim Sportklettern besser werden, trage keine Solutions in -3.5 in so Zeugs, daher will ich jetzt nicht auf Plaisirschuhe und auf 5er MSL umsatteln.

    Danke fürs Lesen und ich hoffe es war irgendetwas Brauchbares an Erfahrungen dabei für dich oder spätere Leser dieses Kommentars. Oder Kurzgeschichte.
    Sonst einfach fragen und mir sagen/schreiben, wohin mit den Fotos 🙂

    Liebe Grüße
    Philipp

    • kletterschuhtest schreibt:

      Danke für deinen ausführlichen Beitrag.

      Kauf dir entweder größere (gemütliche) Performance Schuhe oder die „Flachzeh“ Schuhe: TC Pro ist von der Performance und Komfort echt gut. Oder größere Miura oder Kataki.

      Hör auf dich in so enge Schuhe zu quälen. Drei Runden mehr auf dem Beastmaker und du kannst die Tritte auch mit größeren Schuhen stehen… 😉

      VG

      • Philipp schreibt:

        Hi!
        Danke für die Antwort, hab schon befürchtet, mein Kommentar wäre wegen zu harter Sprache (Gichthaxn) der Zensur zum Opfer gefallen 😉

        Kurze Wiederholung: Straßenschuhgröße und überhaupt alle Schuhe in EU 45 / UK 10.5.
        Normal breite Füße (gefühlt), niedriger Fußrücken / flacher Rist (stimmt das so?), kleine Ferse (und hinten gerade runter). Germanische Fußform und ägyptische Zehenform.
        Kletterer seit 2 Jahren, motiviert (im Winter so ca 6x pro Monat, Juli/August 12x im Monat).
        Wintersaison leider flachgefallen, da von Anfang Dez 2016 bis Mitte März 2017 verletzt (Außenbandeinriss links, nach drop knee im Überhang in der Halle).

        In letzter Zeit Draußen bin ich meine Katana VCS (gelb) in 42,5 (Str.gr. -2,5) geklettert. Sind auch gemütlich genug für längere Touren, ausbouldern, etc. Mit dem 43er hab ich im Hochsommer in der Hitze immer angefangen.
        Die Miura VS (neu) in 43 (-2,0) hab ich Anfangs noch mitgenommen, später aber nicht mehr. Also alles was ich draußen(!) klettern kann, kann ich auch stressfrei in Katana VCS Schlapfen klettern und brauche keine Zehenbrecher Schuhe 🙂

        Drinnen klettere ich meine Scarpa Boostic in EU 45 (+-0) weiter runter. Habe das Gefühl, sie sind größer als noch am Anfang (obwohl aus Lorica, aber laut deinem Test ist auch ein wenig Leder im Schaft verbaut?). Kann da auch ne halbe Stunde drinnen sein mittlerweile, wird nie zu arg.

        Das ist jetzt nicht so schlimm oder? Mit den 43er (-2,0) Katana VCS habe ich bei ner warm-up Tour z.B. keinen Heel Hook an eine Leiste setzen können, weil da die Ferse einfach abrollt. Als ob in der Ferse des Schuhs keine Ferse, sondern nur Luft drinnen wäre. Vl wärs mit nem Katana VCS in 42,5 gegangen. oder mit dem Miura VS in 42,5. ALLES Größere scheitert bei mir für den Ferseneinsatz. Bleibt noch die kleine Boostic Ferse. Die ist zwar echt weich, geht aber noch gerade so.

        „Flachzeh“ Schuhe habe ich die Mythos und FiveTen Stonelands VCS (Rot).
        Den Stonelands hab ich mir als Alpinschuh/MSL und als Alternative zum Mythos gekauft (im Angebot). Leider noch nicht ausprobiert.
        Mythos Terra habe ich „gebraucht“ aber ungetragen inkl. Versand um 35€ bekommen. Da sagst du auch nicht nein (Mein allererster Kletterschuh war ja ein Mythos Lila in 43).
        Problem: Linker Schuh super, rechter Schuh verdammt kurz (für MSL ohne Schuhe ausziehen). Das weiche Sämischleder dehnt sich ja, zm mal in die Breite. Ob der Schuh auch länger wird, muss sich zeigen.
        Ich hätte gerne einen Einzelschuh in EU 43 für den rechten Fuß. Der 42,5 für links passt super.
        Wie auch in allen anderen: laut meiner saloppen Messung ist mein rechter Fuß 6mm länger als mein linker. Das entspricht einer vollen halben Schuhgröße oder?
        Immer wenn mir ein Schuh links perfekt passt, ists rechts eine Plagerei (zm am Anfang). Eine halbe Größer und das Gefurze geht los und heel hooks kann man vergessen.

        Gaudehalber hab ich den TC pro schon erwähnt, da ich mittlerweile an beiden Beinen blutige Knöchel habe. Geht ja schnell, einmal nicht so aufgepasst und bei der kleinsten Felsberührung ists schon passiert. So hätte ich Knöchelschutz.
        Ich habe nur keine Ahnng in welchen Größen ich mir den zum Probieren bestellen soll. Außerdem wird er als extrem hart beschrieben, also eher für lange Haltbarkeit an rauhem Granit ausgelegt. Ein bisschen was spüren wäre schon gut, zm so viel wie mit einem Katana VCS oder einen eingekletterten Boostic, der nach der halben Sohle ja auch weicher wird.
        Ich will ja keinen Big Walls Free Solo gehen 😉

        Noch größeren Miura VS als 43??? Da muss ich dann zwei Paar Socken in die Ferse stopfen damit die gefüllt ist 😉 Da bleibe ich lieber bei Katana VCS in 42,5 oder auch 43.
        Kataki ist, wie ich schon beschrieben habe, viel zu schmal! Katana Laces war schon sehr grenzwertig + zu niedrige Zehenbox macht ihn unbequemer und ballert mehr in 43 als ein Miura VS in 42,5.
        Minimalbreite für mich würde ich sagen: Miura VS 2017 oder der neuere Solution.

        Haha, ja, in 7er Platten hab ich jetzt schon das Gefühl, dass ich nur auf nicht vorhandenen Tritten herumsteige. Bzw auf 2cm^2 Fels, welcher am wenigsten vertikal geneigt ist. Brauch ich schon Adleraugen und noch nie hab ich SO VIEL nach unten geguckt haha 🙂

        Wird nicht überall empfohlen, seine Beinarbeit und seine Technik zu verbessern, anstatt wie der Mörder auf Kraft zu trainieren? Ich will ja besser und nicht – primär – stärker werden! Stärker werde ich jetzt immer noch von selber, wenn ich genug klettern gehe. Wieder laufen sollte ich mehr gehen, 84kg rumschleppen ist schon ein Wert! (Dabei bin ich gar nicht sooo fett) Das ist schon brutal zu den ~74kg Leuten 😉

        Also was heuer noch Draußen geht, ist mein Plan, den gelben Katana VCS in 42,5 (-2,5) mitzunehmen und sonst nix.
        Für die kommende Wintersaison den ca 25x gekletterten Boostic in 45 (+- 0).

        Die Otaki in 42,5 (-2,5) könnte ich auch hin und wieder anziehen zum Einklettern und leicht zu dehnen (mal sehen wie viel die nachgeben), sind dann die Kampfschuhe indoor.
        Kampfschuhe outdoor, wenn ich gut und stark genug bin für 6b/+ aufwärts Überhänge, Miura VS in 43 und als Reserve für die selben Touren aber vertikal mit Winzigsttritten den Miura VS in 42,5.
        Der gedehnte Python in 41,5 (-3,5) (den hab ich wirklich zu klein gekauft!) liegt derweil im Kasten und wartet. Da die Schrift vom orangenen Band runtergegangen ist, ist auch nicht so gut mit verkaufen. Daher abwarten 🙂
        Einen FiveTen HiAngle (den neuen 2016er, grey/aqua) hätte ich noch in UK 10 / EU 44,5 (-0,5).
        3x zuhause anziehen und 2h Bouldersession in der Boulderhalle und der passt echt gut! Weiß nicht was die Leute von „schwer reinzukommen“ usw reden, ich komm da locker rein. Team Black hab ich April 2016 auch mal anprobiert. Komm ich sogar in 44,5 auch locker rein. Passen mir einfach und nicht vergessen, habe einen niedrigen Fußrücken, daher komm ich in Slipper anscheinend besser rein als Leute die ein Gebirge auf ihren Füßen herumtragen 😉
        Übrigens: Da im Angebot hab ich mir den „alten“ HiAngle auch in 2 Größen zum Probieren bestellt. Boa, in selber Größe fühlte sich das extrem mies an!! Also entweder liegts an einer sehr kurzen „break-in time“, dass mir der Neue jetzt so gut passt, oder die haben vom Alten auf den Neuen mehr geändert als nur die Farbe. Jedenfalls der Alte ist fürchterlich. Oder vl passt der nach dem „break-in“ dann eh so gut wie der Neue auch, keine Ahnung.

        Überhaupt „break-in“: Sowas habe ich bisher noch NIE erlebt! Entweder der Schuh passt, oder er tut das nicht! Nur eben beim neuen HiAngle habe ich das erlebt, dass er mit jedem Mal(!) anziehen zuhause(!) besser passte. Andere Schuhe passen und fühlen sich nach 30x klettern genau gleich an. Was nicht passt wird nicht gekauft, fertig.
        Nur den Python habe ich wie schon gesagt, in die Länge, in die Höhe und vl auch etwas in die Breite gedehnt. Das war mein „Projekt“ :p

        Sorry, dass mein Kommentar schon wieder so lang geworden ist.
        Möchte gerne wissen, was du von all dem hälst 🙂

        Liebe Grüße
        Philipp

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