Kletterschuhe Scarpa Booster S – Test

Scarpa Booster S – Kletterschuhe im Wandel?

Alt&Neu -Kletterschuhe im Wandel

Alt&Neu -Kletterschuhe im Wandel

Seit dem ich den Scarpa Booster am Fels einsetzen dürfte, war und bin ich nach wievor ein großer Fan dieses Modells. Selbst die modernsten Entwicklungen der heutigen Tage kommen zum Teil an solche fast schon „Veteranen“ wie Stix (alt) Mago und Booster heran. Nach dem Stix V2 für mich persönlich eher suboptimal verändert wurde, war ich sehr gespannt auf das was Heinz Mariacher mit dem Scarpa Booster S gemacht hat. Es war klar, dass der Trend in Richtung weich statt hart und eher in lightweight statt solide ging. Dennoch war ich sehr gespannt darauf wie sich die neue Zwischensohlenkonstruktion mit meinem Fuß und dem Gewicht zurecht kommt – oder besser gesagt ich mit ihr. Die Frage war eigentlich: “ wird mir Booster S trotz der weichen Sohle noch genügend Support bieten?“. Was die Form angeht war ich sehr zuversichtlich, da die Passform eher breit als schmal ausgesehen hat. Somit zögerte ich nicht diese Kletterschuhe zu bestellen, um sie unter die Lupe zu nehmen.

Optik, Verarbeitung & Kostruktion

Der "Auffälligkeit" Trend hält wohl an!

Der „Auffälligkeit“ Trend hält wohl an!

Die Optik geht Schritt mit den letzten Modellen, die Scarpa 2014 auf den Markt gebracht hat. Sowohl Stix V2 als auch Techno X trumpfen mit auffälligen Farbkombinationen auf, welche sicherlich Geschmacksache für den Einen oder Anderen sein wird. Das was sich unabhängig von der Farbe des Obermaterials wie ein roter Faden durchzieht ist das orange Gummi der V/X-Tensions Bereiche, die wie leuchtende Lava Zungen aus dem schwarzen XSGrip/Edge Gummi raus kriechen. Beim Booster S gehen die Designer noch weiter und setzen auf eine Kombination der Farben grün (fast Neongrün), blau, gelb und natürlich orange (im Inneren der Kletterschuhe). Damit ist der Booster S nach meiner subjektiven Bewertung der bunteste Vogel im Scarpa Papageien Käfig. Nicht falsch verstehen: ich stehe auf diesen paradiesischen Look. Für mich kann es nie genug oranger Farbe in einem Produkt geben…

Etwas kleinkariert, aber normalerweise haben Scarpa Kletterschuhe solche Kleberreste nicht

Etwas kleinkariert, aber normalerweise haben Scarpa Kletterschuhe solche Kleberreste nicht

Was die Verarbeitung angeht kann man nach wie vor nicht meckern. Obwohl ich anhand von einigen Kleberesten mir einbilde, dass die Art und Weise wie diese Kletterschuhe hergestellt sind, etwas hinter dem bis her gewohnten Scarpa Standart bleibt. Maximales Geflenne auf extrem hohem Niveau, nichts anderes ist im Grunde genommen meine Anmerkung, aber ich schildere nur das, was mir aufgefallen ist. Dazu muss man wissen, das Scarpa für mich persönlich im Moment in Sachen Build Quality das Maß der Dinge ist. Umso schwerer fallen solche „negative“ Veränderungen auf und werden auch emotional wahrgenommen. Unter dem Strich wirken diese modernen Kletterschuhe aufgrund ihrer Konstruktion eher fragil als wie ein solider, stabiler Kletterschuh in traditioneller Scarpa Qualität.

Tri-Tension mit FHL hier in Orange sichtbar

Tri-Tension mit FHL hier in Orange sichtbar

Die Konstruktion ist gekennzeichnet durch: eine sehr „kleine“ minimalistische Halbsohle, eine wirklich sehr starke Vorspannung, neu designte Ferse mit einer Scarpa Prägung in einem sehr griffigen Gummi und einem sehr dünnem Obermaterial aus Lorica. Im Prinzip ist Booster S eine Kreuzung aus Booster und Boostic, was die Leistenform und den Schnitt der Zehenbox angeht.

Das nenne ich Vorspannung

Das nenne ich Vorspannung

Was wirklich neu ist FHL-Zwischensohle die im Verlauf der anatomischen Struktur Flexor Hallucis Longus angebracht ist die V-Tension System (jetzt auch 3-Tension genannt) quasi auf den Punkt genau verstärkt und zwar dort wo der natürliche maximale Abdruckpunkt bei Kletterschuhen sein soll – unter dem großen Zeh und an der Schuhspitze. Was genau sich unter der kleinen Halbsohle versteckt kann ich erst in einem Jahr sagen, wenn ich die Patschen nach ihrem Ableben seziert habe. Den gesamt Sohlenaufbau finde ich persönlich sehr interessant und absolut wegweisend für die Entwicklung der Kletterschuhe, schliesslich gilt es die natürlichen Strukturen des Fußes bei ihrer Arbeit „natürlich“ zu unterstützen!

Passform, Größe und Performance der Scarpa Booster S Kletterschuhe

Der alte ist tatsächlich schmaler und ägyptischer als die S Version

Der alte ist tatsächlich schmaler und ägyptischer als die S Version

Ganz grob kategorisiert ist Scarpa Booster S passformtechnisch doch in der Tradition des alten Booster geblieben. Er ist breit und bietet nicht unbedingt geringes Volumen. Wenn man beide Modelle in der Größe 42 vergleicht so muss man feststellen, dass XSGrip2 Modell des Booster deutlich kleiner ist als Booster S in der gleichen Größe. Booster S bietet zudem ordentlich Platz für den zweiten griechischen Zeh (Mortens Toe). Die Ferse ist sehr gut designt und hat bei mir kaum Luft an den Seiten. Hier hat die Weiterentwicklung voll ins Schwarze getroffen. Die Velcros schliessen gut die Kletterschuhe an den Füßen. Sie sind jedoch sehr dünn und für mein Geschmack immer noch etwas lasch. Alles in einem ist die Zehenbox etwas an Boostic angelehnt, der Schnitt am großen Zeh ist praktisch identisch (eher Richtung Mitte tendierend). Da gibt es nicht zu kritisieren, denn diese Form hat sich beim Boostic wirklich bewährt. Alles in einem wird Booster S alle breitfüßigen Kletterer mit allen möglichen Zehenformen glücklich machen.

Die Unterschiede sieht man kaum.

Die Unterschiede sieht man kaum.

Als ich den Booster S bestellte war 42 EU die kleinste verfügbare Größe. Ich war überzeugt, dass 42 EU optimal sein wird, da ich mit dem 42er Boostic sehr gut zurechtkomme. Diese Größe hat sich nach dem ersten Anziehen tatsächlich als optimal herausgestellt. Doch das wirklich dünne Obermaterial aus Lorica gibt sehr merklich nach, so dass ich bereits nach der ersten Session das Gefühl hatte, dass ich sehr bald einen kleineren Kletterschuh bräuchte.

Der neue mit mehr Downturn und flacheren Zehenbox

Der neue mit mehr Downturn und flacheren Zehenbox

Deshalb kann ich allen die bei Scarpa so wie ich zwischen zwei Größen stecken (41,5 eher zu eng und 42 eher zu lang) beim Scarpa Booster S tatsächlich zu der kleineren Größe raten. Ich bin mir sicher, dass man langfristig bei solch einem flexiblen Modell mit der „downsize“ Strategie besser fährt. Für alle ohne Scarpa Erfahrung kann ich 1 bis 1,5 unterhalb der Strassenschuhgröße empfehlen. Das ganze ist wie immer von der Fußform und Proportionen abhängig. Für mein quadratischen Fuß passt der Schnitt sehr gut, aber die 42 ist tendenziell zu lang und nach kürzesten Tragezeit auch zu breit.

Im Überhang sind diese Kletterschuhe unschlagbar!

Im Überhang sind diese Kletterschuhe unschlagbar!

Die Performance ist gänzlich anders als beim Vorgängermodell. Booster S baut noch mehr auf Spannung auf und lebt von stärkeren Downturn und Vorspannung. Stabilität findet man tatsächlich nur dort wo man FHL ertasten kann (Spitze und die Kanten in diesem Bereich). Der Rest ist relativ „weich“ oder eben anders ausgedrückt: flexibel. Flexibilität und Agilität ist das Thema dieser Kletterschuhe. Dank des wirklich ausgeklügelten Spannungssystems konnte ich trotz der nicht minimal kleinen Größe und der weichen Sohle sicher und stabil auf kleinen Tritten stehen.

Hookt man auf diesem Bereich ist der Halt wirklich fantastisch

Hookt man auf diesem Bereich ist der Halt wirklich fantastisch

Mit der Zeit wird dieses Rumbalancieren natürlich immer anstrengender, was bei allen weichen Kletterschuhen der Fall ist. Dafür ist Booster S der sensibelste Scarpa Kletterschuh auf dem Markt. Im Überhang fühlt er sich definitiv am wohlsten. Egal in welchen Format die Tritte daher kommen, mit Booster S ist das „Angeln“ von diesen ein Kinderspiel. Für mich persönlich löst der Booster S den Instinct S und den Stix V2 als die weichsten Modelle bei Scarpa ab und reiht sich thematisch in die stolze Gesellschaft von Five Ten Team, La Sportiva Python und Boreal Krypto ein. Was das Hooken angeht bin ich voll und ganz zufrieden, wobei ich nicht verstehe was Heinz M. davon abgehalten hat die Ferse ähnlich zu gestalten wie es beim Instinct VS der Fall ist. Das Tos-Hooken geht besser als beim alten Booster und auch besser als beim Boostic. Ich vermute diese sehr gute Toe-Hook Performance würde auch in der kleineren Größe abrufbar sein. Alles in einem ist Booster S  eher ein Boulderschuh, als Kletterschuh und ist eine wirklich gute Wahl für überhängende Projekte!

Fazit – Kletterschuhe Booster S 

So ein Downturn passt einfach zum Bouldern

So ein Downturn passt einfach zum Bouldern

Scarpa Booster S hat unter dem Strich zwei wirkliche Schwächen: Haltbarkeit des Obermaterials und der Preis. Die Scarpa Kletterschuhe halten nach meiner Erfahrung ganz „normal“ – quasi eine Saison am Fels. Die Modelle nur aus Lorica tendieren dazu weiter zu werden. Beim Booster S birgt das wirklich dünnste Lorica Material die Gefahr durch zu scheuern oder zu reißen. Klassische Schwachstelle der letzten Jahre beim Booster, Instinct VS und befand sich an der Ferse zwischen den beiden Einstiegsschlaufen.

Die blaue Verstärkung an der Ferse

Die blaue Verstärkung an der Ferse

Dort Neigten diese und andere Modelle zu reißen, wenn man beim Anziehen die Schlaufen zu stark auseinander zog. Diese Problemstelle wurde mit Extramaterial (in Bildern blau gut zu erkennen) verstärkt. Was die klassischen Lochstellen an den aufgestellten Zehgelenken betrifft sehe ich durchaus noch mehr Gummi auf der Zehenbox als notwendig an. Der Rest dieser wichtig innovativen Kletterschuhe dürfte keine großen Schwächen aufweisen.

Bunt und an sich eine "runde" Sache diese Kletterschuhe

Bunt und an sich eine „runde“ Sache diese Kletterschuhe

Der Preis ist mit rund 145 € sehr hoch. Die Richtung der Preisentwicklung ist in letzter Zeit klar erkennbar und diese zeigt in einem dezenten Winkel gnadenlos nach oben. Darüber kann man viel diskutieren, denn gerade bei solch einem dünnen Schuh sind die Materialkosten normalerweise niedriger. Natürlich wird alles teuerer und in sofern bin ich noch froh das scarpa nicht Fernost herstellen lässt. Mein Tipp ist: Abwarten.

Booster S: teueres Vergnügen, was sich in schwierigen Boulderprojekten sicher auszahlt.

Booster S: teueres Vergnügen, was sich in schwierigen Boulderprojekten sicher auszahlt.

Anfang nächsten Jahres dürfte sich der Preis bei +/- 130 € einpendeln. Dann bekommt man einen wirklich bequemen Boulderschuh, der einen im Überhang wunschlos glücklich stimmt und auch im plattigen Aussteig nicht abtropfen lässt. Ob man solch teuere Kletterschuhe tatsächlich in der Kletterhalle einsetzt muss jeder für sich entscheiden. Ich mache es nicht. Booster S ist für mich persönlich so etwas wie Speedster mit Kanten geworden. Guter Grip gepaart mit Sensibilität und Flexibilität ist beim Bouldern nach wie vor einfach die erfolgreichste Mischung.

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Weitere Informationen:

Review Scarpa Booster S Climbingshoe (engl.) 1

Review Scarpa Booster S Climbingshoe (engl.) 2

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6 Antworten zu Kletterschuhe Scarpa Booster S – Test

  1. Nathan schreibt:

    Thanks! I was waiting for this review.
    Or i totally missed it.
    It sounds like a really good shoe.
    But why didnt you give it a „green thumb“ like Mago etc?

  2. Daniel schreibt:

    Hi,

    1. zur Qualität: dieseKleberänder sehe ich auf allen Scarpa Schuhen und hatte noch gar nie nen Scarpa Schuh in der Hand der schön und sauber verklebt war. Bei allen Schuhen die ich bisher hatte (boostic, booster S x2, Furia, Techno X) zeigt sich hier das gleiche Bild. Ist aber nur optisch ein Problem, Verklebungen halten perfekt.

    2. Zur Schuhgröße: ist meiner Meinung nach bei Scarpa ne reine Hausnummer und kann überhaupt nicht kategorisiert werden. Wenn einem bei einem Modell ne 41 passt kann sein dass einem bei nem andren Modell die 40 passt usw…dazu ne Anekdote aus meinen bisherigen Scarpa Schuhen: Ich klettere den Boostic in 41 (mein Fuß: 26cm länge, 9.5cm breite, ägyptisch), zugegebener maßen ist der Schuh recht hart und dehnt sich nicht soviel. In ner kleineren Größe würde ich den nicht verkraften. Dann habich den Furia probiert, da habich beim Testtag ne 40 ohne Probleme klettern können (das war ein nagelneuer Schuh, kein Testschuh in dem schon viele drin waren). Nen paar Wochen später war ich im Laden und hab dort nen Furia 40 anprobiert und bin fast nicht reingekommen. Unglaubliche Qualen. Meine Freundin hat sich nen Furia 39 gekauft in dem gleichen Laden, und nachdem sie den zweimal mit Wasser geklettert hatte bin ich in den auch reingekommen, war zwar zu klein aber klettern konnte ich darin. Schonmal sehr komisch. Den Techno X hatte ich auch in 41 und kam damit überhaupt nicht klar, das hat den großen Zeh komplett abgequetscht und den musste ich wieder hergeben.

    3. Schuhgröße die zweite beim Booster S. Wir hatten das Glück den im Angebot um 112eur zu bekommen also wollte ich gleich zwei Paar auf Lager legen, für meine Freundin in 39.5 weil ihr der Furia in 39 fast zu eng war (Minimalgröße). Jetzt kommen die zwei Paar an, in beiden steht 39.5 drinnen. Probier ich auch ob ich reinkomme, das Ergebnis: in ein Paar komme ich rein und kann damit klettern (ist aber Minimalgröße), in das andre Paar: keine chance, aber die passen meiner Freundin perfekt (die 25,5cm Füße hat bei 9cm breite, ägyptisch). Wenn man sich die Schuhe von unten ansieht sieht man dass die Sohle zwar identisch groß ist aber komplett anders verklebt in Relation zu dem orangen Gummi und die Schuhe sich auch in der Vorspannung stark unterscheiden. Hier schlägt wohl die Handarbeit in Italien zu, sodass jeder Schuhmacher da nen bisschen anderst arbeitet. Bei La Sportiva hatte ich das nochnie, da passt mir immer konstant die gleiche Größe (39 – testarossa, genius, solution, bzw. 38.5 Minimal und Python). Beim Scarpa Furia meiner Freundin ist es so dass der rechte Schuh mehr Vorspannung hat als der Linke und somit „kleiner“ wirkt. In folge dessen ist sie in den rechten kaum reingekommen wo der linke schon perfekt gepasst hat (ihre Füße sind fast perfekt gleich groß lt. meiner Messung).

    Als Fazit muss ich dazu sagen: Man muss fast die Finger weglassen von Scarpa Online Schuhkäufen bzw. automatisch mehrere Größen mitbestellen, die Kontinuität der Schuhgrößen scheint sehr breit zu streuen. Auch ist nicht sichergestellt dass im selben Karton wirklich zwei gleich große Schuhe drinnen sind. Scheinbar gibt es da von Seiten Scarpas keine Möglichkeit die Tagesverfassung des Schuhmachers zu quantifizieren.

    Kletterschuhe kaufen ist schon schwierig genug aber dass Problem kommt hier jetzt noch zusätzlich dazu.

    Abseits von den Größenproblemen ist der Booster S nen echt geiler Schuh und rangiert bei mir im Moment in der gleichen Kategorie wie der Genius von LaSpo (grüner Daumen hoch!). Wenn man weiche (aber nicht zu weiche Schuhe) mag dann bietet der einem genau den Support den der Furia nicht hat. Außerdem gibt es hier nicht das Problem dass der Randgummi über die Sohle heraußsteht. Für mich persönlich ist der Booster S genau der Sweet spot für meine 65kg. Leichtere Kletterer werden wohl zum Furia tendieren und schwerere zum Boostic.

    lg,

    Daniel

    • kletterschuhtest schreibt:

      Hi
      Super cool.
      Danke für deine klitze kleine erhebung!!!
      Die einzige Erklärung die ich zur Streuung habe sind unterschiedliche chargen.
      Da habe ich auch unterschiede festgestellt.
      Evtl. hat scarpa auch unterschiedliche Werke. Aber die Leisten müssten überall die selben sein.
      Ich kann deine Begeisterung über booster s nur unterstreichen
      VG

    • Sven schreibt:

      Scarpa und die Kontinuität in Sachen Größentreue kann ich leider bestätigen.
      StixV2 41 (nicht mal die kleinste Größe, kann ich 1std am Fuß lassen.)
      InStinct VS 42 (passte gut und eng) Ca. 1 Jahr später nachbestellt .. zu viel Platz..gut 0,5-1 Größe größer als mein Erster
      Drago 41,5 (nicht mal die kleinste Größe, kann ich 1std am Fuß lassen.). Ca. 1/2 Jahr später nachbestellt und kommt mir enger vor. Ist aber ok.

      Qualitätsprobleme hatte ich nur geringfügig. Beim Vapor hat sich von einem Velcro die Lasche so komisch verschoben, dass sie sich um einige Grad nach vorne neigt und somit den Velcro einseitig belastet. insgesamt weniger tragisch aber mal sehen ob den Velcro bald reissen lässt.

      Beim Drago, der im Schnitt 150 Euro kostet, ist mir links der Velcro nach nur 2 Monaten angerissen (Innenseite am Klettband wo er sich in die Öse knickt). Ein Materialproblem was sich kontinuirlich verschlimmert. Musste das mit Panzerband fixen um die letzten Klettertage aus dem Schuh rauszuholen. War dann also recht fummelig den Schuh passend zu schließen. Eigentlich nicht akzeptabel bei einem Schuh in der Preisklasse. Ist mir so auch noch bei keinem Schuh passiert. Habs leider verpennt Scarpa mal anzuschreiben was das soll. Passiert mir das mit dem 2. Paar wieder .. mache ich das aber.

      • kletterschuhtest schreibt:

        Servus,
        Danke für deine Erfahrungswerte!!!

        Dragos Velcro Problem liegt auf der Hand: velcro ist insgesamt dünner als beim Booster ZBsp, so wie der ganze Schuh auch…. light, thin, fast usw… tolle Slogans aber die Haltbarkeit leidet drunter.
        Ist derzeit aber ein Trend. Mal schauen wie lange der anhält!
        VG

      • Daniel schreibt:

        also dass Booster S Velcros oder Drago Velcros unterschiedlich sind kann ich nicht bestätigen, habe beide Schuhe und die sind identisch was dies betrifft. Habe schon einige Scarpa Schuhe am Obermaterial zerstört (es geht sowohl bei Furia/Drago und Booster S das Gummi am großen Zeh zuerst kaputt bevor die Sohle alle ist – bei starkem hallengebrauch) aber die Velcros waren immer top von Anfang bis zum Ende. Kann man richtig schön anknallen wenns mal nen grenzwertigen Hook gibt. Wiederbesohlen ist leider bei keinem leichten und flexiblem Schuh aufgrund dessen mehr drinnen. Als nächstes teste ich den neuen Instinct Lace ob der mehr aushält.

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