La Sportiva Genius Kletterschuhe Test

La Sportiva Kletterschuhe - eine geniale Sache

La Sportiva Kletterschuhe – eine geniale Sache

La Sportiva hat es wieder getan. Die Familie der Kletterschuhe basierend auf der No-Edge Technologie ist nun komplett. La Sportiva Genius ist ein Modell mit Schnürung welches mehr Support bieten soll als die Vorgänger: Speedster und Futura. Nach dem mir der Futura nicht so recht gepasst hat und Speedster für mich seit Anfang an für das Felsklettern zu weich war, wartete ich sehnsüchtig auf die neuste Version der No-Edge Kletterschuhe.

Dienen die Applikationen dem Schutz des Obermaterials?

Dienen die Applikationen dem Schutz des Obermaterials?

Dies mal kamen sie schneller nach Deutschland als erwartet. Früher musste man etwas länger auf La Sportiva New Comer warten. Genius ist nun seit Anfang März 2015 in Deutschland zu haben und stellt sicherlich viele Kletterer vor die Frage nach dem Sinn und Notwendigkeit. Ob sich meine große Erwartungen erfüllt haben und ob diese Kletterschuhe für die breite Masse Sinn machen, kann man an dieser Stelle in alt bewährter Form lesen.

Optik und Verarbeitung

Das Design von Genius ist zum Verlieben

Das Design von Genius ist zum Verlieben

Was haben La Sportiva und Apple gemeinsam? Meine Antwort auf diese, nicht ganz ernst gemeinte, Frage ist: Design. La Sportiva schafft es immer wieder etwas Neues zu kreieren und es dabei zum Anbeißen aussehen zu lassen. Für mich persönlich macht das Aussehen und das haptische Erlebnis genau so viel aus wie die technisch-performative Seite der La Sportiva Kletterschuhe. Genius ist ein Name der Superlative und verstärkt die ohne hin vorhandene Erwartungshaltung. Die Optik wird jedenfalls diesem Namen gerecht. Jedes einzelne Detail ist für sich genommen perfekt gestaltet und platziert. Die Gesamtheit der Darstellung als Summe all dieser perfekten Teile grenzt für mich persönlich an Genialität. Klingt nach Übertreibung? Nicht falsch verstehen – ich versuche nur meine Begeisterung in Worte zu fassen.

Die Verarbeitung dieser Kletterschuhe ist top. Ausnahmestellen wie auf Foto sind verschmerbar

Die Verarbeitung dieser Kletterschuhe ist top. Ausnahmestellen wie auf dem Foto sind denke ich nicht der Rede wert

In den letzten Jahren schrieb ich immer wieder, dass die Verarbeitung von La Sportiva Kletterschuhen nach wie vor in die höchste Liga gehört, was die Qualität an belangt. Zusätzlich äußerte ich wiederholt Bedenken über die scheinbar sinkenden Qualitätsstandards, die offenbar von einer Fertigungsreihe zu anderen zu schwanken scheinen. Der mir vorliegende La Sportiva Genius Kletterschuh ist offensichtlich kein Montagsprodukt, denn er weist keine wirklichen Mängel auf. All die kleinen Klebereste, die man auf den Fotos im Detail sehen kann, sind für sich genommen absolut nichtig im Vergleich zur Gesamtqualität die der La Sportiva Genius repräsentiert. Es ist jedenfalls sehr beruhigend, dass La Sportiva nach wie vor die Kletterschuhe nicht nur perfekt designt, sondern auch produziert.

Konstruktion der La Sportiva Genius Kletterschuhe

Die Schnürung macht den Unterschied

Die Schnürung macht den Unterschied

Die No-Edge Konstruktion an dieser Stelle wiederholt zu beschreiben ist aus meiner Sicht unnötig. Wer im Jahr 2015 noch nie was davon gehört hat empfehle ich im Glossar zu lesen oder die Testberichte über Speedster oder Futura zur Rate zu ziehen. Beim Genius hat sich nämlich an der runden Spitze und der Sohlenkonstruktion nichts geändert. Die Sohle ist nach wie vor ausgestattet mit XSGrip2  von Vibram und ist bis auf die etwas dickere und evtl. großflächigere Zwischensohle ziemlich gleich mit anderen No-Edge Kletterschuhen. P3 ist in diesem Konzept Standard und unterstützt unsere Füße auch im Genius. Genius ist das steifste Modell in der gesamten Familie, was in Anbetracht der Schnürung auch zu erwarten war. Was sich etwas verändert hat, ist die Ferse. Der rote Gummi ist dicker und macht die gesamte Fersenkonstruktion sehr viel stabiler, als es bei den Vorgängermodellen der Fall war.

Wie gehabt - diese Kletterschuhe sind rund

Wie gehabt – diese Kletterschuhe sind rund

Aus meiner Sicht ist dies eine sehr erfreuliche Verbesserung, da Genius jetzt über eine sehr gute Ferse verfügt die in Sachen Stabilität fast schon mit der des Miura VS mithalten kann. Die Schnürung, die bis in die Zehenspitzen runter geht, hält im Übrigen die eben angepriesene Ferse perfekt am Fuß. Ansonsten lässt sich diese Schnürung (Fast-Lacing-System) sehr schnell zu ziehen und nicht ganz so schnell auf der ganzen Länge lösen. Die sehr kuschelige Zunge ist seitlich und vorne mit dem Schaft vernäht, sodass Genius eigentlich ein Slipper mit Schnürung ist, wenn man es ganz genau betrachtet.

Größe und Passform 

Die Passform von Genius ist ein Mix aus Futura und Speedster

Die Passform von Genius ist ein Mix aus Futura und Speedster

Es gibt ganz wenige Hersteller auf dem Kletterschuhmarkt, die es schaffen die Kletterschuhe langfristig nach einem einheitlichen Maßstab zu fertigen. Soll heißen: hat man 1998 seine La Sportiva Schuhgröße gefunden kann man 2015 getrost zu gleichen Größe greifen, ohne Angst haben zu müssen, dass man eine böse Überraschung erlebt. Die richtige Größe auf der Suche nach einem sportlich engen Kletterschuh findet man nach folgender Formel: Straßenschuhgröße minus 2 bis 3.

Die Spitze ist härter als die abgebildete Stelle der Sohle

Die Spitze ist härter als die abgebildete Stelle der Sohle

Diese „Empfehlung“ basiert auf meiner Erfahrung und stellt sicher nicht die Regel dar. In einem Punkt bin ich mir jedoch sicher: über die Straßenschuhgröße sollte man bei La Sportiva nicht gehen. La Sportiva sagt übrigens in Falle des Genius aus, dass ein massives Downsizing nicht notwendig ist, da dieses Modell auch für einen etwas lockereren Sitz ausgelegt wurde. Meine Standart Größe (EU 40) passt beim Genius genauso wie bei allen anderen La Sportiva Modellen die ich bis dato hatte.

Gr. 40 sitzt knapp wie eine Socke

Gr. 40 sitzt knapp wie eine Socke

Die Passform ist bei La Sportiva dagegen ein sehr interessanter Punkt. Seit La Sportiva mehr Informationen zur Passform bereitstellt, kann man sich beim Kauf besser orientieren. Ich versuche hier noch etwas konkreter zu werden und den Genius in Sachen Passform etwas genauer zu platzieren. Speedster ist eher breit und passt den quadratischen, germanischen Füßen sehr gut. Futura ist eher schmal (wenn man Futura objektiv schmal nennen kann) und ägyptisch – ausgelegt für Fußformen mit längeren Zehen. Genius ist dagegen eine Mischung aus beiden. Er ist nicht so breit wie der Speedster und nicht so schmal wie Futura. Die Zehenbox stellt meine Zehen auf jeden Fall mehr auf, als es der Futura tut. Speedster dagegen stellt die Zehen noch stärker auf. Was die aufgestellten Zehen angeht, ist der Genius ebenfalls irgendwo zwischen Speedster und Futura anzusiedeln. Die Ferse ähnelt von der Passform her eher dem Futura als dem Speedster. Genius bietet insgesamt eine recht universale Passform, die ich so ähnlich vom Solution kenne. In wieweit man mittels Schnürung auch mit richtig schmalen, schlanken Füßen im Genius eine gute Passform erzielen kann, tue ich mir schwer zu beurteilen. Wäre toll, wenn Betroffene ein Paar Kommentare schreiben könnten.

Performance – wie klettern sich diese Kletterschuhe?

Die Spitze ist erstaunlich präzise

Die Spitze ist erstaunlich präzise

Sowohl Speedster als auch Futura waren in meinem Fall nicht geeignet für das Felsklettern im Kalk, wo ich die Masse meiner Kletterzeit verbringe. Deshalb hoffte ich auf die neue steife Variante ohne Kanten. Das Konzept wird von der Sensibilität getragen, sodass ich natürlich keinen Miura Lace oder Anasazi Blanco erwartet habe. Unter dem Strich kann ich auch mit dem durchaus steiferen Genius nicht ernsthaft draußen klettern. Dafür bin ich einfach zu schwer. Beim Bouldern geht es natürlich, aber sobald die Spannung in der dorsalen Kette und somit auch im Fuß nachlässt, was beim Seilklettern einfach eine Frage der Zeit ist, kann ich das Stehen auf kleinen Tritten vergessen.

Die Ferse ist die Beste in der Familie

Die Ferse ist die Beste in der Familie

Trotz dieses persönlichen Problems bleibt Genius für mich der beste No-Edge Kletterschuh für draußen. Er fühlt sich sehr ausgewogen an und erlaubt trotz der etwas festeren Sohle optimales Fühlen der Tritte. Die runde Spitze ist  dabei erstaunlich stabil und genau so präzise wie beim Speedster. Die Frankenjura Fans muss ich leider enttäuschen: unter dem Strich sind alle No-Edge Kletterschuhe nicht die beste Lösung für kleine Löcher. Am Plastik gibt es meiner persönlichen Bewertung nach nur positives zu berichten. Mit dem La Sportiva Genius lassen sich die Tritte erstaunlich präzise treffen und die Kletterschuhe geben auch gutes Feedback an den Fuß zurück, was die Trittoberfläche angeht.

Toe-Hooks gehen gut

Toe-Hooks gehen gut

Da die Tritte und Griffe in der Kletterhalle meistens größer sind als in der felsigen Realität hatte ich auch beim Routenklettern keine Probleme mit der Ermüdung der Fußmuskulatur. Sicherlich liegt es auch daran, dass in der Halle meist mehr Oberarmkraft gefragt ist als eine perfekte Fußtechnik über lange Strecken. Was das Hooken angeht, kann ich ohne zu übertreiben behaupten, dass Genius die Hook-Maschine in der No-Edge Familie ist.

Performance ist rund um sehr gut!

Performance ist rund um sehr gut!

Hook platzieren und anschließend halten ist wirklich ein Kinderspiel mit der neuen Ferse die deutlich mehr Stabilität gewährleistet. Glücklicherweise leidet das Gefühl beim Hooken nicht unter dem relativ dicken roten Gummi, da seitlich, dort wo der Kontakt stattfindet, das Material dünner ist. Die Toe-Hooks kommen mir im Vergleich zum Speedster etwas „zäher“ vor, gelingen jedoch ohne Probleme. Man könnte ohne zu übertreiben sagen, dass La Sportiva Genius die besten Kletterschuhe mit Schnürung sind, wenn es um das Toe-Hooken geht. Insgesamt weist Genius eine gelungene Performance ohne Ecken und Kanten auf.

Haltbarkeit & Empfehlung Einsatzbereich der Kletterschuhe

Die Ferse ist sehr haltbar - keine Zweifel

Die Ferse ist sehr haltbar – keine Zweifel

La Sportiva Genius ist genau so wie seine No-Edge Geschwister kein Kletterschuh für die Ewigkeit. Nach meinem derzeitigen Erfahrungsstand halten die No-Edge Modelle in etwa so lange wie vergleichbare Kletterschuhe mit der herkömmlichen Sohlenkonstruktion. Den Verschleiß an der runden Spitze genau zu bestimmen ist etwas schwierig, wenn man etwas sieht, dann ist es meistens schon zu spät. Was auch oft vorkommt, und somit die Schwäche des No-Edge Systems darstellt, sind sich ablösende dünne Kanten oder besser gesagt Ausläufer der Sohle an der Seite. Da empfiehlt es sich das abgelöste, abstehende Gummi frühzeitig abzuschneiden, um so weitere Ablösung vorzubeugen. Da die Ferse beim Genius wirklich intelligent mit Gummi versorgt ist, sehe ich da die geringsten Probleme im Sinne der Haltbarkeit.

Die Qualität zahlt sich bei Lebensdauer aus

Die Qualität zahlt sich bei Lebensdauer aus

Was die Empfehlung für die Nutzung angeht, kann ich lediglich zwei Sachen gänzlich ausschließen: kleine fränkischen Löcher und Risse. Für Löcher ist Genius nicht spitz genug, die Franken werden es denke ich irgendwann bestätigen. Für die Risse hat der Genius nicht genug Substanz – das wäre Perlen vor die Säue. Solch einen teueren Kletterschuh ausschließlich in der Halle zu exploitieren halte ich persönlich ebenfalls für pure Verschwendung.

Die Schnürung hält bestimmt länger als beim Solution

Die Schnürung hält bestimmt länger als beim Solution

Gerade wegen der „steiferen“ Sohle gehören diese Kletterschuhe für mich nach Möglichkeit an den Fels. Hier ist es meiner Meinung nach egal ob zum Bouldern oder Routenklettern. Je reibungslastiger die Kletterei ist, desto mehr kann man von der Konstruktion des Genius profitieren. Natürlich gehen Tritte in Form von Leisten und Kanten sowie den üblichen Verdächtigen aus den Kalk- und Granitgebieten, mit dem Genius ohne Probleme. Etwas Schmalz in den Füßen muss man für diese Kletterschuhe allerdings mitbringen, ansonsten ist der Spaß wie bei mir – von kurzer Dauer.

Fazit zu La Sportiva Genius Kletterschuhe

Kletterschuhe wie diese haben heute ihren Preis...

Kletterschuhe wie diese haben heute ihren Preis…

La Sportiva Genius hat meiner Meinung nach nur einen einzigen Nachteil: diese Kletterschuhe sind einfach nur überteuert. Ich hielt Futura schon für zu teuer, aber der Neuling setzt noch ein Paar Euro drauf. Ein Angebot deutlich unter 140 EUR habe ich bis jetzt online nicht finden können. Wenn man das Geld nicht ausgeben kann oder nicht will kann ich nur empfehlen ein Paar Jahre abzuwarten. Das ist der Genius bestimmt auch um 20 EUR günstiger. Eigentlich immer noch zu viel für ein Standart-Portmonnaie eines Kletterers.

Ich mag die Farbenwahl der "Deko"

Ich mag die Farbenwahl der „Deko“

Auf der anderen Seite unterstützen wir mit dem Kauf eine kleine, feine italienische Firma die daheim produziert und uns keine umetikettierten Kletterschuhe chinesischen Ursprungs unter zu jubeln versucht. Alles in einem verdienen diese Kletterschuhe den klangvollen Namen und könnten irgendwann bei genügend Schmalz in meinen Füßen den Testarossa ablösen. Abgesehen davon finde ich es sehr nett von Italienern, dass sie uns nach der gewonnenen Fußball Weltmeisterschaft ein Modell in Deutschland Farben.

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Kletterschuhe – weitere Informationen :

 

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13 Antworten zu La Sportiva Genius Kletterschuhe Test

  1. schmalialex schreibt:

    Die Aussage zum Preis kann ich nicht teilen. Das hier ist keine Schleichwerbung, aber bei den unten stehenden Links findet man die Schuhe zu einem guten Preis bei einem super Service:

    Genius à € 120.-
    Sportmacher.com/Klettern-Bouldern/Kletter-Schuhe/Herren/Genius

    Futura à € 109.- (ist etwas gestiegen, war bisher seit erscheinen immer bei €105.-)
    sportmacher.com/Klettern-Bouldern/Kletter-Schuhe/Herren/Futura

    Grüsse
    Alex 😉

  2. Flo schreibt:

    Servus,

    danke für den testbericht. Ich hab mir den genius in 40,5 u 41 bestellt und bin mir grade sehr unsicher welchen ich denn nun besser behalten soll.
    ich trage in Straßenschuhen 43-44,5 je nach Modell, zuvor hab ich den vapor s in 42 und den boostic in ner 42,5 geklettert welche beide sehr eng waren.

    Beim genius in 40,5 wird am größeren linken Fuß mein großer Zeh u die benachbarte zehe stark aufgestellt. Denke zum toehooken fast schon weniger geeignet. Rechts passt er top.
    Im 41 passt es links bombe und rechts ist etwas Luft über den Zehen und nur mittel aufgestellt.
    FußForm ist ägyptisch mit großem Zeh als größter Zehe.
    Nun ist meine Frage ob sich der Schuh noch dehnen wird?

    Grüße

  3. Daniel schreibt:

    Hey,

    danke für den Testbericht!

    Da das mein erster NoEdge schuh war, warich hier besonders bespannt wie die Haltbarkeit ist, und nunja…da löst sich ja sehr schnell was ab, vorallem wennman viel in der Halle damit klettert. Ich hab ein wenig recherchiert und bin dabei auf Kövulfix als Kleber gestoßen (elastischer Leder/Schuhsohlenkleber). Also die Reparaturanleitung für alle NoEdge Kletterschuhe ist meiner meinung nach folgendermaßen:

    1. Kövulfix kaufen
    2. Alle lockeren Leder/Sohlenfetzen abschneiden (Bastelmesser mit scharfer Klinge…)
    3. Kleben und anschließend alles abschleifen (feines Schleifpapier).
    4. Die Ränder nochmal mit dem Kleber bestreichen und alles glattstreifen. Es sollte keine merkbare Kante bleiben an der man hängen bleibt. So kann sich hoffentlich in Zukunft nichts mehr ablösen.
    5. Kleberreste am Gummi mit Schleifpapier abschleifen

    so sieht das dann aus:

    [img]http://astrostyria.at/uploads/gen1.jpg[/img]

  4. Maximilian Kellner schreibt:

    Danke für den Bericht,

    hatte mich damals für den schuh entschieden.
    Zum Punkt Lebensdauer:
    Der schuh hat bei mir gerade mal einen Monat gehalten (2-3 mal die Woche Bouldern bzw. klettern) und die sohle ist jetzt leider schon durch. Beim Bouldern dreht man sich ja immer wieder auf den Tritten und das kostet Gummi.
    Somit ist die Haltbarkeit eher mau und die neubesohlung mit ca 50 euro um einiges zu teuer.

    • Daniel schreibt:

      kannst bei restday neubesohlen lassen, da kostet no edge neubesohlen nur 27eur. Versandkosten muss man sich halt aufteilen oder ein paar Schuhe zusammenkommen lassen.

  5. Daniel schreibt:

    Kleines Update zu meinen persönlichen Genius Erfahrungen: mein erster Genius war 40,5 und somit viel zu groß (Straßenschuhgröße 42, Fußlänge 26cm, Zehenform Ägyptisch und Fuß eher schmal 9,5cm maxbreite). Bin damit sogar MSL gegangen, das war aber keine gute Idee. Zuerst Bequem dann leider viel zu weich (wie Pietro Dal Pra so schön sagt: wenn der Schuh zu groß ist, ist kein Support mehr da). Das war ein richtiger Schlappen dann (der weitet sich um 1 Größe!), nichtmal mit Socken zu retten. Also habich den verschenkt.

    Jetzt in Geisteskrank Eng gekauft (38,5) und nach ein paar bouldersessions mit Wasserbehandlung wird er so dassich ihn 20 Minuten Klettern kann (Minimalgröße). Voll abartig wie der auf kleinsten strukturen abgeht (in unserer Boulderwand sind so kleine Strukturen eingeritzt – ca 3-5mm tief, da sind Spax schon Luxusgroß dagegen). Damit kann man echt alles stehen und muss sich nichtmal Gedanken machen wie. Beim Seilklettern gibt der enge Schuh echt den nötigen Push um am Limit zu performen, der Fuß wird optimal unterstützt und auf Tritte kann man oft verzichten, es ist sehr intuitiv in der Wand auf Reibung zu stehen und mit dem Fuß mitzuschieben wenn gerade kein Tritt da ist. Dabei muss ich nichtmal die Schnürung anziehen, wenn der Genius so eng stitz ist er effektiv nen Slipper der nur noch leicht zugebunden werden muss (so ähnlich wie der Python, da ist der Verschluss auch mehr Dekoration). Für Leute die gerne nen bequemen Schuh haben ist das natürlich nix…

    Ähnlich gut klar komme ich mit dem Testarossa und dem Python, wobei dem Testarossa der Toe Hook patch und die vernünftige Fersengummierung fehlt, dem Python der Downturn (leider kein P3 😦 )

    Ich hab das Glück nur 65kg zu wiegen, deswegen übermüdet die Fußmuskulatur auch nicht mit dem Genius am Fels beim Sportklettern. Werde also Testarossa und Python langsam ausrangieren und wennsie „fertig“ sind nur mehr den Genius weiterklettern (nur bei MSL bevorzuge ich den Scarpa Boostic…feines Gerät)

  6. Thomas schreibt:

    „…eine kleine, feine italienische Firma die daheim produziert und uns keine umetikettierten Kletterschuhe chinesischen Ursprungs unter zu jubeln versucht.“

    Stimmt leider nicht ganz!
    Auch Sportiva produziert in China, zum Beispiel das Modell „Tarantula“.

  7. Christof schreibt:

    3 monate outdoor klettern und das ding hat ein loch in der sohle. Ich bin langsam aber sicher masslos entäuscht von sportiva…

  8. Tanja schreibt:

    Du schreibst:

    …Das Konzept wird von der Sensibilität getragen, sodass ich natürlich keinen Miura Lace oder Anasazi Blanco erwartet habe. Unter dem Strich kann ich auch mit dem durchaus steiferen Genius nicht ernsthaft draußen klettern. …

    Aber Genuis ist doch viel weicher als Miura Lace!?

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