La Sportiva Katana Laces

Kletterschuhe La Sportiva Katana Laces im Kurztest

Katana Laces bringt mehr Struktur und Härte in das Kletterspiel

Der Klassiker der Kletterwelt der, unangefochtener Allrounder Katana wird neu auferlegt und mit Schnürsenkeln versehen. Diese Meldung verursachte letztes Jahr bei mir keinen Wechselbad der Gefühle. Ich kletterte den Katana zwar gern und lang, war aber auf Grund Haltbarkeitsmängel der Sohle und der für mich suboptimalen Form kein absoluter Fan. Somit ging ich davon aus, dass der neue Katana Laces keine Errungenschaft darstellen würde und eine Anschaffung nicht wert wäre.

Dann tauchten die ersten Erlebnis- und Testberichte zu dem neuen Modell auf und weckten Interesse an der „Neuheit“.

Im Arco Urlaub habe ich dann den neuen Katana Laces genauer angeschaut und möchte nun gerne meine Eindrücke hier kurz schildern, in der Hoffnung dem einen oder anderen Katana Fan die Entscheidung für oder gegen das „Neue“ zu erleichtern.

Optik und Konstruktion

Die Optik ist sehr schön!

Der alte Katana war schon trotz des schlichtes Designs ein optischer Hingucker. Der neue ist noch eine Stufe stylischer, was vielen netten Details zu verdanken ist. Die Optik lässt sich aber besser mit Bildern beschreiben, als mit Worten.

Die Konstruktion weicht jedoch erheblich vom alten Modell ab. Das Innenfutter ist nicht aus Baumwolle sondern aus dem gleichen flauschigen Fleece (Pacific) wie beim Solution und Miura VS. Die Zunge ist aus gleichem Material wie bei den neuen La Sportiva Modellen und ist beidseitig vernäht und etwas weiter vom Einstieg her gestaltet, wie die von Miura VS. Dies kommt dadurch zustande, dass die besagte Mesch-Zunge an der Außenseite nicht über den gesamten Verlauf befestigt ist, sondern nur im vorderen Teil, was eine weitere Öffnung suggeriert.

Dieses Pärchen hat es in sich und warten auf Leisten-Food

Der Leisten ist der gleiche wie beim alten Katana, auch an der Ferse hat sich (leider) nichts geändert. Sie ist genau so voluminös und für mich zu breit. Auch die Gummierung ist nun wirklich keine Weiterentwicklung – schade. [Update 1/2012: La Sportiva scheint die Ferse überarbeitet zu haben, dass von mir nun benutzte Modell (Charge: B12/11_) hat eine deutlich schmälere Ferse. Die Gummierung ist die gleiche geblieben. Die Passform dadurch besser geworden.]

Die Schnürung ist wirklich leichtgängig! Mit einem Zug hat man den Schnürsenkel durch alle drei Laschen durch und im Nichts eine gute Spannung drauf. Das letzte Loch ist konventionell und hält (einigermaßen) durch die Reibung die Position der Schnürung bis man den Knoten fertig hat. Alles in einem funktioniert diese Schnürung vorbildlich, obwohl man etwas aufpassen muss, dass die Schnürsenkel sich beim Binden nicht lockern. Die Schnürsenkel selbst sind dicker und etwas voluminöser als die alten von Miura Lace, was auf eine längere Lebensdauer hoffen lässt.

Die schnürung ist schnell und funktionell

Das P3 System ist dagegen eine richtige Bereicherung. Wie man beim Testbericht zum Miura VS lesen kann, bin ich ein wahrer Fan dieses Systems, denn dadurch wird das Ziehen mit dem Zeh möglich ohne die Zehen komisch und unnatürlich nach unten zu krümmern und das Stehen auf Micros im Senkrechten zu beeinträchtigen. Der Katana Laces ist somit nicht mehr flach unter dem Zeh, sondern hat eine Innenwölbung die den großen Onkel im Gelenk sowie das Quergewölbe unterstützt. Von einem richtigen Downturn würde ich als Testarossa Kletterer bei diesem Schuh nicht sprechen. Der Zeh wird nicht nach unten gebogen sondern ist aufgestellt und durch die Wölbung unterstützt. Sehr gut!

Durchgehende 4 XS Edge mm bieten super Stabilität

Die Sohle ist aus Vibram XS Edge und macht einen recht harten Eindruck in jedem Bereich (Sohlenrand und unter dem Zeh). Ich habe nicht wirklich verglichen aber die Sohle scheint mir steifer als beim alten Katana. Die Reibung ist etwas geringer als beim alten XS Grip und deutlich weniger als beim XS Grip 2. Die Kantensteifigkeit ist dagegen wirklich hoch – wie der Name schon sagt.

Passform und Performance

Etwas schmaler und mit etwas symmetrischeren Spitze ist Katana L genauso bequem wie Miura VS

Die Passform hat sich dank der Neugestaltung des Innenschuhs und der Kombination aus Synthetik und Leder (aus meiner Sicht) drastisch verbessert. Einzig die Ferse war selbst bei 39,5 EU (meine ENG Schuhgröße bei La Sportiva ist 40…) nicht ganz ausgefüllt. Der Schuh gab aber im Zehenbereich selbst beim stark aufstellenden 39,5 Variante wirklich so gut nach, dass man sich sehr wohl gefühlt hat ohne Schmerzen zu erleiden. Ich weiß nicht ob der Katana Laces wirklich größer ausfällt als das alte Modell. Fakt ist nur, dass mir beim neuen die 39,5 genauso eng vorkam wie die 40 beim alten. Ich vermute, es liegt an den geschmeidigen Konstruktion und zehenfreundlichen Materialien sowie ihrer Stärke (ich vermute die Stärke des Materials ist etwas geringer als beim alten und deshalb nachgiebiger). Ich würde mich beim Kaufen auf jeden Fall für 39,5 entscheiden, denn wie man hört dehnt sich der neue mind. genau so wie der alte.

Hier im Vergleich mit einem der breitesten Kletterschuhe – dem Vapor

[Update 1/2012: Bei meinem aktuellem Modell (Charge: B12/11_) trifft diese Erfahrung aus Arco nicht mehr zu, ich habe 40,5 EU und könnte nur mit Schmerzen in 40 rein. Somit trifft auch auf Katana Laces die Größenänderung der anderen (Solution und Miura VS) zu. Ich bin froh, dass ich 40,5 EU bestellt habe. In 39,5 hätte ich keine Chance! Die nun an den Seiten schmalere Ferse passt viel besser als beim alten Katana. Der Fersenboden ist jedoch weiterhin tief, was unterschiedlichen Fersenformen gerecht werden müsste. Der gesamte Leisten ist geschrumpft. 40,5 ist schmaler und hat weniger Volumen als der alte 40er. Die Schnürsenkel reichen gerade so aus, um den Knoten zu machen. Ok, ich habe einen hohen Rist und der Schuh ist recht neu. Leute mit schmaleren Füßen wird diese Tatsache freuen, können sie doch endlich den Katana richtig gut anpassen.

Katana Laces kommt mir des weiteren viel asymmetrischer vor als sein Velcro Bruder. Die Form ist nach einem Vergleich in etwa die selbe wie beim Miura VS (Charge: 733/08_). Der Leisten dürfte ziemlich vielen Fußtypen passen. Er gibt durch seine Form auch den längeren zweiten Zehen eine Chance auf ein schmerzfreies Klettern bei guter Performance.]

Insgesamt war/bin ich sehr angetan von der Passform, die um Welten bequemer war als beim klassischen Katana. Das P3 System taugt meinem Fuss sehr und rundet die wirklich „gelungene“ Zehenbox ab. Die Schnürung macht einen Zuverlässigen Eindruck und ist wirklich funktionel, leichtgängig und schnell. Der Fuß lässt sich sehr ordentlich verzurren und bewegt sich kein mm im Schuh.

Präzise, Stabil und Kraftvoll…

Zu Performance kann ich leider nicht viel sagen, da das Antreten lediglich an dem Anprobierhocker erfolgte. Das Gefühl beim treten war gut, nicht wirklich sensibel aber mit ordentlicher Fußunterstützung konnte man das ganze Gewicht locker auf einem Punkt halten. Ganz so steif wie Anasazi V2 Blanco ist der Katana Laces zwar nicht aber mit Miura VS kann er meiner Meinung nach locker mithalten. [Update 1/2012: Performance ist spitzenmäßig. Raus aus dem Karton ran an die Wand. Beste Leisten Steherei und höchste Präzision sind sofort gegeben. Das XS Edge verformt sich kaum an kleinsten Tritten und gibt ein sicheres Gefühl beim belasten solcher problematischer Tritte. Die Spitze ist bekannter Katana-Maßen Weltklasse. Genau richtig pointiert ist der Druckpunkt genau da wo auch die meiste Kraft entfaltet wird, erstaunlich ist die Präzision mit der dieser Kletterschuh zu werke geht. Was weniger stark/gut ausgeprägt ist, ist das Gefühl für den Tritt.

Die deutlich schmalere Ferse lässt sich nicht nur in Henkeln gut platzieren und halten

Man trifft den Tritt zwar sofort, hat beim Belasten das Gefühl des „kompromisslosen Halts“, so dass man keine geistige Energie mehr auf die Füße verschwenden muss, aber das feine Feeling für die Beschaffenheit des Tritts ist leider nicht verfügbar. Meiner Erfahrung nach kann es so auf diese Art und Weise nur Anasazi Lace Up (pinky/blanco) bei allen anderen Modellen muss man mit einem kleinen Nachteil leben. Gefühl hin oder her. Mit der überarbeiteten Ferse gibt es bei diesem Kletterschuh nichts mehr zu meckern. Harte Wege in senkrechten und leicht überhängenden Wänden sind sein Ding. In richtig steilem Gelände tut sich der Katana Laces etwas schwerer, da die steife Sohle kein Greifen mit den Zehen erlaubt. Insgesamt klettern er sich in diesem Bereich wie Anasazi Lace Up oder Scarpa Vapor. Alles in einem würde ich seine Performance mit dem Vapor Lace vergleichen. Sie sind ähnlich steif, gleiches Gummi, gleiche Vorspannung/Downturn, ähnlich präzise und „gefühlvoll“.  Katana Lace ist jedoch sehr viel schmäler geschnitten und hat eine andere Spitze, die längere große Onkel mehr Platz bietet als Vapor, welcher den großen Zeh gnadenlos Richtung Ferse drängt.

Die Hooks lassen sich nun überall (Leisten, Schlitze, Sloper) sauber und einfach legen und locker halten… solange das Gummi dran ist…. Toe Hooks ist nicht sein Arbeitsgebiet, was beim Routen Klettern eh nicht so ins Gewicht fällt. Alles in einem bin ich vorerst begeistert von der Performace und gespannt wie lange die Spitze hält.]

So sieht die Sohlenkante nach bereits 2 kurzen Bouldersessions – gut!

Haltbarkeit ist an dieser Stelle mehr eine Vermutung ohne eigene Langzeit Erfahrung (wird nachgereicht). Man liest dass die Spitze genauso schnell wie beim alten Katana einen Loch bekommt, da scheint die neue XS Edge Gummimischung nicht zu helfen. Ich denke das ist durch die Konstruktion bedingt und kann nur durch Schonung und perfekte Tritttechnik verhindert werden. Das XS Edge ist nicht unzerstörbar und wird genau so von den besandeten Wänden gefressen wie alles andere. Etwas länger als XS Grip 2 hält er meiner derzeitigen Erfahrung nach schon. Die Kantenstabilität bleibt im Laufe der Zeit spitzenmäßig, so dass man eigentlich zufrieden sein kann.

Fazit

Nicht zuletzt wegen der „neuen“ Ferse eine klare Empfehlung

La Sportiva Katana Laces ist von der Passform im Zehenbereich und dem P3System [Update 01/2011: sowie der Ferse!] eine wahre Verbesserung des Klassikers. Der unveränderte Leisten sowie das P3 System können aus meiner Sicht nichts an dem Allronuder Status des Katanas ändern, diese Kombination aus alt und neu ist sogar eine Erweiterung der Fähigkeiten. Der Preis ist heiß und sollte die Haltbarkeit wie üblich bei La Sportiva sein, so ist er der einzige Hindernis diesen Schuh immer wieder zu kaufen. [Katana Laces hat sich überraschend schnell in meinem Kletterrucksack etabliert , denn mit der neuen geänderten Passform und Größe passt er mir fast so gut wie der Miura VS von 2008. Die Performance ist Spitze – ich hoffe es bleibt so wenn er weicher wird… Alles in einem eine klare Empfehlung!]

Weitere Informationen:

ein Erfahrungsbericht

[vimeo 43718094]

45 Antworten zu La Sportiva Katana Laces

  1. kletterfritzi schreibt:

    wie stark weitet (auch Breite im Vorderfuss) sich der neue Katana lace im Laufe der Zeit bei Dir ?
    hat man mit breiten Füssen überhaupt eine Chance auf Bequemlichkeit oder ist er gerade bequem wenn er schon kaputt ist ? bzw . ist man mit breiteren Füssen beim Vapor lace sowieso besser aufgehoben ?

    • kletterschuhtest schreibt:

      Katana Lace hat sich bei mir max 1/4 Gr. geweitet. Die Zehenbox gibt auch nach wird aber nicht so breit wie die von Vapor Lace (mMn).
      trashhard sagt zwar das Vapor V und Vapor Lace gleich breit sind, aber für mich ist Vapor Lace der breiteste Kletterschuh den ich kenne (evtl. ist Millet Yalla noch breiter).
      Idealerweise beide bestellen und entscheiden.
      in Wien muss es doch ein Paar gut sortierte Kletterläden geben ..? Ich glaube du kommst mit deiner Fersenproblematik nicht drum herum versch. Modelle auszuprobieren.

  2. kletterfritzi schreibt:

    hallo schorsch,

    nachdem ich mit dem Vapor ( Ferse- Überbein- Orthopäde) nicht zurechtgekommen bin hab ich mir dann doch den Katana lace gekauft….
    ein toller schuh, die Ferse drückt auch bei kleiner Grösse nicht. Vapor hat den Fersengummi zu hoch und das drückt direkt über die achillessehne….. ein wahnsinn.
    Trotzdem – der Vapor ist der feinere schuh, schade…

    Im Katana lace haben sogar meine griechischen Füsse (2.Zehe länger) Platz.
    Er ist als Performance Schuh sehr eng eng gewählt (3 Grössen unter den Strassenlatschen)

    Wäre der TC Pro auch in etwas für längere 2 te Zehen ?
    Denke daran ihn ev. als alpin- msl – Schuh zu kaufen, so semi-bequem ….
    Verwendest Du Deinen noch oder ist er Dir zu hart/unbequem ?

    Danke Dir für Deine ausführlichen Schilderungen/Tests – war wirklich hilfreich und ich kenn Deine Seite fast auswendig , haha !!….

    mfg, kletterfritzi

    • kletterschuhtest schreibt:

      Grüß dich,
      das freut mich sehr, dass du was passendes gefunden hast. Ich bin gespannt wie du die Haltbarkeit des Katana Lace im Vergleich zum Vapor erfährst. Würde mich interessieren wie es sich das aus deiner Sicht gestaltet.
      Zum TC Pro: Ist wirklich Geschmacksache. Für deinen Fuß muss TC Pro eigentlich passen. Probier ihn an, wenn er passt, UND dir taugt, UND du vorhast richtig große Wände zu klettern UND das ganze am besten im Granit, DANN hol ihn dir. TC Pro funktioniert bei mir gut, nur bleibt er trotzdem oft zuhause … Kann nicht genau sagen warum. Aber für 3-5 SL Touren nehme ich den Vapor oder den Miura VS. Der Schuh ist top, wenn dann würde ich ihn bequem und nicht semi-bequem holen.
      VG

    • Carlo schreibt:

      Hi,

      mir ist etwas ähnliches passiert… Bin mit dem Vapor V geklettert (absolut geiler Schuh) habe aber leider auch durch den Fersendruck und zu langes Tragen ein Überbein bekommen :/
      Zwei Fragen daher: Welchen Schuh bist du mit dem Überbein geklettert? Bzw. welche kannst du da empfehlen? Habe eher breite Füße (weshalb ich auch zu dem Vapor bin…) Sogar der Force X von Scarpa drückt mir durch das Gummiband leider an den Hotpsot.
      Und wie hast du das fiese Ding losbekommen? 🙂

      Grüße, Carlo

      • kletterfritzi schreibt:

        Hallo Carlo,

        tja. ich such in Wirklichkeit noch immer herum… hab jetzt einen Miura , quasi nur 1.5 Nummern unter der Strassenschuhgrösse und schon wiederbesohlt . Ist jetzt nicht der Bringer ….aber ein Kompromiss … Das fiese Ding wegbekommen : ich hab es noch immer, geh viel mit Birkenstock, mach viele Dehungsübungen /Yoga – ganz wichtig, wirklich ….. das Ding bekommt man nicht so einfach ohne op weg … goggle mal `haglundferse `u besuch einen Orthopäden (hab ich gemacht ) …. MSL verwende ich den Mythos – der geht sehr gut in diesem Fall / die Ferse ist nahezu ideal 2 Nummern unter Strassenschuhen … den Katana laces kannst für die Ferse auf Dauer auch vergessen !- zu viel Druck ….
        Man muss halt auch erkennen, dass die extrem kleine Grösse von Schuhen garnicht immer notwendig ist und nur im Kopf Sicherheit bietet . Der Miura z.B. hält auch am Fels wenn man ihn nicht so eng nimmt …
        Es gibt aber auch z.B von Lowa halbwegs orthopädische Schuhe, nur hab ich die noch nie probiert …. alles Gute , kletterfritzi !

      • Carlo schreibt:

        Als sportlichen Schuh habe ich mittlerweile den Boldrini Tiger EVO (43,5). Straßenschuhgröße 44,5-45. Der Schuh ist trotz kleiner Größe nicht böse zur Ferse 😉 . Die Materialien sind wahre Fußschmeichler…Aber auch kein Schuh für längere Projekte. Eben mein „Angriffsschuh“.
        Den Mythos habe ich auch gerade zur Anprobe zu Hause (43). Da habe ich aber nur Bedenken wegen meinem Breiten Fuß ob der große Onkel nicht zu seh eingedreht wird. Die Ferse des Schuhs ist aber sehr bequem.
        Die Haglund Ferse an sich bekommt man so ja wirklich nicht weg. Bin auch am Dehnen und Kytta-Kur machen 😉 (Bi.Stock daheim sind auch am Start 😀 ) … Ich hoffe das mindert zumindest das Voranschreiten des Überbeins trotz weiterer Kletterei, die ich ja nicht aufgeben möchte. Hast du denn eine OP hinter dir?
        Gruß

  3. kletterfritzi schreibt:

    @TC pro : Naja, im Kalk,5-8 oder mehr Seillängen, bis 7+UIAA , dazwischen auch mal leichtere Seilängen -ab 4 ,keine Cracks- die haben wir kaum – kann man den Schuh da empfehlen ?
    Mythos passt mir auch nicht- die beiden vorderen Ösen drücken furchtbar und ich finde das old- school design vom TC geil 🙂 – ob er das kann was ich brauche oder ein steiffer Stiefel ist …mal sehen
    Und weh soll er nicht tun, das ist wichtig…..aber Socken trag ich keine !!!
    Ist er wirklich gleich geschnitten wie Katana (L) ?

    • kletterschuhtest schreibt:

      der ist anders geschnitten, aber ich bin echt zuversichtlich das er passt. Er stellt die Zehen weniger auf und müsste auch platz für die griechischen Zehen haben (begrenzt) da er aus Leder ist kann man den auch noch formen. Ziemlich bequem ist er vom Haus aus, trotzdem nicht zu klein kaufen. Probier es einfach aus. Wenn die Optik gefällt ist es schon ein Argument für. Einfach probieren !!!

  4. sandkuehler schreibt:

    Servus,
    habe heute meine Katana laces bekommen. Geiles Teil.
    Ich habe nur leider das Gefühl dass ich ihn ne Nummer größer brauche… (obwohl ich schon 3 verschiedene bestellt hab, shit)
    Beim antreten mit der Spitze schmerzt der Große Zeh doch ziemlich… oder legt sich das noch?

    Grüße

    • kletterschuhtest schreibt:

      Grüß dich,
      kann echt schwer beantworten!
      1.Sag mal was du sonst in Kletterschuhen „passend“ hast (Scarpa, Fibve Ten, La Sportiva wäre ideal zu wissen).
      2. Wo ist der Schmerz? Oben auf dem aufgestellten Knöchel, wo das Obermaterial drauf knallt oder im Grundgelenk, oder …?

      Katana L. dehnt sich schon irgendwann ca. 1/4-1/2 Größe, die Frage ist ob du so lange warten (leiden) möchtest. 🙂
      Hängt wirklich von vielen Dingen ab, ob es passt/wird, dein Anspruch, Fußform usw.
      Alles gute!
      VG

      • sandkuehler schreibt:

        Wow, erstmal vielen Dank für die schnelle Antwort!
        Leider bin ich ziemlich neu dabei und habe als bekannte Schuhe nur „RockPillars Summit LU“ vorzuweisen.
        Diese fallen zum einen sehr klein aus, zum anderen hab ich dort eher eine bequeme Passform gewählt.
        Diesen Schuh habe ich in 45.
        Straßenschuhgröße ist 43-44.
        Den betreffenden Katana habe ich nun in 42,5.

        Der Schmerz tritt am Obermaterial auf, ungefähr an der Grenze Gummierung-Lorica. (etwa 1cm ab beginn der Gummierung)
        Und beim genauen „hinfühlen“ eher nur am linken Fuß.
        Der Schuh ist schon ziemlich eng so, die restlichen Zehen zeichnen sich leicht auf dem Lorica ab,

        Beste Grüße
        Und Hut ab für diesen gelungenen blog!

      • kletterschuhtest schreibt:

        Wenn ich die Größenkonstellation aus der Ferne so betrachte – müsste es eigentlich gehen mit der 42,5 bis du weit von 3 Gr. unter Str. entfernt. Aus meiner Sicht ist der Katana L. somit fast schon zu groß. (Für mich wäre eine 41,5 – nach deinem Verhältnis gerechnet zu groß für das ernsthafte klettern)
        Ich denke das nach ein Paar mal Klettern die Druckstelle besser wird. Der gibt schon noch nach…
        Aber wie gesagt du hast die Schmerzen, du musst entscheiden ob du mit diesen Klettern möchtest.
        Sorry mehr kann ich dir nicht helfen.
        VG

    • Kletterfritzi schreibt:

      Hallo Sandkühler!!!

      Also : 3 Nummern unter Strassenschuhgrösse ist bei mit Mindestgrösse: sehr eng aber präzise- kann ihm nur kurz anhaben ;

      2.5 Nummern kleiner ist bequem eng ; geht ach absolut super tut aber nicht weh und für meinen 6-7 UIA grad mehr als ausreichend .
      Mit ein wenig Dehnung verwende ich ihn im Frühjahr als MSL- Schuh .

      !!!Gekauft hab ich beide Größen !!! – weil es ist ein saugeiler Schuh,wirklich ….

      Ja.das gelbe Leder gibt natürlich etwas nach und der Schuh formt sich etwas an den Fuß ;
      Aber zuviel Schmerzen verdirbt die Freude …. Vielleicht ist der Miura vc etwas flexibler –
      Ich mag den etwas bockigeren katana lace mit P3 Platform ….

      Gruß kletterfritzi

      • Kletterfritzi schreibt:

        Zur Größe meine ich : Straßenschuhe 45 – ist katana l 42.5 (gemütlich)
        oder 42 ( schon sehr eng)

  5. sandkuehler schreibt:

    Okay, danke euch!
    Ich bin evtl. auch nen bisschen zu empfindlich, da ich den bequemen RockPillars gewohnt bin.
    Der Katana wird also aller Voraussicht nach bleiben.
    Wenn der Schnee sich nen bisschen verzogen hat gehts mal an den Fels… Dann schauen wir mal! 🙂

    • sandkuehler schreibt:

      Also:
      Der Katana L ist geblieben und Ist mittlerweile echt gemütlich geworden!
      Hätte also ohne weiteres 42 oder 41,5 nehmen können…
      Naja wieder was gelernt.
      Die Performance auf kleinsten Tritten ist der Hammer!
      Was längere Reibungstouren angeht ist das Gummi sowie die Konstruktion eher suboptimal. (soweit ich das mit meinem kleinen „Schuhrepertoire“ beurteilen kann)

  6. Martn schreibt:

    Hallo Schorsch,
    vielen Dank erstmal für die vielen wirklich gut und hilfreich geschriebenen Testberichte. Durch den Artikel hier ist der Katana Lace erstmals bei der Suche nach neuen Schühchen in mein Sichtfeld geraten. Was soll ich sagen: PERFEKT! Noch nie einen so gut sitztenden und performenden Schuh mein Eigen genannt!
    Zum Bouldern mag ich ihn aber irgendwie nicht nehmen – Gefühlt schnellt der Verschleiß dabei einfach in ungeahnte Höhen.
    Jetzt suche ich einen Boulderschuh, der optimalerweise eine vergleichbare Passform (denn die ist genau das Richtige für meinen Fuß) bietet. Ich habe den Python bis 1,5 größen kleiner hier zum Test stehen – aber so richtig will er nicht passen. Hast du einen passablen Boulderschuh mit gleichem Schnitt wie der Katana Lace auf dem Schirm?
    Viele Grüße aus Düsseldorf,
    Martin

    • kletterschuhtest schreibt:

      Grüß dich Martin,

      Ich würde dem Python eine Chance geben. Durch pures Leder passt er sich langsam an. Der muss halt SEHR eng sein. Zur Not kannst du mit warmen Wasser nachhelfen. Mein Boulderschuh ist zur Zeit Scarpa Instinct S (könnte ähnlich gut passen wie KL). Und ich bin schon ganz gespannt auf Instinct VS. Speedster finde ich zum Bouldern auch nicht schlecht. Scarpa Boostic passt bombig ist für die Halle aber zu teuer! Verschleiß technisch ist Five Ten Team zu empfehlen oder Arrowhead (nicht ganz so ne Waffe wie Team) – die Passform ist aber mit dem KL schwer zu vergleichen – 5.10 halt. Probier einfach mal durch.

      • kletterschuhtest schreibt:

        wenn du die klassische reibungsplatte über 3 seillängen meinst, dann kommt er an den katana velcro nicht ran. der schnürer ist viel steifer, der p3 downturn nimmt auch reibungsfläche der sohle weg. in „normalen“ plattenSTELLEN habe ich keine probleme, da er den fuß wirklich sehr gut unterstützt und man kann einfach jede delle oder flache erhebung antreten. für die sächsische ist er imho nix im kalk mag ich ihn sehr.

    • Markus schreibt:

      Ein Boulderschuh mit dem gleichen Schnitt wie der Katana Laces ist wohl der Katana.
      Der Katana ist günstiger zu haben aber die Spitze verschleißt bei unsauberer Technik genauso schnell. Allerdings ist ein riesen Vorteil, dass man sich nicht umgewöhnen muss zwischen Boulder und Kletterschuh weil der Katana mMn schon eine sehr gewöhnungsbedürftige Spitze hat. Wenn ich länger einen anderen zum Klettern getragen habe (bspw. Anasazi), brauchte ich immer eine Zeit um mich wieder an die Katana Spitze zu gewöhnen. Das fällt aber jetzt durch den Katana Laces weg weil die beiden was die Spitze betrifft gleich geformt sind (juhu).
      Was immer hilft ist die Klebenaht am Sohlenrand dick mit Kleber zu bestreichen dann trocknen lassen und den überflüssigen Kleberrest abschleifen (mit der Hand!! nicht mit der Schleifmaschine). So dass nur die Rille zwischen Randgummi und Sohle gut mit Klebstoff „gefüllt“ ist.
      Das Problem bei mir mit dem Katana ist immer, dass die Sohle am Spitz zu viel Angriffsfläche zum Ablösen bietet weil der Katana ja doch sehr viel pointierter ist als die miesten anderen Schuhe. Und wenn man ein-, zweimal mit dem Zeh über den Fels geschrammelt ist stehen kleine „Fetzen“ weg. Die sind dann der Anfang vom Ende weil sich die Sohle dann dort abzulösen beginnt. Wenn man das mit extremen Klebstoff ala 2 Komponenten Epoxidharz verhindert dann ist der Katana recht langlebig.

      Sonst wär vielleicht noch zu sagen, dass der Katana (beide) ein äußerst schlechter Anfängerschuh ist auch wenn ich schon oft mitbekommen habe dass die Verkäufer besonders Anfängern den Katana einreden. Der Velcro Katana ist für einen Anfänger viel zu weich und der Lace-Up ist für einen Anfänger komplette Geldverschwendung. Kein Anfänger packt einen Katana in der Größe die es braucht um seine volle Performance zu bringen. Wenn ich sehe wie die Leute mit dem Katana Lace-Up in der Halle spazieren gehen und ihn erst in der Umkleide wieder ausziehen muss ich schon den Kopf schütteln.

  7. markus schreibt:

    wie schauts mit der performance bei platten aus, taugt er da auch noch wast?

  8. Martn schreibt:

    Da du mit deiner generellen Empfehlung vom KL schon so richtig gelegen hast folge ich wohl auch der Python-chance-geben Empfehlung. Meine Füße sind leider nicht 100% gleich, sodass der linke auch in SEHR ENG sitzt, beim rechten der 2te Zeh etwas unangenehm aufgestellt wird. Da sich der unangenehme Zeh noch schön unterm Toehook Gummi versteckt, schwant(e) mir Böses.
    An der Stelle gleichzeitig nochmal ein Hoch auf die Ferse des KL! Wie du geschrieben hast schön schmal, wohlgeformt und perfekt angesaugt. Deutlich weniger Volumen als der 1,5 Größen kleiner Python.

    • kletterschuhtest schreibt:

      mach die rechte zehenbox des pythons mit warmen wasser voll, 10-15 sec warten, auskippen, anziehen, los bouldern. mein zweiter zeh ist auch „unnett“ aufgestellt aber nach 2-3 solchen wasser behandlungen ist es kein problem mehr.
      wenn dir eine schmale ferse passt, dann würde sich ein versuch mit den five ten boulderlatschen lohnen. aber wenn dein bauch sagt: lass es, dann hör auf ihn. nach wassertherapie kannst den nicht mehr umtausch, da er sich leicht verfärbt.
      viel erfolg

  9. Max schreibt:

    Grüß dich,

    zuallererst danke für die unglaubliche Menge an Infos über Kletterschuhe, die du hier gesammelt hast. Bevor ich hier gelandet bin, hab ich mir wenig Gedanken über meine Fußform gemacht und einfach auf gut Glück Schuhe probiert.
    Mit den Katana Laces hab ich zum ersten Mal erfahren, dass Kletterschuhe sehr wohl sehr eng und präzise sein können ohne gleich nach dem Anziehen Schmerzen zu generieren. Wirklich Top-Schuhe! Manchmal wär mir aber ein bisschen mehr Rückmeldung über den Tritt lieber.
    Hast du was ähnliches wie die Laces im Kopf mit anderer Sohle?
    Meine Füße sind eher breit (10cm auf 28cm), romanisch mit leichter Tendenz zu den Griechen.
    Scarpa Feroce war leider eher ein Fehlkauf. Schon nach dem zweiten Mal klettern eine offene Stelle am kleinen Zeh bekommen. Sollt ich mir mal die Solution zwecks „Trittfeeling“ anschaun?
    Zur Zeit weis ich nicht so wirklich weiter.. oder einfach blind auf die Laces Vertrauen lernen und durchziehn..

    Viele Grüße und Danke dir,
    Max.

    • kletterschuhtest schreibt:

      Grüß dich Max.
      Spontan kann ich dir bzgl. mehr Trittgefühl entweder den Testarossa oder den Mago wärmstens empfehlen. Beide werden dir sicher gut passen. Mago bietet etwas mehr Unterstützung und ein Super Gefühl. Testarossa ist etwas weicher. Was die Laces angeht.
      Wenn du sie schon hast, dann klettre sie einfach weiter. Ich bin gerade aus Arco zurück und muss sagen, dass Katana Laces sich wirklich hervorragend bewährt haben. Ich habe zwar nichts gespürt, aber kein einziges mal deshalb vom Tritt gerutscht oder ein schlechtes Gefühl gehabt. Ich kann nicht behaupten das sie jetzt mit der Zeit sensibler geworden sind, aber man hat einfach ein stabiles Gefühl auf dem Tritt und das selbst in Massone was ja nun wirklich Marmor ist…
      Deshalb gib den noch eine Chance. Bei mir entwickeln sie sich gerade zu den Nr. 1 Kletterschuhen.
      VG
      Schorsch

  10. Mitch schreibt:

    Hallo Schorsch, auch von mir ein ganz großes Lob für deine Seite und Informationen!
    Ich bin mir beim Schuhkauf derzeit ziemlich unsicher und dachte ich könnte da vielleicht auch auf deine Erfahrung zurückgreifen. Ich habe ebenfalls eine römische Fußform, aber einen etwas schmaleren (9,7cm) und längeren (27,5cm) Fuß mit flachem Rist (direkt hinter den Zehen), trage aber als Straßenschuh auch meist Größe 43. Verschiedene Edelrid-Schuhe (zb. Blizzard) und ein geliehener Red Chili passten mir in Größe 42,5-43 ebenfalls recht gut – ich wollte es als Einsteiger (ca 15 mal geklettert) eher bequem.

    Jetzt zu meiner eigentlichen Frage: Ich habe befürchtet, dass meine eigentlichen Favoriten Scarpa Booster und Mago evtl zu breit für meinen Fuß sind und könnte jetzt günstig an einen La Sportiva Katana Lace in Größe 42 kommen. Nach deiner Empfehlung für sandkühler befürchte ich aber, dass dieser wohl für ambitionierteres Klettern (wo ich hin will – derzeit in der Halle im 6er Bereich) für mich zu klein wäre.
    Also wohl eher weiter umschauen?
    Würdest du trotzdem die Scarpa Schuhe für mich empfehlen, oder eher schmalere Varianten? Auch wenn eine Empfehlung so von der Ferne sicherlich nicht einfach ist..

    Liebe Grüße und Danke

    Mitch

    • kletterschuhtest schreibt:

      Grüß dich,
      wenn du Katana L wirklich günstig bekommst, würde ich ihn kaufen und dann 1x für Halle wiederbesohlen. Ich denke auf eine 41 + müsstest du im K L klar kommen. Ansonsten würde ich dir als Anfänger mit Ambitionen folgende Modelle ans Herz legen: Scarpa Vapor S, Evolv Geshido SC, Lowa Falcos, Rock Pillars Ozone QC oder etwas weniger aggressiveres von Rock Pillars. Alle bieten meines Erachtens ein sehr gutes Preisleistungsverhältnis.
      Ich hoffe ich konnte aus der Ferne helfen!
      VG

  11. Matze schreibt:

    Hallo, ich habe ein ähnliches Problem wie Mitch. Bin relativ neu beim klettern (ca 1/2 Jahr) und bisher nur in der Halle unterwegs (meist alle 2 Wochen). Geklettert wird dort im Toprope 6+/7- und Vorstieg bis zur 6. Für dieses Jahr habe ich mir auch Ausflüge ins freie vorgenommen und möchte auch lieber etwas eigenes haben als immer die Leihschuhe (Rockpillars – irgendwas in Größe 9,5 – drücken erst nach ca 1,5h am großen Zeh) vom Betreiber. Nun lese ich schon mehrere Wochen auf verschiedenen Seiten und kam dabei auf den Katana Laces. Am meisten schrecken mich aber die Bewertungen über die Haltbarkeit der „alten“ Katana ab. Dort soll ja sehr zeitig die Spitze immer wieder kaputt gehen. Mein Limit habe ich mir zwar bei 100€ gesetzt wollte aber doch gern einen robusten, rel. bequemen Allrounder mit sehr gutem Stehvermögen und griffiger Sohle. Meine Fußform ist wohl eher die griechische allerdings mit einem „dicken“ großen Zeh 🙂
    In den Kommentaren wurde jetzt geschrieben, dass der Katana Laces nicht für Anfänger gedacht ist 😦
    Auf klettern(.)de (darf ich das schreiben?) schneiden 2013 die evolv valor und der five ten stonelands vcs auch sehr gut ab. Allerdings bin ich da am grübel wie objetiv diese Tests auf solch grossen Seiten sind. Kannst du mir bitte noch einen Tipp geben wie ich mich weiter entscheiden sollte?

    • kletterschuhtest schreibt:

      Hallo,
      Ganz Wichtig: hör sofort auf zu topropen und steige ab jetzt nur noch vor!
      Zum Katana L: er hält bei mir besser als Katana V. Ich persönlich glaube, das er dir zu unbequem sein wird. Größer kaufen macht nur Sinn wenn du ihn deutlich unter 100€ kriegst. Ansonsten ist es rausgeschmissenes Geld.
      Alternativen:
      a) Hol dir die bereits bekannten und vertrauten Rock Pillars.
      b) Hol dir Stonelands, die könnten tatsächlich was für deinen dicken Onkel sein!
      c) Hol dir 5.10 Rouge das alte Modell gibt es jetzt günstiger.
      d) Evolv ist sicher auch gut, ist aber schmaler als Stonelands.
      e) Hol dir Scarpa Force (X)
      Probier dich durch! Sobald das Gefühl „yeah der passt!“ greif zu!
      Drück dir die Daumen!
      VG

      • Matze schreibt:

        Hallo, ich habe jetzt einige Schuhe daheim. Unter anderem die 5.10 stonelands slipper und die Edelrid REPTILE II. Kann mich aber nicht zwischen beiden entscheiden.
        Die Stonelands sind sehr schick und einfach anzuziehen. Viel Leder und top verarbeitet. Leider drücken selbst die 9,5 meine mittleren zehen gut ein (fast schmerzhaft).
        Die Reptile sind aufwändiger mit der Schnürung. Drücken etwas an der Achilessehne – passen aber sonst perfekt in der 9,0. Leider aber nicht soviel und feines Leder wie bei den Stonelands. Preislich kaum ein Unterschied zwischen den beiden. Klettereigenschaften kann ich nicht beurteilen da ich mich vorher entscheiden wollte (Wertminderung bei Rückgabe?). Meinst du die Slipper geben noch soviel nach um bei den Zehen bequemer zu werden? MfG Matze

      • kletterschuhtest schreibt:

        Grüß dich,
        Ich persönlich würde Stonelands s behalten
        1) dehnt er sich mit der Zeit zu 100%
        2) ich denke Edelrid Reptil wird an der Ferse mehr Probleme bereiten.
        3) Die Performance von 5.10 sicher besser ist.
        VG
        Schorsch

  12. Benjamin Gschösser schreibt:

    Hallo, ich klettere seit ca. ½ Jahr und hatte bisher den La Sportiva Jekyl (also sehr bequemer gerader Schuh in Größe 41, Straßenschuhgröße 43). Er war immer eher bequem so dass ich mir beim klettern beliebig Zeit lassen konnte. Jetzt wollte ich einen „aggressiveren“ Schuh, da ich bei manchen Routen gemerkt habe dass ich auf kleinen Tritten wenig halt hatte. So habe ich mir nun den Katana Laces in Größe 40.5 gekauft. 41.5 war sehr fein, aber der ist auf kleinen Tritten bei der Probierwand im Geschäft schon eher abgerutscht. Also 41 wäre sicher Ideal gewesen, aber aufgrund der Dehnung (wie schon beim Jekyl) habe ich nun eine halbe Nummer kleiner genommen.

    Beim ersten Versuch im Fels hatte ich starke Schmerzen am Gelenk des Großen Zehs. So stark dass ich nicht mal eine Route sauber durchklettern konnte, obwohl ich diese mit dem Jekyl gut gemeistert habe. Nun frage ich mich ob ich sie nicht doch eine spur zu klein gekauft habe oder ob sich das mit der Zeit legen wird?

    Ich habe von allen möglichen Schuheintrageprozeduren gelesen, und ihn öfters daheim angezogen, für die Dehnung und die Gewöhnung.
    Unbelastet kann ich ihn ca. 15-20 min. ohne Schmerzen tragen, wenn ich normal draufstehe und herumgehe ca. 10 min. und wenn ich versuche nur auf den Spitzen und den Leisten zu stehen dann tut es echt weh…
    Es ist schon leicht besser geworden, aber bei kleinsten Tritten ist der Schmerz immer noch sehr stark (Zehengelenk wird nach außen auf die Zehenbox gedrückt).

    Kann es sein dass ich einfach noch zu wenig Muskulatur in den Zehen habe und so der Ganze Druck durch das Gelenk getragen werden muss ?
    Oder habe ich sie doch zu klein gekauft und sollte schauen dass ich sie los werde bevor ich sie zu stark verforme durch weitere Eintragemaßnahmen ?

    Dank für Antworten und Danke auch für die früheren Beiträge, die mir schon weitergeholfen haben.
    Benjamin

    • kletterschuhtest schreibt:

      Grüß dich,
      Das sind viele Faktoren die deine Schmerzen verursachen… Prüf mal bitte deine Fussform, dann lokalisiere den Schmerz ( welches von den Gelenken im Zeh? ) dazu Schau in meinem Hallig valgus Artikel.
      Der Schuh ist sicher nicht zu klein;) Er ist nur für dich nicht optimal…

      Mein Rat: Verkäufe den Schuh oder Tausch ihn in 41 um
      Meine Erfahrung ist: Schmerz lohnt sich nicht!
      Katana L ist von der Dehnbarkeit her nicht Jekyl! Wenn du dich für anpassen entscheidest, musst du Geduld mitbringen und Wassertherapie einsetzen(google einfach )
      VG und Erfolg

      • Benjamin Gschösser schreibt:

        Ups, falsche Stelle… gehört hier hin (kann man das andere löschen?)

        Danke für die schnelle Antwort,

        die Fußform ist am ehesten Ägyptisch, genauer germanisch. Der Schmerz kommt davon dass die Zehen aufgestellt sind und daher das mittlere Gelenk vom großen Zeh gegen den Schuh gedrückt wird. Ich sehe nach dem ausziehen eine rote Druckstelle an der Außenseite (nicht in Richtung der Zehen) des besagten Gelenks, tut dann aber nicht weiter Weh. Der linke Fuß ist etwas größer und hier tritt der Schmerz stärker auf. Auf der rechten Seite könnte ich schon eine Route durchhalten.

        Am meisten tut´s weh wenn ich mit den Fußballen auf Reibung klettere, dann ist zuwenig Platz im Schuh und dadurch stellt sich der große Zeh mehr auf und drückt mehr oben gegen die Außenseite.

        Könntest du eine Alternative empfehlen?
        Bei allen sonstigen Schuhen passen mir die von La Sportiva perfekt (Bergschuhe, Zustiegschuhe).
        Ich möchte eben einen Schuh wie den Katana Laces einen Allroundschuh der eben ein wenig mehr technisch ist.

        Glaubst du dass sich der Schuh durch Wassertherapie merkbar dehnt?

        Ich glaube auch dass wenn sich der Schuh nicht dehnt ich keinen Spaß damit habe. Schade weil im unbelasteten Zustand finde ich die Passform sehr gut (Hab mich ja deshalb dafür entschieden). Ich habe aber offensichtlich den Schmerz bei Belastung unterschätzt

        Danke
        Benjamin

  13. Benjamin Gschösser schreibt:

    Hallo, Danke für die schnelle Antwort,

    die Fußform ist am ehesten Ägyptisch, genauer germanisch. Der Schmerz kommt davon dass die Zehen aufgestellt sind und daher das mittlere Gelenk vom großen Zeh gegen den Schuh gedrückt wird. Ich sehe nach dem ausziehen eine rote Druckstelle an der Außenseite (nicht in Richtung der Zehen) des besagten Gelenks, tut dann aber nicht weiter Weh. Der linke Fuß ist etwas größer und hier tritt der Schmerz stärker auf. Auf der rechten Seite könnte ich schon eine Route durchhalten.

    Am meisten tut´s weh wenn ich mit den Fußballen auf Reibung klettere, dann ist zuwenig Platz im Schuh und dadurch stellt sich der große Zeh mehr auf und drückt mehr oben gegen die Außenseite.

    Könntest du eine Alternative empfehlen?
    Bei allen sonstigen Schuhen passen mir die von La Sportiva perfekt (Bergschuhe, Zustiegschuhe).
    Ich möchte eben einen Schuh wie den Katana Laces einen Allroundschuh der eben ein wenig mehr technisch ist.

    Glaubst du dass sich der Schuh durch Wassertherapie merkbar dehnt?

    Ich glaube auch dass wenn sich der Schuh nicht dehnt ich keinen Spaß damit habe. Schade weil im unbelasteten Zustand finde ich die Passform sehr gut (Hab mich ja deshalb dafür entschieden). Ich habe aber offensichtlich den Schmerz bei Belastung unterschätzt

    Danke
    Benjamin

  14. Matthias schreibt:

    Hi,
    erstmal Hochachtung zu deinem Webblog. Habe selten so ausführliche und gute Testberichte zu Kletterschuhen gesehen wie bei dir, echt super, gerade die Abschnitte zu Fuß- und Passform sind wirklich hilfreich.
    Aber jetzmal zu meiner eigentlichen Frage… ich überlege mir neue Kletterschuhe zu kaufen und zwar sollten es La Sportivas sein, zumindest ist das der Plan… Ich schwanke zwischen dem Miura Lace und dem o.g. Katana Laces. Die Miuras haben ja mittlerweile auch XSEdge als Sohlenmaterial, allerdings kein P3, sind dafür aber komplett aus Leder, während beim Katana ja die Zehenbox aus Lorica (glaube ich…) ist.
    Welchen Schuh würdest du mir empfehlen? Bin ein recht großer Kletterer mit dementsprechend großen Füßen (Ägyptisch, Straßenschuhgröße UK13, EUR48.5, ), habe als speziellen Boulderschuh bereits ein Paar Pythons in 46, das einklettern war die Hölle aber mittlerweile passen die Schuhe „relativ“ bequem. Mein Allrounder ist aktuell ein Tenaya Inti in 47.5, einmal wiederbesohlt, der löst sich jetzt nach der zeit anderweitig auf, vielleicht schafft er noch eine Wiedebesohlung

    Viele Grüße,

    Matthias

    • kletterschuhtest schreibt:

      hallo! Danke!!!
      Es gibt Leute die auf Miura schwören, ich persönliche bevorzuge Katana Laces. Ich komme mit P3 sehr gut zu recht. Leider findest du nur durch das ausprobieren raus, welcher besser passt: beide bestellen aushecken – entscheiden! Die Verfügbarkeit deiner Gr. wäre ein zusätzlicher Entscheidungsfaktor!
      VG

      • Matthias schreibt:

        Sooo…

        gesagt getan…. habe mir dann mal einen Katana Laces in der mir passenden Schuhgröße beschafft (46EU). Mein erstes (Wohnzimmer)Fazit ist, dass die 46 im Katana Laces kleiner sind oder sich zumindest kleiner anfühlen als die 46 in den Pythons. Werde dann mal ein paar Sessions mit dem Schuh bouldern gehen und schauen was sich so ergibt. Den Miura Lace habe ich leider noch nicht in meiner Schuhgröße auftreiben können. Aber das bekomme ich schon noch irgendwie hin.

        Mal schauen wie sich das P3 so macht.

        Viele Grüße,

        Matthias

  15. Torsten schreibt:

    Hey,
    ich habe auch eine Frage zum Katana Lace. Es ist erst mein 2. Kletterschuh und irgendwie tue ich mich da schwer. Bin vorher einen La Sportiva Jeckyl geklettert (gr 42) und habe mir nun den Katana lace up in 41,5 bestellt. Im Vergleich ist die Sohle deutlich härter, aber ich komme gut rein und kann auch gut mit ihnen am Boden stehen, ohne das Schmerzen im vorderen Bereich zu stark sind. Was mich jedoch verwundert ist der Druck auf die Achillessehne. Die schmerzt fast unerträglich, wenn ich gehe und extrem, wenn ich mich auf Zehenspitzen stelle. Habe ich vielleicht ein Montagsmodell mit schlechter Verarbeitung erwischt? Sonst passt meine Ferse Perfekt in den Schuh. Besser als in jedem anderen Schuh, den ich bisher an hatte.

    Gruß Torsten

  16. Samuel schreibt:

    Hallo aus Niederösterreich!
    Ich klettere seit etwa einem Jahr und es wird Zeit für einen neuen Schuh. Bis jetzt hatte ich den LaSportiva Tarantulace Gr.43.5, zumal ich mit meinem LaSportiva Boulder X Mid GTX Zustiegsschuh äußerst zufrieden bin was die Marke betrifft und Tarantula und Tarantulace in meiner Gegend DER Anfängerschuh ist.
    Mitlerweile hat er sich jedoch schon so stark geweitet, dass ich bei den Zehen Luft habe, was das Steigen und vorallem Verweilen auf kleinsten Tritten mühsamst bis unmöglich macht. Damals konnte ich mir jedoch noch keine kleinere Größe vorstellen, bin ich doch immer mit superbequemen Laufschuhen Gr.45 unterwegs. Zusätzlich ist bei der rechten großen Zehe die Kappe schon durch und der kiwigrüne Stoff schaut durch. Meine Tritttechnik hab ich im letzten Monat merklich verbessert, weil ich einerseits versuche besser zu werden und andererseits möchte ich die Lebenserwartung meiner Kletterschuhe verlängern. Mit der Schuhspitze an der Wand zum Tritt nach unten radieren gehört jetzt der Vergangenheit an.
    Klettern „gelernt“ – zumindest alle nötigen Sicherungstechniken – hab ich draußen am Fels in Form von MSL. Mangels Ausrüstung und Winter wurde ich jedoch in die Halle verbannt wo ich momentan fast ausschließlich im Vorstieg und im unteren 6. Grad unterwegs bin.

    Ich suche einen Schuh der mich mit harter Sohle beim Stehen meiner überschüssigen Kilos unterstützt und bin dabei auf den La Sportiva Katana Lace gestoßen. Gr. 43 umschließt schön eng; 42,5 treibt mich nach einer Minute zu Tränen bei Zehen und Ferse und ist es mir vermutlich nicht wert, bei meinen Ansprüchen und dem Einsatzzweck, sollte er sich deutlich weniger ausweiten als der Tarantulace. Beim Miura VS war das Gefühl bei den Zehen unkonfortabler und der Scarpa Vapor V (2. Generation) Gr.44 drückte dermaßen schmerzhaft bei 4. und 5. Zehe, dass ich ihn sofort wieder ausziehen musste. Mythos war in jeglicher Größe zu schmal; Solution vom Gefühl her massiv ungewohnt (Asymetrie?) und vermutlich auch nicht für meinen Einsatzzweck gebaut worden. Ansonsten noch keine anderen Schuhe probiert.

    Ist der Scarpa Vapor zum Schnüren da anders geschnitten? Gab es leider nicht zum Probieren.
    Gibt es sonst noch vergleichbare Alternativen zum La Sportiva Katana Laces?

    Unschlüssig macht mich hauptsächlich der Preis im Verhältnis zur erwarteten Lebensdauer des Schuhes.

    Herzlichen Dank für die informativste und umfangreichste Seite, die ich im Web finden konnte.
    Samuel

    • kletterschuhtest schreibt:

      Hallo
      Vapor Lace ist etwas breiter als der Velcro. Er hat aber immer noch das Problem des Einschneidens in die Achillessehne.
      Ich bin sicher mit dem Katana L in 43 machst du nichts falsch!
      Alternativ könntest du Lowa Red Eagle Velcro anschauen.
      Preis ist wirklich ein Nachteil!
      Heute muss man fast schon sagen, das man es hin nehmen muss.
      Alles gute!
      VG

  17. Neil schreibt:

    How is the sizing compared to the velcro?

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